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Eckernförder Zeitung

14. Dezember 2017 | 18:23 Uhr

Mühle Anna : Akkurat und gepflegt ins neue Jahr

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Erfolgreiches Mühlenjahr 2015 / Fast 2600 Besucher und 27 Trauungen im Vorjahr / Tatkräftige Mitglieder packen an und renovieren eifrig.

von
erstellt am 08.Jan.2016 | 16:30 Uhr

Rieseby | Sehr gepflegt und strahlend-weiß – so präsentierten sich die Mühle Anna und die Alte Sägerei auch im Jahr 2015 den Besuchern. Der Verein für Museums- und Chronikarbeit Rieseby blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Zwar sei die absolute Zahl an Besuchern geringer als im Vorjahr, wie Vorsitzender Karl-Heinz Lappöhn berichtete, dennoch sei der Verein sehr aktiv gewesen.

Fast 2600 Besucher machten in 2015 Station an der Mühle und erlebten informative und unterhaltsame Stunden in den historischen Gebäuden. Im Jahr zuvor waren es 3537 Besucher gewesen, aber, und das sei ein wichtiger Grund, so Lappöhn, es fand der große Standmotorentag statt. Da er nur alle zwei Jahre veranstaltet wird, fehlten in der Statistik des Vorjahres rund 500 Besucher.


Mühle Anna ein Anziehungspunkt


Anziehungspunkt war die Mühle besonders für Busgruppen, Radfahrer und Hochzeitspaare. Auf Wunsch wurden die Gruppen und auch Einzelbesucher durch die Ausstellung geführt, wobei sich viele schöne Gespräche entwickelten. „Es macht einfach Spaß“, so Lappöhn. Zudem fanden mit 27 Trauungen fast eine Handvoll mehr statt, als 2014.

Höhepunkt war der Mühlentag am Pfingstmontag. Besonders verwöhnt wurden die Besucher dabei mit frisch gebackenem Schwarzbrot, Brezeln und Handpizza, die unter der Regie von Heiko Ulrich im neuen Holzbackofen gebacken wurden. Doch hier, wie bei anderen Gelegenheiten, mussten die Aktiven des Vereins mit schlechtem Wetter und Wind klar kommen. So waren große Zelte am Mühlentag auf dem Mühlenplatz aufgestellt worden, damit es etwas wärmer und windgeschützter war. Einen großen Dank schickt der Verein an Reiner Köhn, der wie in den Vorjahren seine Koppel als Parkplatz bereitstellte, so Lappöhn. Egal bei welcher Angelegenheit, immer wieder würden sie gesagt bekommen, wie gepflegt und sauber ihre Anlagen seie, berichtete Lappöhn.

Damit es immer gepflegt und sauber ist, und alle Objekte in gutem Zustand sind, wird viel gewerkelt. So konnte Lappöhn, der seit 2013 Vorsitzender ist, eine Reihe von neuen Mitstreitern in den Verein holen. Zuletzt waren dies Norbert Hansen, Horst Lemburg, Peter Merten und Werner Krüger. Jeden Dienstag ist Arbeitstag an der Mühle. Inzwischen kämen zehn bis zwölf Mann, sagte Lappöhn glücklich über die Entwicklung. So wurden schon sämtliche Fenster an der Sägerei neu gemalt, zwei Fenster ersetzt und auch an den Nebengebäuden gebaut.

Die langjährige Tradition des Vereins, jährlich irgend etwas neu zu bauen, wurde fortgesetzt. So entstand in Eigenleistung ein Schuppenanbau an die Remise, wo nun Material und Holz für den Betrieb des neuen Brotofens gelagert werden können. „Wir haben aber kaum noch Platz, etwas größeres zu bauen“, stellte Lappöhn fest. So würden sie gerne die zahlreichen Standmotoren, die derzeit noch woanders untergestellt seien, auch an die Mühle holen. Aber es fehle der Platz.

Mit dem Punschnachmittag am vierten Advent für Mitglieder, Freunde und Sponsoren, endete die Saison 2015. Die vermutlich letzte Spende des Jahres übergaben dabei mit 500 Euro Heidi und Holli Schröder aus dem benachbarten Atelier im Mühlenhaus (wir berichteten). Geld, das der Verein dringend braucht, wie Lappöhn berichtete, denn alle Renovierungen an der Alten Sägerei finanziert der Verein selber.

Für 2016 hat der Verein bereits wieder ein buntes Programm vorbereitet. Den Auftakt macht am letzten Donnerstag im Januar der plattdeutsche Abend. Fest eingeplant ist natürlich der Deutsche Mühlentag am Pfingstmontag sowie in diesem Jahr wieder ein Standmotorentag Anfang September.


Standmotorentag wieder im September


Darüber hinaus sind wieder Vorträge geplant, die jeweils am letzten Donnerstag im Monat ab 19.30 Uhr in der Mühle stattfinden, so Lappöhn. Für 2016 hat der Verein die Hoffnung, dass gegenüber der Mühleneinfahrt, vielleicht in Kombination mit der Umsetzung des „Riesen von Rieseby“, ein kleiner Parkplatz eingerichtet werden könnte, das wäre eine Bereicherung, so Lappöhn.

Nun ist die Mühle in der Winterpause. Das bedeutet, das die Bücherstube „Fundgrube“ in der Alten Post erst wieder am 5. Februar öffnet. Das Museum „Mühle Anna“ macht seine Türen erst wieder am 26. März, dann von 14 bis 17 Uhr auf. Gruppenführungen und Termine sind aber möglich, Infos unter Tel. 04355/1244.

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