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Wiedersehen : Als ein Major a.D. noch Sport lehrte

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Ehemalige der Jungmannschule haben sich zum 18. Mal im Stadthallenrestaurant getroffen.

Schüler und Lehrer unter einem Hut? Nur schwer vorstellbar, aber bei den Ehemaligen der Jungmannschule hat dieses Ereignis seit 1999 Tradition. Es ist kein Klassentreffen im herkömmlichen Sinn, denn es finden sich, nun schon zum 18. Mal im Stadthallenrestaurant, nicht nur Abiturienten vom aktuellen Jahrgang bis zurück in die 60er-Jahre ein, sondern auch Lehrer kommen gern, schwelgen in Erinnerungen und halten Kontakt.

Ein nette Begrüßung, eine herzliche Umarmung, schnell fanden die Teilnehmer das Gespräch, erkundigte man sich nach jenen Klassenkameraden, die man aus den Augen verloren hatte oder freute sich, wenn man nach zehn oder mehr Jahren den ein oder anderen wieder erkannte. „Es gibt keine Tagesordnung“, erklärte Organisator und Vorstand des Fördervereins „Freunde und Ehemalige der Jungmannschule“, Abi-Jahrgang 1973, Dr. Matthias Siemsen. Gab es in den vergangenen Jahren den Versuch, das Ehemaligentreffen mit Partystimmung zu unterlegen, hat sich die Veranstaltung mittlerweile als Stehparty etabliert und unmittelbar nach den Weihnachtsfeiertagen einen festen Platz im Terminkalender der Ehemaligen eingenommen.

Rund 80 bis 100 Teilnehmer waren es in den vergangenen Jahren, nicht ganz so viel waren es in diesem Jahr. Spannend war es zu hören, was jeder so nach dem Abitur gemacht hat, welche Berufe und Folgeausbildungen durchlaufen wurden, aber auch, an welche Ereignisse man sich aus der Schulzeit noch erinnert. War es der ehemalige Major aus dem Krieg, der seine Schüler beim Sport zunächst antreten, zum Aufwärmen im Kreis marschieren und dabei „Im Frühtau zu Berge“ singen ließ, oder die Baumgartenfeste, zu denen die Unterstufe Mitte/Ende der 50er Jahre komplett mit der Kleinbahn in die Hüttener Berge fuhr – die Erinnerungen an die Schulzeit wurden bei Axel Nordheimer (73), seit vier Monaten wieder in Eckernförde wohnend und zum ersten Mal dabei, wieder lebendig. Unter den Teilnehmern waren auch Abiturienten verschiedener Jahrgänge aus einer Familie, wie bei den von Waldows – sie nahmen zu dritt teil. „Mein Mann und ich sind Highschool Sweethearts“, erzählt Anja von Waldow, während sich ihr Mann Klaus Robert (beide Abijahr 1985) an eine Kuriosität erinnert: „Bei Musiklehrer Theune – ich bekam wie einige andere auch die Note sieben, mit der man nicht in den Chor kam“. Von Waldows Schwester Anneliese gehörte 1978 zum letzten Jahrgang, der die Prüfung im Klassenverband machte.

Über den gesamten Abend verteilt war es ein ständiges Kommen und Gehen und der allgemeine Tenor an diesem Abend lautete: „Wenn alles klappt, sind wir nächstes Jahr wieder mit dabei“. Planerisch sind mit dem dafür vorgesehenen „3. Weihnachtstag“ für viele die Weichen schon gestellt.



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