Kommunalpolitik Kosel : Alle Stimmen für Keinberger

Die neue Gemeindevertretung: Ingo Wilde (v.l.), Margrit Riemer, Karsten Lassen, Hartmut Keinberger, Tobias Hansen, Ursula Bookmeyer, Manfred Hansen, Torsten König, Ina Möbius, Dr. Helmuth Knabe, Hans-Joachim Heide, Dr. Christiane Knabe und Bianka König.
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Die neue Gemeindevertretung: Ingo Wilde (v.l.), Margrit Riemer, Karsten Lassen, Hartmut Keinberger, Tobias Hansen, Ursula Bookmeyer, Manfred Hansen, Torsten König, Ina Möbius, Dr. Helmuth Knabe, Hans-Joachim Heide, Dr. Christiane Knabe und Bianka König.

Ina Möbius (Grüne) wird erste Bürgermeister-Stellvertreterin von Hartmut Keinberger (CDU) in Kosel.

Dirk_Steinmetz-8463.jpg von
20. Juni 2018, 06:39 Uhr

Kosel | Kosel Die absolute Mehrheit der Sitze hat die CDU in Kosel behalten, wenngleich die Fraktion um einen Sitz auf sieben Mitglieder gegenüber der Kommunalwahl 2013 sank. An der Wiederwahl von Amtsinhaber Hartmut Keinberger (CDU) änderte dies nichts. Bei der konstituierenden Sitzung der Gemeindevertretung am Montagabend wurde er einstimmig bei einer Enthaltung in geheimer Wahl als Bürgermeister wieder gewählt.

Nachdem er von Manfred Hansen (FWK) als ältestes Mitglied der Gemeindevertretung (an Stelle von Hartmut Keinberger) vereidigt wurde, dankte der alte und neue Bürgermeister für das Vertrauen. Er kündigte an, die nächsten fünf Jahre genauso aktiv zu sein, wie die zurückliegenden fünf Jahre. „Es macht mir Spaß, dieser Gemeinde zu dienen“, sagte Keinberger.

Zu seiner ersten Stellvertreterin wurde in geheimer Wahl Ina Möbius (Grüne) mit acht Ja-Stimmen, drei Enthaltungen und zwei ungültigen Stimmen gewählt. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hatte bei der Wahl im Mai soviele Stimmen bekommen, dass sich ihre Fraktion von zwei Sitzen auf vier Sitze verdoppeln konnte. Für das Amt der zweiten stellvertretenden Bürgermeisterin wurde in offener Wahl bei eigener Enthaltung Bianca König (CDU) gewählt.

Neu in die Gemeindevertretung eingezogen sind: Tobias Hansen, Karsten Lassen (CDU), Ina Möbius, Dr. Christiane Knabe, Ursula Bookmeyer und Dr. Helmuth Knabe (Bündnis 90/Die Grünen) sowie Manfred Hansen (FWK).

Aus der letzten Gemeindevertretung wurden zahlreiche Mitglieder verabschiedet. Ihnen dankte Keinberger für ihr Engagement für Kosel und seine Bürger. Aus der CDU-Fraktion wurden Michael Furtner (2003 bis 2018), Karl Naeve (2008 bis 2018) und Ulrike Rammer (2005 bis 2008 wählbarer Bürger, 2008 bis 2018, jetzt im Kreistag) verabschiedet. Von den Grünen wurde Wolfgang Kastens (2003 bis 2018, mit einem Jahr Unterbrechung als wählbarer Bürger) verabschiedet. Von den Freien Wählern gehören Silke Petersen (1998 bis 2001 wählbarer Bürger, 2001 bis 2008 Gemeindevertreter und von 2013 bis 2018 wählbarer Bürger) sowie Bernhard Wendt (2013 bis 2018) nicht mehr der Vertretung an. Sie waren zur Verabschiedung nicht vor Ort.

Neben der Wahl und Neubesetzung der Ämter standen bereits Sachthemen auf der Tagesordnung. So wurde der abschließende Beschluss für den Lärmaktionsplan getroffen. Zugleich wurde beschlossen, weitere zehn Fenster im Koseler Hof für 35 000 Euro zu ersetzten. Die Kosten sind so hoch, da es sich um Spezialanfertigungen handelt, informierte der Bürgermeister.

Gemeindevertretung Kosel


Fraktion CDU: Hartmut Keinberger, Tobias Hansen, Margrit Riemer, Karsten Lassen, Torsten König, Hans-Joachim Heide und Bianka König

Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen: Ina Möbius, Dr. Christine Knabe, Ursula Bookmeyer und Dr. Helmuth Knabe

Fraktion FWK: Manfred Hansen und Ingo Wilde

Bürgermeister: Hartmut Keinberger (CDU)

1. stellvertretende Bürgermeisterin: Ina Möbius (Grüne)

2. stellvertretende Bürgermeisterin: Bianka König (CDU)

Vorsitz Ausschuss Finanzen: Margrit Riemer (CDU)

Vorsitz Ausschuss Bauen, Wege und Umweltschutz: Ina Möbius (Grüne)

Vorsitz Ausschuss für Jugend, Sport und Soziales: Karsten Lassen (CDU)

Vorsitz Ausschuss Tourismus: Bianka König (CDU)

Vorsitz Ausschuss Kultur und Partnerschaft: Ingo Wilde (FWK)

Deponie:  Kosel gibt Geld für Rechtsberatung

 Kosel Die Gemeinde Kosel benötigt juristische Beratung hinsichtlich des Planfeststellungsverfahrens für die Errichtung einer Deponie der Klasse 1 am Standort B 76.  Zu diesem Schluss kam die neue Gemeindevertretung bei ihrer Sitzung am Montagabend. 

 Der Vorhabenbetreiber, die BRG Entsorgungsgesellschaft mbH & Co KG, ein Betrieb der Unternehmensgruppe Peter Glindemann, hatte Kosel über die Planung zur Errichtung   der Anlage informiert. Der Plan sieht den Bau  von Nebeneinrichtungen und technischen Anlagen vor. Die betroffene Fläche an der B 76 von rund 115000 Quadratmetern liegt auch auf Gammelbyer Gemeindegebiet. Dort bekommt die Gemeinde seit Jahren juristische Beratung. Auf Empfehlung des Amtes mache es Sinn, die selbe rechtliche Beratung auch für Kosel zu nutzen, sagte Bürgermeister Hartmut Keinberger. Er hatte für die selbe Kanzlei mit dem Hinweis geworben, dass diese  bereits mit der Materie vertraut sei, eine neue Kanzlei aber zunächst viele  zusätzliche (kostenpflichtige)  Arbeitsstunden aufwenden müsste, um den Wissensstand zu erreichen.

Im Prinzip herrschte Einigkeit im Gemeinderat, dass Kosel aktiv werden muss. In früheren Sitzungen hatte sich die Gemeinde bereits grundsätzlich gegen das geplante Vorhaben ausgesprochen. Ina Möbius (Grüne) gab zu Bedenken, dass ihre Fraktion die vorgeschlagene Kanzlei nicht kenne. Sie wünschten vor der Beauftragung mehr Informationen, am Bedarf an einer Rechtsberatung ändere das nichts.  Die Vertretung beschloss bei einer Enthaltung, dass zunächst 10000 Euro  für die rechtliche Beratung im Nachtragshaushalt 2018 bereitgestellt werden und das  die Auswahl der zu wählenden Kanzlei noch   beraten wird. dis

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