Auch ohne Bundesförderung : Altenholz hält an Schulsozialarbeit fest

Ab 2014 unbefristet im Einsatz: Diplom-Pädagoge Jan Kubitz.
Ab 2014 unbefristet im Einsatz: Diplom-Pädagoge Jan Kubitz.

Die Gemeinde richtet eine Planstelle ab 2014 ein – unbefristet. Die Schulleitungen zeigen sich dankbar und erleichtert über den eingeschlagenen Kurs.

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10. September 2013, 16:24 Uhr

Seit Dezember 2011 ist Jan Kubitz (Foto) als Sozialarbeiter mit Schwerpunkt Regionalschule für die Gemeinde im Einsatz, die die Stelle bis Ende des Jahres noch mit Bundesmitteln finanziert. Auch wenn diese voraussichtlich ab Januar wegfallen, hält die Gemeinde an Kubitz fest. Der Schulausschuss sprach sich am Montagabend dafür aus, eine unbefristete Stelle einzurichten.

„Wir könnten an der Regionalschule einen Schulsozialarbeiter allein gebrauchen“, sagte Schulleiter Thomas Haß und spielte damit auf die Regelung an, dass Kubitz für einige Stunden in der Woche auch am benachbarten Gymnasium aktiv ist. Mit 88 von 404 Kindern an seiner Schule gäbe es eine große Zahl an Mädchen und Jungen mit einem schwierigen familiären Hintergrund. Haß: „Das sind 22 Prozent, die von vorn herein eine gute Beratung brauchen.“ Eine weitere Zahl machte deutlich, wie wichtig die Arbeit von Kubitz ist: Im fünften Jahrgang seien von 28 Kindern nur vier unauffällig, das heißt ohne ADHS, Panikattacken oder ähnliches. „Ich bin froh über jede Stunde Schulsozialarbeit, die wir bekommen“, machte Haß deutlich. Peter Wenners, Rektor des Gymnasiums, konnte das nur unterstreichen: „Was hier vorgetragen wurde, ist unabhängig von der Schulart, Tendenz steigend.“

Bürgermeister Carlo Ehrich (SPD) schlug vor, die Schulsozialarbeit in der Gemeinde sicherzustellen und eine Planstelle mit 32,5 Wochenstunden unbefristet einzurichten. Dr. Heide König (CDU) warb dafür, dem zu folgen. Kubitz habe ein gutes Netzwerk und Beziehungen zu den verschiedenen Institutionen aufgebaut. Zudem gehe die Schulsozialarbeit weit über das hinaus, was Lehrer leisten könnten, erklärte König. Der Empfehlung des Bürgermeisters wurde einstimmig gefolgt.

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