GOLF : Altenhof punktet mit Nervenstärke

Einfach nur Pech: Der Chip von Sophia Ackerhans (re.) auf Loch 15 im Vierer zusammen mit Johanna Jacobi (3. v. li.) rollt über die Lochkante, fällt aber nicht zum Eagle.
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Einfach nur Pech: Der Chip von Sophia Ackerhans (re.) auf Loch 15 im Vierer zusammen mit Johanna Jacobi (3. v. li.) rollt über die Lochkante, fällt aber nicht zum Eagle.

In der 1. Golf-Bundesliga Nord konnten die Herren des GC Altenhof ihren Heimspieltag nutzen und bewahrten sich dabei eine kleine Chance auf den Klassenerhalt.

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21. Juli 2015, 06:00 Uhr

Altenhof | Nervenstärke. Und zwar genau dann, wenn es wirklich darauf ankommt. Dies zeichnete die Golfer aus Altenhof an ihrem Heimspieltag in der 1. Bundesliga Nord am Sonntag aus. Denn während die Konkurrenz aus Frankfurt in den Einzeln auf einem unerwartet schwachen Niveau spielte und auf dem letzten Rang lag, und auch die Golfer aus Hösel ihren Vorsprung auf Altenhof in den letzten Löchern der Vierer durch gravierende Fehler hergaben, zeigten sich die Gastgeber souverän und kaltblütig. Am Ende sprang durch eine gute Leistung Platz drei heraus, hinter den nicht zu erreichenden Spitzenteams aus Hubbelrath (1.) und dem GC Hamburg-Falkenstein (2.). „Das war das Machbare, und das haben wir erreicht. Die vielen Zuschauer haben uns beflügelt und gepusht“, freut sich Headpro Nils Sallmann. Nun hat der GCA am letzten Spieltag auf der Anlage des GC Hösel zumindest noch eine theoretische Chance, die Klasse zu halten.

Während die Herren ihr Spieltagsziel erreichten, verpassten es die Altenhofer Damen auch auf den heimischen 18 Löchern, den letzten Platz zu verlassen. Die beste Einzelrunde zeigte Katharina Drerup, die 78 Schläge auf dem Par-72-Kurs benötigte. Richtig stark präsentierten sich Sophia Ackerhans und Johanna Jacobi im Vierer. Sie belegten den geteilten fünften Platz und hatten Pech, als Ackerhans auf Loch 15 (Par 5) das Eagle nur um Millimeter mit einem Chip verfehlte. Nach nur einem Jahr werden die jungen Schützlinge von Coach Yannick Oelke den Gang zurück in Liga 2 antreten müssen. Ein Beinbruch ist das sicher nicht und war sowieso schon vor der Saison eingeplant. So hatten Oelke und seine Damen dann auch viel Spaß auf dem eigenen Platz und genossen den positiven Zuspruch der Zuschauer. Am Ende des langen Golf-Tages in Altenhof setzten sich bei den Damen erstmals die Hamburgerinnen an die Spitze, die vor dem G&LC Berlin-Wannsee den Top-Platz für sich verbuchten. Der bisherige Dauersieger vom GC Hubbelrath wurde dagegen nur Dritter und kam mit dem Platz an der Ostseeküste nicht so gut zurecht.

Das gute Abschneiden bei den Landesmeisterschaften in der Vorwoche brachte auch frischen Wind in die Altenhofer Einzelaufstellung der Männer. Routinier Alexander von Negelein und Jonas Mielck hatten auf Landesebene überzeugt und setzten sich zudem beim internen Wettkampf um die letzten beiden freien Startplätze neben den gesetzten Spielern durch. „Er kam mit einem Grinsen an und ging auch mit einem Grinsen. Keine Frage, Alexander hat es sehr genossen, auf seinem Platz nochmal 1. Bundesliga zu spielen“, sagt Herrentrainer Sallmann über die Nominierung von von Negelein. Die Vorzüge des langjährigen Teamkapitäns nennt Sallmann auch: „Er kennt hier auf dem Platz jeden Grashalm und ist vom Abschlag einer der Stärksten.“ Deshalb brachte Sallmann von Negelein nach einer mäßigen Einzelrunde auch in den Vierern wieder, als Moritz Graf Rantzau wegen Schulterbeschwerden ausfiel. Bester Altenhofer war nach den Einzeln Falk von Wildenradt mit einer Runde von 70 Schlägen (-2). Auch Nikolaj Hansen und Jonas Mielck (beide 72) brachten Topergebnisse mit ins Clubhaus. Platz vier vor schwächelnden Frankfurtern und hinter überraschend starken Höselern war das Zwischenergebnis. In den Vierern erholten sich die Frankfurter zwar etwas, konnten den großen Rückstand aber nicht mehr aufholen. Die Altenhofer zeigten dagegen gar nicht ihr bestes Golf, konnten aber auf die eingangs beschriebene Nervenstärke setzen. Genau das schaffte der GC Hösel nicht. Allein an den abschließenden Löchern 16, 17 und 18 spielten die Höseler insgesamt +14, während der GCA nur bei +7 lag. Damit wurde Hösel noch überholt. Am letzten Spieltag müssen die Altenhofer nun drei Plätze besser als Frankfurt abschneiden, um die Klasse zu halten. „Das wäre schon ein kleines Wunder, aber vielleicht bekommt Frankfurt ja noch einmal das große Flattern. Möglich ist es auf jeden Fall“, sagt Sallmann. Da Hamburg und Hubbelrath bereits für das Final-Four qualifiziert sind, könnte es sein, dass beide Teams nicht in Bestbesetzung nach Hösel reisen. „Warum sollten wir nicht Erster und Frankfurt Vierter werden“, fragt Sallmann kampfeslustig.

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