Altenholz feiert nach Pokal-Krimi

Gelungener Saisonabschluss: Torhüter Hüsnü Özdemir (Nr.1 ) und Kapitän Lasse Jensen (rechts) präsentieren den ausgelassen jubelnden Mannschaftskollegen die Pokale.
Gelungener Saisonabschluss: Torhüter Hüsnü Özdemir (Nr.1 ) und Kapitän Lasse Jensen (rechts) präsentieren den ausgelassen jubelnden Mannschaftskollegen die Pokale.

Fußball-Kreispokal Kiel: Schleswig-Holstein-Ligist setzt sich nach großem Kampf mit 4:3 gegen den Verbandsligisten TSV Klausdorf durch

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08. Juni 2015, 06:00 Uhr

Der Fußball-Kreispokalsieger 2015 aus Kiel heißt TSV Altenholz. Der SH-Ligist setzte sich vor eigener Kulisse mit 4:3 gegen den Verbandsligisten TSV Klausdorf durch. Das knappe Resultat beschreibt auch den Spielverlauf: Dieses Pokalfinale war nichts für schwache Nerven. Spannung, Dramatik, Tore satt und Chancen in Hülle und Fülle auf beiden Seiten, einen Klassenunterschied suchte man hier vergebens.

Doch der Reihe nach. Die Hausherren gingen als Favorit vor rund 250 Besuchern mit 1:0 durch Timo Bruns in Spielminute 27 in Führung. Vorher hatten sich beide Teams ein ausgeglichenes Match ohne große Höhepunkte geliefert. Doch der Gast aus dem Osten Kiels schlug schon 60 Sekunden später in Form eines Altenholzer Eigentores zurück. Thore Ceynowa war der Unglücksrabe. Die Gelb-Schwarzen zeigten sich geschockt. Das nutzte Gino Laubinger und brachte seine Klausdorfer in der 36. Minute mit 2:1 in die Halbzeit.

In dieser schienen die Altenholzer Trainer Ulf Ciechowski und Kristian Hamm die richtigen Worte gefunden zu haben. Ali Kalma, in seinem letzten Spiel, erzielte in der 63. Minute den Ausgleich, und Thore Ceynowa schoss sich seinen Frust des Eigentores 14 Minuten später mit der Altenholzer Führung von der Seele. Wer nun geglaubt hätte, der Außenseiter aus Klausdorf wäre geschlagen, wurde schon gleich zwei Minuten später eines besseren belehrt. Es gab Elfmeter für den Gast. Doch Hime Hakaj versagten die Nerven – er verschoss. Besser machte es hingegen Gino Laubinger, der erneut ausgleichen konnte (81.).

Das Drama an der Klausdorfer Straße war aber noch nicht beendet. Endgültig zum Helden des Spiels avancierte Thore Ceynowa dann sieben Minuten vor dem Ende, als er zum 4:3-Siegtor traf. Danach drückten die Klausdorfer noch einmal. Sogar Keeper Tobias Paulat war mit im Strafraum. Doch der Verbandsligist konnte bis auf eine Großchance in der Nachspielzeit nicht mehr zurückkommen. Schlusspfiff, Sieg und Jubel beim Altenholzer Anhang, der dem Jubiläum mit dem Finalerfolg das „i-Tüpfelchen“ aufsetzte. Altenholz’ Co-Trainer Kristian Hamm sagt: „Toll, wie das Team nach der Halbzeit zurückgekommen ist. Die Klausdorfer haben uns das Leben schwer gemacht. Sie standen sehr kompakt. Kompliment! Am Ende kann man aber sagen: Spiel gewonnen, Pokalsieg perfekt gemacht. Hut ab!“

Klausdorfs Coach Mikica Mladenovic sagt dagegen: „Ich ärgere mich über die einfachen Tore die wir bekommen haben und die Tatsache, dass wir mit unserer erfahrenen Abwehr um Gino Laubinger nicht die 2:1-Führung haben halten können. Nach den negativen Ligaspielen am Saisonende haben wir einfach nicht befreit genug aufgespielt. Trotzdem hat meine Elf gut mitgehalten.“

Für beide Mannschaften geht es jetzt in die verdiente, aber kurze Sommerpause. Die Hausaufgaben in Sachen Trainer wurden gemacht, die Verantwortlichen können sich nun ganz auf die Zusammensetzung der Kader für die Spielzeit 2015/16 konzentrieren. Besonders gespannt darf man da beim SH-Ligisten TSV Altenholz sein. Ein komplett neuer Angriff muss gefunden werden, will man konkurrenzfähig bleiben. Erste Erkenntnisse dürften die anstehenden Testspiele im Sommer geben.

Mit dem Finalsieg der Altenholzer steht nun zudem fest, dass sie am 11. Juli Gegner des Gettorfer SC im SHFV-Lotto-Pokal sind. Der GSC qualifizierte sich durch den Endspiel-Erfolg im Kreispokal Rendsburg-Eckernförde über den TuS Rotenhof für diesen Wettbewerb. Die Altenholzer werden in Gettorf antreten müssen. Der Sieger dieses Duells trifft danach auf den Gewinner der Partie zwischen TuRa Meldorf und dem ehemaligen Regionalligisten SV Eichede.


TSV Klausdorf: Paulat – Kahlert (88. Möller), Jordan, Laubinger, Wöhlk – Heimlich (71. Kirschner), Wippich, Imm, Rosenfeld, Zeller – Hakaj (84. Hosseini).
TSV Altenholz: Özdemir – Hodaj, T. Ceynowa, Nissen, Camps – M. Ceynowa, Meshekrani (82. Bruhn), Kalma, Bruns, Jensen (75. Joswig) – Wüllner (87. Link).
SR: Schönherr (Kronshagen).
Zuschauer: 250.
Tore: 0:1 Bruns (27.), 1:1 T. Ceynowa (28., Eigentor), 2:1 Laubinger (36.), 2:2 Kalma (63.), 2:3 T. Ceynowa (77.), 3:3 Laubinger (81., Foulelfmeter), 3:4 T.Ceynowa (83.).

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