zur Navigation springen
Eckernförder Zeitung

12. Dezember 2017 | 21:22 Uhr

Doppelkonzert : Alte Songs mit neuem Groove

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

DeKielaSunrise und Hello Music begeistern rund 150 Gäste im Altenholzer Gemeindezentrum.

shz.de von
erstellt am 01.Okt.2013 | 06:50 Uhr

Dass „Nimm Zwei!“ nicht nur mit dem Gedanken an Bonbons verbunden werden muss, sondern viel mehr sein kann, zeigte sich Freitagabend im Gemeindezentrum. Der Altenholzer Kulturkreis hatte den Kieler Musiker Axel Riemann und die beiden von ihm geleiteten Chöre Hello Music aus Kronshagen und DeKielaSunrise aus Kiel zu einem Doppelchorkonzert unter eben diesem Motto eingeladen, und knapp 150 Gäste waren der Einladung gefolgt. Und da die Spezialität beider Chöre Delikatessen aus Jazz, Swing, Pop und Soul, garniert mit Show-Häppchen der Marke leicht und frisch sind, war im Gemeindezentrum Partytime angesagt.

Den ersten Teil des Konzerts bestritt der seit 1986 bestehende Chor Hello Music. Die Bandbreite des Repertoires reichte von ruhigeren Titeln wie „Don’t give up“ von Peter Gabriel oder Curtis Mayfields „People get ready“ über die stellenweise an gregorianischen Gesang erinnernde Chorbearbeitung des Rammstein-Titels „Engel“ bis hin zum jazzigen, schwungvoll-rhythmischen „Dr. Jazz“ von Kirby Shaw. Regional wurde es bei der plattdeutschen Version von „Lemon Tree“, bei Ina Müllers „Zitronenboom“. Die einzelnen Stücke – a cappella gesungen, teils vom Axel Riemann am Klavier begleitet – wurden dem Publikum von verschiedenen Chormitgliedern nähergebracht. Und das ein a cappella-Chor keine Instrumente benötigt, zeigte sich bei Jorge Ben Jors „Mas que nada“, bei dem man die Sambatrommeln quasi vor sich sah, auch wenn sie gar nicht vorhanden waren.

Auch der zweite Teil des Konzerts, den der 1998 gegründete Chor DeKielaSunrise bestritt, bot ein breites Spektrum. Von „Don’t stop me now“ von Queen über Genesis’ „Land of Confusion“ bis zu einem Medley von Melodien aus Kinder-TV-Serien war alles vertreten. Rockig ging es zu bei „Fire“ von Mothers Finest, poppig bei „Take on me“ von Aha. Und beim Neue-Deutsche-Welle-Medley aus den 1980er Jahren wurde aus Chorleiter Axel Riemann der Solosänger, der bei vielen Zuhörern Erinnerungen an vergangene Zeiten weckte. Auch im zweiten Teil kam mit einer aufgepeppten Version des „Veermasters“ das Regionale nicht zu kurz. Mehr noch: Mit dem Kiel-Lied von Axel Riemann und Kai Born wurden auch die Lokalpatrioten zufriedengestellt.

Beide Chöre boten – jeder auf seine Art – alte Songs mit neuem Groove. Teils Power pur, teils zarte, besinnliche Töne. Die Soli einzelner Sängerinnen und Sänger überzeugten ebenso, wie die Chöre an sich. Es wurde nicht einfach gesungen, durch Bewegung, Gestik und Mimik wurden Geschichten erzählt. Und auch das Publikum war dabei: Hände und Füße bewegten sich im Takt, und auch Zwischenapplaus gabs. Auch wenn nach knapp zweieinhalb Stunden dem einen oder anderen Besucher das Sitzen vielleicht schwer fiel: Den Höhepunkt des Konzerts hatten Axel Riemann und die 50 Sänger sich bis zum Schluss aufgehoben. Bei der von Riemann arrangierten a cappella-Version des Queen-Kult-Songs „Bohemian Rhapsodie“ verschmolzen die Stimmen beider Chöre zu einem einzigen, beeindruckenden und stimmgewaltigen Klangkörper. „Das Stück“, so Chorleiter Riemann, „hat’s in sich, macht aber unheimlichen Spaß“. Dass das Konzert den Mitwirkenden Spaß gemacht hatte, sah und hörte man – dass es den Zuhörern ebensolchen Spaß machte, konnte man am begeisterten Applaus feststellen. Ein Konzert, das ob seiner Bandbreite so gut wie keine Wünsche offen ließ.


Infos zu den Chören: www.dekiela.de und www.hellomusic.de


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen