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Denk-Olympiade : Aktionstag zeigt: „Mathe kann durchaus Spaß machen“

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Dritter Mathetag an der Grundschule Osdorf fordert 149 Kinder heraus

shz.de von
erstellt am 19.Feb.2015 | 06:00 Uhr

Osdorf | Mathematik gilt gemeinhin als staubtrocken und langweilig. Mit diesem Vorurteil möchte die Grundschule Osdorf aufräumen und veranstaltete in diesem Jahr zum dritten Mal den Mathetag für die erste bis vierte Klasse der beiden Schulstandorte Osdorf und Felm. An insgesamt 13 Stationen unterschiedlicher Themenbereiche lösten die Kinder im Team Aufgaben, die Einfallsreichtum und Logik erforderten.

In Vierergruppen aufgeteilt konnten die insgesamt 149 Kinder selbstständig entscheiden, in welcher Reihenfolge sie die Aufgaben der 13 verschiedenen Themenräume wie „Denken und Knobeln“, „Bauen mit Lego“ oder „Gedächtnis“ lösen wollten. Über die Zusammensetzung des Teams entschied das Los, erklärt Mathe- und Religionslehrerin Mara Tiedemann: „Die Gruppen sind im Idealfall jahrgangs- und schulübergreifend gemischt, so dass sich maximal zwei Kinder in der Gruppe kennen.“ Natürlich brauchte jedes Team einen Namen. Neben „Mathe-Meister“ und „Die 4 Schlauis“, bewiesen auch „Die Taschenrechner“ und „Die Mathe-Schinis“ große Kreativität. Diese war auch bei den 13 Aufgaben nötig. Denn mit verschultem Matheunterricht hatte der Mathetag der Grundschule Osdorf nichts zu tun: „Die Schüler müssen Knobeln, Ideen entwickeln und vor allem ganz viel ausprobieren“, erklärte Mara Tiedemann. Im Raum zum Thema „Messen“ etwa mussten die Kinder eine Lösung finden, nur mithilfe eines Reifens und dessen vorgegebenen Umfangs, eine Strecke auszumessen.

In jedem Themenraum mussten die Gruppen zudem den Schwierigkeitsgrad der bevorstehenden Aufgabe wählen. Keine einfache Entscheidung, sicherte doch der höchste Anforderungsgrad bei Bestehen der Aufgabe drei Punkte und der niedrigste nur einen Punkt.

Im Raum „Computer-Käfer“ erwartete die Kinder Frank Huch und der digitale Marienkäfer Kara. Beruflich setzte sich der Universitätsdozent für Informatik lange mit der Frage auseinander, wie Informatikunterricht an Schulen aussehen sollte. So entwickelte er mit Marienkäfer Kara eine reduzierte Form des Programmierens für Kinder: Auf einem Rasterfeld befinden sich unregelmäßig verteilte Hindernisse, ein Kleeblatt und ein Marienkäfer. Mithilfe dreier Tasten (vorwärts, rechts, links) mussten die Viererteams nun einen Weg programmieren, auf dem Kara zum Kleeblatt gelangen konnte. Mae-Lynn, Janneke, Bennett und Hugo fanden es ganz schön schwierig, die Richtungsänderungen aus Sicht des Marienkäfers zu programmieren. Aber beim zweiten Versuch haben sie es dann geschafft und freuten sich über zwei Punkte. Frank Huch ist, wie viele andere Eltern an diesem Tag, Betreuer für einen Raum. Mara Tiedemann ist für diese Unterstützung dankbar: „Von neun Lehrern sind drei erkrankt. Es ist große Klasse, dass die Eltern uns bei der Betreuung der Themenbereiche so helfen.“

Die Bilanz der Mathetage spreche für sich, sagt die Mathe- und Religionslehrerin: „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass beim Mathetag häufig die Kinder zum Zug kommen und hervorstechen, die sonst vielleicht Probleme mit dem Einmaleins haben.“ Trotzdem sei das Ziel des Mathetages nicht ausschließlich, Mathe spielerisch zu vermitteln. Es ginge vor allem „um die Teambildung und das Kennenlernen“, so Tiedemann. Das Wichtigste sei, dass die Kinder Freude haben. „Denn Mathe kann durchaus Spaß machen.“

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