Neupflasterung Kieler Straße : Altstadtverein lehnt rotes Pflaster für Kieler Straße ab

Für den Altstadtverein ist die rote Pflasterung in der Frau-Clara-Straße kein Vorbild für eine Neuplanung in der Kieler Straße. Fotos: Kühl
1 von 3
Für den Altstadtverein ist die rote Pflasterung in der Frau-Clara-Straße kein Vorbild für eine Neuplanung in der Kieler Straße. Fotos: Kühl

Der Altstadtverein Eckernförde hat Probleme mit der vorgeschlagenen Neupflasterung der Fußgängerzone mit dem roten Stein, der auch in der Frau-Clara-Straße verlegt worden ist. Der Verein wünscht sich mehr Innenhöfe.

von
21. Januar 2015, 06:29 Uhr

Eckernförde | Der Altstadtverein lehnt eine Neupflasterung der Fußgängerzone Kieler Straße mit rotem Pflaster wie in der Frau-Clara-Straße ab. Das teilte der Verein im Nachgang der monatlichen Mitgliederversammlung mit. Der vom interfraktionellen Arbeitskreis der Ratsversammlung empfohlene Ausbau der Hauptgeschäftsstraße analog der Nachbarstraße mit rotem Stein und Sprottenrinne fand keinen Zuspruch. Die Kieler Straße habe im jetzigen Erscheinungsbild „eine hohe gestalterische Qualität, die auf keinen Fall gemindert werden darf“, betonte der Altstadtverein. Die geplante Neupflasterung sollte in die Hände kompetenter Fachleute gelegt werden, der Gestaltungsbeirat solle dabei unbedingt eingeschaltet werden. Gut ausgeführte Pflasterungsbeispiele in anderen Städten könnten den Entscheidungsträgern weitere Anregungen bieten.

Lobend wurde die Herrichtung eines Innenhofes in der Frau-Clara-Straße gegenüber dem Rundsilo hervorgehoben. „Eine solche ansprechende Gestaltung könnte für die Gestaltung weiterer Innenhöfe beispielgebend sein“, teilte der Verein mit und hofft, dass die Verwaltung trotz bestehender B-Pläne diese Entwicklung fördernd unterstützt.

In Bezug auf den Gänsemarkt wurde über den dortigen Obst- und Gemüsestand diskutiert. Eine solche „lebendige Einkaufsstelle“ müsse an dieser Stelle erhalten werden. Der Stand sei gleichsam ein Treffpunkt und Informationsbörse mitten in der Fußgängerzone.

Zum wiederholten Male war das Parken in der Stadt Thema. Auch wenn die Kino-Planung am Bahnhof nicht vorankomme, sollte zumindest die geplante Parkpalette zwischen Bahnhof und Schulweg dringend angegangen und bald hergestellt werden, meint der Altstadtverein. Kritisch wurde angemerkt, dass es einer Stadt, die den Titel Umwelthauptstadt trägt, nicht gut zu Gesicht stehe, wenn Ressourcen verschwendet würden. Genau dies werde aber passieren, wenn das demontierbare Parkdeck an der Noorstraße wie geplant verschrottet und nicht wieder aufgebaut werden sollte.

In der nächsten Sitzung am 16. Februar möchte der Altstadtverein den seiner Meinung nach schwindende Bestand an Bäumen, Büschen und Grünflächen zum Thema machen.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen