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FUSSBALL SH-LIGA : Altenholzer Neuzugänge schlagen voll ein

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Hinrundenbilanz des TSV Altenholz in der Fußball-SH-Liga fällt überwiegend positiv aus. Nur gegen die Kellerkinder fehlt es der Mannschaft von Trainer Harry Witt teilweise an der richtigen Einstellung.

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erstellt am 14.Jan.2014 | 06:17 Uhr

Selten ist der Altenholzer Trainer Harry Witt mit dem Spiel seiner SH-Ligafußballer so ganz zufrieden. Witt ist lange dabei und weiß nur zu gut, wann er mahnend den Finger heben muss. Beim Rückblick auf die Hinserie dieser Saison, überwiegt jedoch deutlich das Lob, welches von Witt in Richtung seiner Mannschaft verteilt wird: „Vieles ist so gelaufen, wie wir es uns vorgestellt haben.“ Platz fünf, und 35 Punkte aus 19 Spielen sprechen für sich. Dennoch hat Witt natürlich auch etwas zu bemängeln.

„Niederlagen wie gegen TuRa Meldorf oder Heide zeigen, dass die Mannschaft noch etwas wankelmütig ist. Uns fehlt noch ein bisschen die Beständigkeit“, erklärt der Altenholzer Trainer. Doch eben diese „empfindlichen Niederlagen“, wie Witt sie bezeichnet, gehörten in der Hinserie nicht zum Alltag. Nach der 0:2-Auftaktpleite beim PSV Neumünster, blieb der TSVA fünf Spiele in Folge unbesiegt, und feierte dabei zwei 5:0-Kantersiege gegen Heikendorf und Hartenholm, sowie einen 6:3-Erfolg über den Husumer SV. Die Offensivabteilung der Randkieler lief schon früh in der Saison auf Hochtouren. Auch das 0:1 gegen den VfB Lübeck vor über 1000 Zuschauern an der Lohmühle ließ die Köpfe nicht etwa nach unten gehen. Im Gegenteil: Die Altenholzer hatten auch beim Ausnahmeteam der Liga bewiesen, dass sie durchaus die Klasse haben, um gegen den VfB mitzuhalten. Erst in der Nachspielzeit konnte der ehemalige Regionalligist die Altenholzer durch das 1:0 besiegen.

Vor den großen Namen haben die Altenholzer also keine Bedenken, doch gegen die vermeintlichen Außenseiter sah der Tabellenfünfte mehrere Male nicht ganz so glücklich aus. Witt: „Wenn man nicht mit dem nötigen Ernst an die Sache herangeht und gegen die Teams von unten zu große Schwankungen zeigt, nützen einem auch 70 Prozent Ballbesitz nichts.“ Das Problem ist beim TSVA bereits länger bekannt: Je weniger eine Mannschaft mitspielen will, desto schwerer tut sich auch die Elf von Harry Witt. An diesem Punkt will er in der Rückserie ansetzen. Wie es geht, weiß Witt bereits: „Wir müssen in diesen Spielen einfach noch geduldiger sein.“ Denn die Mannschaft hat gerade in der Offensive genug Klasse, um auch mit wenigen Chancen eine Partie zu gewinnen.

Geprägt wurde die Hinrunde auch durch die namhaften Neuzugänge. „Ohne unsere Neuen würden wir nicht dort stehen, wo wir uns jetzt befinden“, hebt Witt die Bedeutung der im Sommer gekommenen Spieler hervor. Shpend Meshekrani und Paul-Eric Camps werteten die Altenholzer Verteidigung deutlich auf. Im Mittelfeld überzeugte Steffen Bruhn, während die Altenholzer vom regionalligaerfahrenen Timo Bruns bisher kaum etwas hatten, da er sich bereits am 4. Spieltag eine schwere Verletzung zuzog und erst in die Rückrundenvorbereitung wieder einsteigt. „Timo nimmt auf dem Platz eine absolute Leaderrolle ein“, lobt Witt und freut sich darauf, mit dem ehemaligen Flensburger eine weitere Alternative zu haben.

Während viele TSV-Spieler Platz zwei hinter dem VfB Lübeck als Ziel ausgegeben haben, sagt Witt: „Ich habe das Ziel, jedes Spiel zu gewinnen. Was dabei am Ende herauskommt, wird man sehen.“ Von Regionalliga-Träumereien ist Witt weit entfernt. Kühl und sachlich analysiert er die Lage rund um seinen TSV Altenholz: „Aufsteigen kann ich nur, wenn ich vorher absteige. Irgendwann ist das Ende der Leiter nun einmal erreicht.“ Und das Altenholzer Leiterende ist die SH-Liga.

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