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Nachverdichtung : Altenholz schafft Bauplätze

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Zwei bis drei Grundstücke könnten durch Spielplatzumgestaltung in der Langkoppel entstehen

Immer wieder erreichen Anfragen nach Bauland in der Gemeinde Bianca Hess, Leiterin des Bauamtes. Die Antwort ist immer die gleiche: Es gibt keine Neubaugebiete. Um der Nachfrage Rechnung zu tragen, hat die die Gemeinde geprüft, wo eine Nachverdichtung denkbar wäre und schlägt vor, den Spielplatz in der Langkoppel zugunsten von zwei bis drei Grundstücken zu verkleinern.

„Es ist eine gute Möglichkeit, Wohngrundstücke anbieten zu können“, warb Bürgermeister Carlo Ehrich (SPD) für den Vorschlag aus dem Bauamt und gab zu bedenken, dass die Einnahmen den Haushalt entlasten würden. Wie der Spielplatz bei Umsetzung des Vorhabens künftig aussehen oder wo Ersatz geschaffen werden könnte – das möchte er gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendbeirat diskutieren.

„Das ist ein toller Spielplatz“, entgegnete Karl-Günther Michelsen vom Seniorenbeirat. Wenn ein Teil für Grundstücke weggenommen werden – was bleibe dann noch?, wollte er wissen. Von den derzeit 4000 Quadratmetern würde etwa die Hälfte für den Spielplatz erhalten werden, teilte Hess mit.

Einige Plätze seien nur noch Katzenklos, merkte Karin Pfaff (SPD) an. Doch der Spielplatz in der Langkoppel habe den einzigen Bolzplatz in der Gemeinde, gab sie zu bedenken.

Letztlich stimmten die Ausschussmitglieder dafür, den skizzierten Weg zur Schaffung von Grundstücken an der Langkoppel einzuschlagen.

Größer noch waren die Bedenken zur Nachnutzung des Geländes des Marinefliegergeschwaders (MFG) 5 in Holtenau (wir berichteten, EZ vom 25.8.2014). Bernward Völmicke vom Stadtplanungsamt Kiel stellte die Pläne für das Areal vor, das 125 Hektar Wasser- und 85 Hektar Landflächen umfasst. Gewerbe, maritimes Kleingewerbe – etwa für Gesundheitswirtschaft oder Tourismus – und Wohnen sind dort vorgesehen. „Die Zukunft am Wasser“ stehe und falle jedoch mit der Verlagerung des Tonnenhofs im südlichen Bereich, machte Völmicke deutlich.

Zur geplanten Anbindung des Viertels über den Schusterkrug meldete Karl-Günther Michelsen Bedenken an und forderte ein Lärmschutzgutachten. Dr. Andreas Piltz (CDU) pflichtete ihm bei: „Bezüglich des Verkehrs habe ich massive Zweifel. Es entsteht dort ein Stadtteil so groß wie Stift.“ Die Boelckestraße als Fortsetzung des Schusterkrugs sei nicht darauf ausgelegt, den Verkehr von dort aufzunehmen. Verschärft werde die Situation durch das am Flugplatz vorgesehene Gewerbegebiet, den so genannten Airpark. Weiter sei zu bedenken, so Piltz, dass der Verkehr nicht nur aus Kiel, sondern auch aus dem Norden in das Gebiet fließen wird – durch Altenholz, machte er deutlich und regte an, eine neue separate Anbindung an die Bäderstraße zu prüfen. Bürgermeister Ehrich sagte zu, diesen Punkt in der von der Landeshauptstadt eingeräumten Stellungnahme der Gemeinde zum Vorhaben hervorzuheben.

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erstellt am 03.Sep.2014 | 06:00 Uhr

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