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Herbstfest in Kappelner Tierheim : Alles dreht sich um das Tierwohl

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Tierheim Weidefeld feiert Herbstfest. Die Einrichtung ist auf Spenden angewiesen, um anstehende Baumaßnahmen stemmen zu können.

shz.de von
erstellt am 23.Okt.2017 | 06:21 Uhr

Kappeln | „Lucky“ ist ein siebenjähriger Jagdhundmischling und lebt seit vier Jahren im Tierheim Weidefeld. „Dusty“ ist ebenfalls ein Mischling und ist hier seit drei Jahren Bewohner „auf Zeit“. Beide Vierbeiner warten dringend darauf, dass sich Menschen finden, die sie bei sich aufnehmen. Beide Tiere, so die Leiterin des Tierheimes, Sabine Hegemann, seien „besondere Hunde und auf der Suche nach besonderen Menschen“. Für beide soll das Tierheim ebenso wie für alle anderen „Bewohner“ nur eine Zwischenstation sein.

Beim gestrigen Herbstfest hatten die Besucher einmal mehr die Gelegenheit, sich umzuschauen und sich davon zu überzeugen, dass die Tiere es in Weidefeld gut haben. Dass das so ist, dafür setzen die Verantwortlichen des seit 1973 bestehenden Tierschutzvereins Angeln-Schwansen alle Hebel in Bewegung. Im Wissen, dass Tierschutz Geld kostet, laden sie die Öffentlichkeit drei Mal im Jahr zu sich ein. Und stets fließen der Fest-Erlös und die Überschüsse aus anderen Aktivitäten in den Erhalt des Tierheimes und in das Wohl der Tiere.

Dass das Interesse auch gestern wieder groß war, freute nicht nur Sabine Hegemann, sondern auch die stellvertretende Vorsitzende des Tierschutzvereins, Anke Christensen. „Wir sind auf Spenden angewiesen“, betonten beide unisono und wiesen auf anstehende bauliche Maßnahmen hin. So sollte eigentlich gestern die neue Heizung in Betrieb genommen werden – doch es gab Lieferschwierigkeiten. Die neue Heizung sei eine dringende Notwendigkeit. Die alte sei marode und streike oft.

Angesichts der knappen Finanzen des Vereins war es die ehrenamtliche Mitarbeiterin Eva Uhlenbruch aus Kappeln, die ein Spendenprojekt unter dem Stichwort „Nie mehr kalte Pfoten“ initiierte – mit Erfolg. Dank der Unterstützung vieler Geschäftsleute flossen in die Spendendosen fast 2000 Euro. Hinzu kamen mehrere Großspenden von Besuchern des Tierheims und der Heizungsbauer unterstützt das Vorhaben ebenfalls, so dass Kassenwartin Astrid Werner die Enden für das rund 10000 Euro teure Vorhaben zusammenbringt.

Doch damit der baulichen Maßnahmen nicht genug. Es müssen neue Zäune errichtet und die Wege ausgebessert werden. Das Kaninchenhaus steht vor seiner Vollendung, die Katzenvolieren benötigen eine neue Überdachung. Der alte Hundefreilauf bedarf der Renovierung, zudem ist ein neuer erforderlich.

14 Hunde, rund 40 Katzen, diverse Kaninchen, zwei Ponys und ein Esel: Das ist der aktuelle Bestand an Tierheimgästen. Das höre sich relativ wenig an, so Sabine Hegemann. Sie weiß aber, dass sich das bald ändern dürfte. So werde die Zahl der Fundtiere zunehmen – beispielsweise dann, wenn auf den Campingplätzen Saisonende ist.




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