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Minitierpark : Alpakas sorgen für exotisches Flair

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die drei Alpakas Gala, Grazia und Sid sind die neusten Bewohner des Louisenlunder „Tierparks“. Im Juni wird Nachwuchs erwartet.

Güby | Ein bisschen Geduld brauchen die Schüler, dann noch etwas mit dem Futter in der Dose klappern oder die Möhre verführerisch vor die Nase halten, dann kommt Alapaka-Dame „Gala“ auch schon an, langsam, aber sie kommt und frisst ihnen aus der Hand. Dann dauert es auch nicht mehr lange, bis bei Tochter „Sid“ und dem dritten Alpaka im Bunde, „Grazia“, ebenfalls der Hunger über die Schüchternheit siegt. Seit sechs Wochen sind die Alpakastuten auf dem Hof in Louisenlund und teilen sich mit zwei Schafen, acht Hühnern und einigen Kaninchen und Meerschweinchen das weitläufige Gelände und den Stall. „Hase und Co“ heißt die Internatsgilde, die von Stefanie Busch und Melissa Kos geleitet wird. „Früher haben wir mit Schülern regelmäßig das Tierheim in Schleswig besucht“, erzählt Stefanie Busch, dann fragte sie Schulleiter Dr. Peter Rösner, ob nicht auf dem Hof der Stiftung eigene Tiere gehalten werden könnten. Der stimmte zu und die Arbeiten an dem neuen Stall sowie die Umzäunung konnten beginnen. Im April zogen die ersten Tiere ein. „Alle Tiere sind aus dem Tierheim“, betont Busch, einige aus schlechter Haltung. Darunter auch Kamerun-Schaf „Daisy“ und Hausschaf „Peppi“, das in Louisenlund mit der Flasche groß gezogen wurde.

Über 30 Schülerinnen und Schüler, zwischen fünf und zwölf Jahren, gehören zur Gilde „Hase und Co.“ Es gibt einen genauen Dienstplan, wer, wann für die Tiere zuständig ist. Denn frisches Wasser, Heu und Futter brauchen die Zwei- und Vierbeiner täglich. Die Ställe müssen außerdem regelmäßig ausgemistet werden. In den Ferien übernimmt Stefanie Busch die Pflege. Die Tiere der Gilde können jeden Tag von allen Schülern besucht werden, es gibt tägliche Öffnungszeiten.

Die Entscheidung für die Alpakas hat Stefanie Busch ganz bewusst getroffen. „Es sollten Tiere sein, für die man besonderes Einfühlungsvermögen und Konzentration benötigt“, erläuterte sie. Man müsse sich ganz langsam, überlegt und behutsam verhalten, damit das Tier vertrauen fasst. Alpakas nehmen sehr vorsichtig Kontakt auf. Aufgrund ihrer Charaktereigenschaften würden sie auch in verschiedenen Situationen therapeutische Hilfestellung leisten

Beheimatet sind die Tiere in den südamerikanischen Anden. So eine weite Anreise hatten sie aber nicht. Der Hof Wiedisch in Kummerfeld hat der Internatsstiftung die Tiere geschenkt. Einmal im Jahr werden die exotischen Paarhufer geschoren. Dafür kommt ein Fachmann nach Louisenlund. Das Fell wird zu einer Spinnerei geschickt, die Wolle dann im Internat für Filzarbeiten verwendet.

Mehr Tiere sollen es nicht werden, vielleicht noch mal ein Kaninchen oder Meerschweinchen dazu, dann sei Schluss, sagt Busch. Denn im Juni wird bei „Grazia“ und „Gala“ jeweils Nachwuchs erwartet. Und der soll auf jeden Fall in Louisenlund bleiben. 

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erstellt am 21.Dez.2016 | 06:58 Uhr

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