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Eckernförder Zeitung

12. Dezember 2017 | 23:17 Uhr

Alte Schätze an Osterbys Straßen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

shz.de von
erstellt am 28.Mai.2017 | 18:05 Uhr

Wer am Sonnabend durch Osterby fuhr, hatte unweigerlich die Vermutung, dass an diesem Tag etwas anders war als sonst. An vielen Straßen waren Stände aufgestellt, unter Sonnenschirmen und Bäumen hatten es sich Menschen gemütlich gemacht, andere liefen mit Taschen auf den Gehwegen. Zum dritten Mal fand in Osterby ein Dorfflohmarkt statt und rund 30 Menschen hatten sich bereits im Voraus angemeldet. „Aber die, die aus dem Dorf kommen, durften sich auch ohne Anmeldung mit ihren Ständen rausstellen“,berichtete Freya Mayeres, die zusammen mit Anna Köhler in diesem Jahr die Organisation des Dorfflohmarktes übernommen hatte.

Die Osterbyer, die mitmachen wollten, konnten sich direkt vor ihre Grundstücke an die Straße stellen oder in der Nähe von Freunden ihre Stände aufstellen. „Viele wohnen in kleinen Seitenstraßen und wollten lieber zentral stehen“, so Freya Mayeres. „Sie haben sich dann zu Bekannten gestellt.“

Manuel Walz hatte seinen Stand direkt in der Dorfstraße aufgebaut. Ihm gefiel es, dass er seine „Ware“ nicht weit tragen musste. Spielzeug, Vasen, Tassen, ein Pokerset, ein Schlangenbeschwörerset und vieles mehr hatte er im Angebot und versuchte, die Sachen bei potenziellen Käufern anzupreisen. „Diese Laterne ist aus der späten Ming-Dynastie“, sagte er und lachte. Wie alt die Teile wirklich waren? „Alles aus den vergangenen 50 Jahren.“

„Ein schönes gemeinsames Erlebnis für das Dorf“ sollte der Flohmarkt an Osterbys Straßen sein, sagte Anna Köhler. Und Freya Mayeres meinte: „Es geht darum, den Trödel aus dem Keller zu holen. Was für den einen Müll ist, ist für den anderen ein Schatz.“

Dadurch, dass man die Familien kenne, könne man auch gezielt zu Ständen gehen – etwa wenn man beispielsweise Kinderkleidung suche und wisse, dass der Nachwuchs der Standbetreiber schon älter sei.

Auch Gäste waren beim Dorfflohmarkt willkommen. Peter Petersen und Hans Juschkat waren aus Waabs gekommen und suchten unter anderem für einen alten Plattenspieler aus den 1950er-Jahren einen neuen Besitzer. Sie lobten die nette Atmosphäre: „Es ist nicht so hektisch. Jeder, der an den Stand kommt, grüßt und sagt ‚Guten Morgen’.“

Ein positives Fazit zog auch Anna Köhler nach dem Flohmarkt: „Es ist super gelaufen.“ Eine Fortsetzung ist geplant.

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