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Eckernförder Zeitung

20. November 2017 | 08:55 Uhr

Alte Trecker erobern den Südstrand

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Über 1500 Besucher beim 10. Oldtimer-Trecker-Treffen / Weiteste Anreise über Landstraßen und Nebenstrecken aus Osnabrück

Wenn schwere Reifen sich ihren Weg durch den weißen Südstrand graben, kann das nur einen Grund haben: Die Oldtimer-Trecker sind wieder im Ostseebad. Vor zehn Jahren fingen diese Treffen an und gehören heute zu den gut besuchten Attraktionen. „In diesem Jahr haben wir als besonderen Schwerpunkt Unimogs eingeladen“, sagt der Vorsitzende der „Oldtimerfreunde rund um Eckernförde“, Volker Marten. In jedem Jahr wird ein solcher Schwerpunkt gesetzt. Zwar sind normalerweise nur Oldtimer ab 30 Jahren auf dem Gelände zugelassen, doch bei den Unimogs macht man eine Ausnahme. „Wir haben hier auch ganz neue Modelle, um den Besuchern die Entwicklung bei den Fahrzeugen verdeutlichen zu können“, erklärt Marten.

Trotzdem waren die alten Traktoren die Lieblinge bei den Besuchern. Vor allem der 1949er „Allgaier“ von Walter Nootbaar aus Hüsby. „Den hab ich bei meinem Nachbarn immer draußen stehen sehen. Letztes Jahr konnte ich ihn dann kaufen“, erinnert sich Nootbaar. Der Zustand sei dementsprechend gewesen. Trotzdem war es ihm wichtig, den Traktor in seinen Originalzustand zu versetzen. „Aber wie viel Geld da reingeflossen ist, das bleibt mein Geheimnis.“ Heute ist der 68 Jahre alte Traktor auch wieder auf dem Feld unterwegs. Pflügen gehe mit ihm immer noch gut. „Das sind Arbeitstiere. Die können das noch“, pflichtet ihm Gerd Lewandowski bei.

Lewandowski und seine beiden Mitstreiter Hans-Heinrich Hollenberg und Franz Kassen hatten den weitesten Weg nach Eckernförde. Die drei sind mit ihren zwei Güldner G-30 aus dem Baujahr 1964 und dem seltenen Güldner Toledo aus Osnabrück gekommen. Kassen hatte die Reise vorgeschlagen. „Ich bin zum fünften mal hier dabei. Es ist die Reise absolut wert“, sagt er. Im letzten Jahr schloss sich Gerd Lewandowski an. Dieses Jahr konnten sie dann noch Hollenberg gewinnen. Die Anreise erfolgte standesgemäß. „Über Nebenstraßen sind wir auf unseren Traktoren hergefahren. So sieht man noch was von der Welt“, sagt Lewandowski. Insgesamt hat die Tour über 13 Stunden gedauert. Man habe ja Zeit. Außerdem ist das für die drei noch eine der kürzeren Touren. Sie waren auch schon in Südtirol mit ihren roten Landmaschinen.

Vor allem der Toledo ist dabei ein Aushängeschild. Von ihm wurden im Jahr 1962 nur 326 Stück gebaut. Trotzdem ist er auf Reisen stets ein treuer und unkomplizierter Begleiter. „Bei der letzten Generalüberholung sind da schon 5000 Euro reingeflossen, aber ansonsten ist er absolut robust“, sagt Besitzer Hans-Heinrich Hollenberg. Die nächste Tour wird die drei nach Aschaffenburg führen. Dort standen die Werke von Güldner. Doch bevor es in den Süden geht, wollen sie erstmal das herrliche Wetter und den Strand hier genießen.

„Bei den Rahmenbedingungen erwarten wir auch in diesem Jahr wieder 1500 bis 1800 Besucher“, sagt Marten. Viele wollen sich die alten Schmückstücke einmal aus der Nähe ansehen. „Oft kommen die Besucher ja vom Dorf und sind mit Treckern aufgewachsen“, sagt Marten. Besonders freute sich Marten, als elf strahlend rote Porsche-Traktoren auf das Gelände kamen, um die Ausstellung noch weiter zu bereichern. Insgesamt konnten sich die Besucher auf dem Gelände am Südstrand 150 teils aufwändig restaurierte Fahrzeuge anschauen.

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