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Mitgliederversammlung Aktiv Region : Aktiv-Region mit neuer Spitze

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Matthias Hannes Meins ist zum neuen Vorsitzenden der Aktiv-Region gewählt worden. Dr. Dieter Kuhn löst als neuer Regionalmanager Max Triphaus ab. Seit 2008 wurden rund 5,4 Millionen Euro an Fördergelder eingeworben.

shz.de von
erstellt am 20.Aug.2013 | 20:17 Uhr

Sie haben der Aktiv Region ihren Stempel aufgedrückt: die Vorsitzende Christiane Ostermeyer und Regionalmanager Max Triphaus. Beide sind am Montagabend auf der Mitgliederversammlung aus ihren Ämtern verabschiedet worden. Triphaus schied bereits zum 1. Juli als Regionalmanager aus, wechselte als Geschäftsführer zur Ostseefjord-Schlei GmbH. Sein Nachfolger ist Dr. Dieter Kuhn. „Du hast das Regionalmanagement mit Leben gefüllt“, lobte Ostermeyer Triphaus’. Fachlich kompetent habe der 37-Jährige die Region in den vergangenen fünf Jahren geleitet.

Auch Christiane Ostermeyer zog sich aus dem geschäftsführenden Vorstand zurück. Neuer Vorsitzender ist Matthias Hannes Meins, Amtsdirektor Dänischer Wohld. Er war bislang erster Stellvertreter. Die Aktiv Region trage klar die Handschrift der Owschlagerin, sagte Meins. Ihr sei es zu verdanken, dass Eckernförde, die Hüttener Berge und der Dänische Wohld eng zusammengewachsen seien. Meins Stellvertreter sind Eckernfördes Bürgermeister Jörg Sibbel und der Direktor aus dem Amt Hüttener Berge, Andreas Betz. Den Vorstand komplettieren so genannte WiSo-Partner, die Partner aus Wirtschaft und Sozialem: Günther Hoffmann (Tourismus), Sylvia Eisenberg (Soziales), Reiner Fichter (Wirtschaft), Karola Sieh-Petersen (Landwirtschaft) und Michael Packschies (Umwelt). Ausgeschieden sind Dietrich Lindenau und Wulf-Dieter Stark-Wulf. Carlo Ehrich rückt für Jens Ruge (beide Altenholz) in den Vorstand.

In einem Rückblick erinnerte Max Triphaus noch einmal an die Projekte, die seit 2009 umgesetzt oder zumindest auf den weg gebracht wurden. Allein in 2012 wurden rund zwei Millionen Euro an Fördergelder akquiriert werden, das daraus resultierende Investitionsvolumen betrug knapp vier Millionen Euro. Insgesamt waren das in den vergangenen Jahren Fördergelder von rund 5,4 Millionen und ein Investitionsvolumen von gut 15 Millionen Euro. Zwar stehen der Aktiv Region nur ein Grundbudget von 300 000 Euro pro Jahr zur Verfügung, jedoch konnten Fördertöpfe, wie der Europäische Fischereifonds und aus der Health-Check-Förderung sowie dem ländlichen Wegebau Gelder eingeworben werden.

In diesem Jahr hat die Bürgerbegegnungsstätte in Klein Wittensee mit Spiel- und Boule Platz sowie Fitnessparcours rund um den Wittensee sowie das Nahversorgungskonzept für die Ladenzeile in Altenholz eine Förderzusage erhalten. Ob auch für den Anbau eines Mehrzweckraums an das Sportheim in Surendorfer und für den Bürgerpark an der Kronsau in Osdorf Gelder zur Verfügung stehen werden, ist fraglich, da die eigenen Mittel mit 160 000 Euro überzeichnet sind . „Es bleibt abzuwarten, ob Gelder aus anderen Aktiv-Region ungenutzt zurückfließen“, sagte Triphaus.

Sein Nachfolger ist Dieter Kuhn, der auch mit seinem Büro Agenda-Regio Manager die Aktiv Region Alsterland (Kreis Stormarn/Kreis Segeberg) managt , rechnet damit, dass in 2015 die nächste Förderperiode beginnt. Sein Vertrag läuft bis Ende 2014. Kuhns Assistentinnen sind Regina Wenner und Stefanie Gravert. Im Herbst würden die Finanzberatungen der EU beginnen, bevor feststehe, wieviel Geld verteilt, werden könne, sagte Kuhn. 2014 sei daher als Übergangsjahr anzusehen, in der die Aktiv Region sich aufstellen und neue Förderschwerpunkte aufstellen müsse.

Wofür das Geld in den vergangenen Jahren eingesetzt wurde und wie sich die Projekte entwickelten, erläuterten zu Beginn der Versammlung vier Projektträger. Eines der ersten Projekte, das umgesetzt wurden, ist das „verrückte Haus“ im Gettorfer Tierpark. Betreiber Dirk Oster eröffnete 2010 das Gebäude, das auf dem First steht und in dessen Inneren sämtliche Gesetze der Schwerkraft ausgehebelt erscheinen. Nach rund 30 000 Besuchern im ersten Jahr seien es jetzt, gut 20 000 Besucher. Mittlerweile hat Oster gemeinsam mit seinen Söhnen Jan und Jörg weitere Häuser in Bispingen und Leipzig auf den Kopf stellen lassen. Ein weiteres soll in Oberhausen gedreht werden.

Die Rettung der Meeressäuger hat sich Claus Müller vom Eckernförder Ostsee-Info-Center (OIC) auf die Fahnen geschrieben und das Projekt schweinswalfreundliche Bucht initiiert. In enger Kooperation mit den Fischern werden alternative Fangmethoden getestet. „Die Stellnetzfischerei gilt als Hauptursache für die Totfunde“, sagte Müller. Von denen gebe es pro Jahr bis zu 50 von Kappeln bis nach Bülk. Alternative Methoden, wie Fallen, eine Beschallung Warntöne oder Reflektoren hätten noch nicht den gewünschten Erfolg gebracht.

Kai Porath von der Firma Denker & Wulf stellte den Infopark vor, der vor einem Jahr auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände eröffnet wurde. An der Freiflächen-Solaranlage, dem Windhaus und dem Kugelgarten lernen die Besucher die Bedeutung und den Nutzen der regenerativen Energien kennen.

Am 31. Oktober soll die Aschberg-Lodge eröffnen. Günther Hoffmann, Geschäftsführer der Aschberg-Akademie berichtete der Versammlung über den aktuellen Stand der Arbeiten, die im Mai 2012 begonnen haben. Rund 13 Millionen Euro wird die Firma Globetrotter in das Projekt mit Seminargebäude, Hotel, Gastronomie, Aussichtsturm und Jugendgästehaus investiert. Hinzu kommt ein Bootshaus am Bistensee.

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