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FUSSBALL-SH-LIGA : Altenholz verpasst Sprung auf Platz drei

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

shz.de von
erstellt am 17.Feb.2014 | 06:00 Uhr

Wenn die Husumer SV und der TSV Altenholz in der SH-Liga gegeneinander antreten, sind Tore garantiert: Neun Treffer fielen im Hinspiel (6:3 für Altenholz), immerhin sechs waren es im Husumer Friesenstadion. 3:3 (1:2) hieß es nach 90 spannenden und wechselhaften Minuten – ein Ergebnis, mit dem weder HSV-Trainer Malte Köster noch TSVA-Coach Harry Witt am Ende zufrieden waren.

Köster wusste nicht, ob er sich über die Moral seines Teams, das ein 0:2 aufgeholt und 3:2 geführt hatte, freuen sollte. Oder doch ärgern über eine Vielzahl bester Chancen, die ungenutzt blieben? Bei Witt war das keine Frage – er war sauer: „Unser Abwehrverhalten, gerade bei langen Bällen, ärgert mich maßlos. Nach dem 2:0 wollten meine Spieler zaubern, haben nicht dagegen gehalten. Und das bei einer Mannschaft, die im Abstiegskampf steckt.“

Noch nicht einmal eine Viertelstunde war gespielt, da deutete sich ein Debakel für den Aufsteiger an. Kevin Link (5.) und der starke Abdullah Ali Kalma (13.) brachten Altenholz 2:0 in Führung. Es war gut anzusehen, wie die Gäste mit dem böigen Wind im Rücken den Ball laufen ließen. Husum hatte dem anfangs nichts entgegen zu setzen.

Erst nach etwa 20 Minuten wendete sich das Blatt. Die Gastgeber stellten auf eine 4-4-2-Formation um. Fortan unterbanden die Nordfriesen den Spielaufbau des Gegners früher. Torjäger Sebastian Kiesbye erzielte aus dem Gewühl heraus das 1:2 (27.) und hatte drei Minuten vor der Pause die Gelegenheit zum Ausgleich.

Zwischen der 60. und der 75. Minute brach es förmlich über die Beginn so souveränen Gäste herein. Kiesbye knallte den Ball an die Latte (61.), nur 60 Sekunden später scheiterte er freistehend an Torwart Hüsnü Özdemir. Wieder nur eine Minute später besorgte Marco Nagel per Freistoß aus mehr als 20 Metern den verdienten Ausgleich. Und es war noch nicht vorbei. Ein Lupfer von Kiesbye verfehlte das Gehäuse nur knapp (66.).

Dem Kapitän war es auch vorbehalten, die Partie endgültig zu drehen. Es war ein typisches Kiesbye-Tor, bei dem der Stürmer wieder einmal seine Schnelligkeit ausspielte. Er erlief eine Kopfball-Vorlage von Jonas Cordts, hängte Wendt locker ab, und erzielte überlegt das 3:2 (75.). Die Entscheidung? Nein – weil auch die Abwehr der Gastgeber nicht sattelfest war. Ein langer Pass in die Schnittstelle hebelte Husums Deckung aus, Kalma dämpfte mit dem 3:3 (77.) die Husumer Euphorie.

Witt hatte eine ganze Menge zu bemängeln: „Wir reagieren immer nur, statt selbst zu agieren.“

Husumer SV: Bielinski – Jacobsen, Rettkowski, Wullenweber, Wetzel – Nagel, Koschenz, Lorenzen (77. Herpel), Hornburg – Cordts, Kiesbye.
TSV Altenholz: Özdemir – Hodaj, Nissen, Witthöft (67. Wendt), Camps – Ceynowa, Link (85. Stahl), Jensen, Meshekrani – Kastner (79. Joswig), Kalma.
SR: Krüger (Großensee) – Zuschauer:134.
Tore: 0:1 Link (5.), 0:2 Kalma (13.), 1:2 Kiesbye (27.), 2:2 Nagel 63.), 3:2 Kiesbye (75.), 3:3 Kalma (77.).

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