zur Navigation springen

Mit der Milan unterwegs : Ahoi: Segeltörn durch die Karibik

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Halbzeit für die Fleckebyer Segelyacht Milan in der Karibik / Skipper Andreas Tietzsch schwärmt von der Natur, den Menschen und dem Segeln

Fleckeby | Seit vielen Jahren organisiert der Wassersportverein Fleckeby (WSF) Segeltörns für Jugendliche mit der knapp zwölf Meter langen Segelyacht MILAN in europäischen Gewässern von Spanien bis Finnland. Doch die aktuelle Reise ist eine ganz besondere. Am 27. August 2016 verabschiedeten Freunde und Vereinsmitglieder Skipper Andreas Tietzsch und seine Yacht, die Milan. Sein Ziel: die Karibik, die geplante Rückkehr im Heimathafen: in einem Jahr. Mittlerweile sind Tietzsch und seine Crew, die während des rund einjährigen und 12  000 Seemeilen langen Törns regelmäßig wechselt, gut sechs Monate unterwegs. Auch Andreas Tietzschs Frau Doris kam vor wenigen Wochen an Bord.

Nach dem Start ging es zunächst durch den Nord-Ostsee-Kanal nach Helgoland, anschließend nach Dover/Großbritannien. „Wichtig war, schnell das Capo Finisterre, die Nordwestecke Spaniens zu passieren, um in die für uns günstigen Winde zu gelangen“, berichtete Tietzsch. So wurde die Biscaya nach La Coruna gequert und dann ging es die Küste entlang mit Stopps in den Häfen Muros - Bayona - Viana do Castelo - Porto nach Lissabon.

Das nächste Ziel war Madeira. Nur zu Zweit – mit WSF-Vereinskamerad Lutz Carstens – segelten sie in die Richtung der Blumeninsel. Nach zehn Tagen auf der Insel und einer Bergwanderung trieb der Wind die Milan zu den Kanaren nach Teneriffa. Hier musste das Boot mit einigen 100 Kilogramm Lebensmitteln für die Atlantiküberquerung aufgefüllt werden. „Auf den Kapverdischen Inseln Sal, Boavista und Sao Vincente gingen nicht nur die Uhren anders“, erinnert sich der Skipper. Man tauchte in eine andere Welt ein: Ruhe, Gelassenheit, aber auch Armut und lästige Reiseformalitäten. In Mindelo wurde die Verpflegung für die nächsten Segelwochen ergänzt.

„Gleichzeitig mit der Regatta Atlantic Race For Cruiser (ARC) liefen wir aus Mindelo aus.“ Ziel der ARC war St. Lucia. Bereits am nächsten Morgen waren die rund 80 Boote in der Weite des Atlantiks verschwunden. Die Milan zog allein ihre Spur unter Passatbesegelung durchs Wasser. Immer wieder von Achtern aufkommende Gewitter-und Regenfronten brachten die Crew nicht aus der Ruhe. „Abwechslung bereiteten uns Delfine, ein Wal mit Jungtier, die die Milan neugierig umkreisten.“ Beeindruckend seien auch die Sonnenauf- und Untergänge, der Sternenhimmel, die heißen Sonnentage auf See und auch das Baden bei 5000 Meter Wassertiefe gewesen.

Nach 16 Seetagen wurde Bridgetown auf Barbados erreicht, dann das südlichste Ziel, Barbados. Die Karibik war erreicht. Die täglichen Segelstrecken wurden nun kurz, Inselhopping war angesagt. Sie segelten von Grenada an nordwärts, besuchten die Grenadines, St. Vincent, St. Lucia, Martinique, Dominica, Guadeloupe, Antigua, Barbuda, Montserrat, Nevis, St. Kitts und jetzt St. Eustatius sowie Saba. Häfen gab es nur wenige, so wurde hauptsächlich in Buchten an den Süd- und Westküsten der Inseln geankert. Buchten mit den klangvolle Namen wie Wallilabou Bay, Prince Roupert Bay oder Mayreau Bay waren nicht nur die Ankerorte, sondern auch Kulisse für die Filme „Fluch der Karibik“. „Temperaturen um die 30 Grad Celsius und blaues Wasser sind toll, aber auch tropische Regengüsse und stürmisches Wetter sind zu ertragen“, berichtet Andreas Tietzsch.

Nun liegen noch über 6500 Seemeilen im Kielwasser und langsam geht der Gedanke bereits an die Rücktour, die der Jugendwart vom WSF, Dennis Pardun, auf der Milan mitsegeln wird. Am 27. Juni will die Crew wieder den Hafen von Fleckeby erreichen. 

>Wer mehr zu dieser Segelreise erfahren möchte, kann dies im Internet unter "milan.tietzsch.com"

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 18.Feb.2017 | 06:06 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen