Landwirtschaftsmesse : Agrar-Scout auf der Grünen Woche

Agrar-Scout Jenny Matthiesen (l.) hat den Besuchern der Grünen Woche erklärt, wie in der heutigen Landwirtschaft Nahrungsmittel produziert werden.
Agrar-Scout Jenny Matthiesen (l.) hat den Besuchern der Grünen Woche erklärt, wie in der heutigen Landwirtschaft Nahrungsmittel produziert werden.

Jenny Matthiesen aus Sehestedt hat Besuchern der Messe in Berlin die moderne Landwirtschaft erklärt.

shz.de von
30. Januar 2018, 05:59 Uhr

Sehestedt | Jenny Matthiesen hat es nach dem Agrarstudium nach Niedersachsen verschlagen. Jetzt hat die ehemalige Sehestedterin ihr Fachwissen aus Ackerbau und Pflanzenzüchtung mit auf die Grüne Woche in Berlin gebracht: Sie ist einer von rund 100 Agrar-Scouts, die während der zehn Messetage zwischen dem 19. und 28. Januar auf dem ErlebnisBauernhof in Halle 3.2 als Dialog-Partner für die Besucher zur Verfügung standen. Jenny Matthiesen führte am vergangenen Sonnabend durch die Halle.

Viele Städter wissen heute nicht mehr, wie ihre Nahrungsmittel erzeugt werden und wie es in einem landwirtschaftlichen Betrieb überhaupt aussieht. Trotzdem wächst das Bewusstsein für gute Ernährung und die Anspruchshaltung an eine moderne Landwirtschaft, die nicht nur in ausreichender Menge erzeugt, sondern nachhaltig und verantwortungsvoll mit Tier und Umwelt umgeht.

Die Internationale Grüne Woche in Berlin zählt zu den weltweit wichtigsten Agrar- und Ernährungsmessen. Hier informieren sich die Städter über die moderne Landwirtschaft. Die perfekte Gelegenheit für Landwirte aus ganz Deutschland, für Fragen, Wünsche und Anregungen der Verbraucher zur Verfügung zu stehen und persönliche Einblicke in ihre Arbeit im Ackerbau-, Milchvieh- oder Schweinemastbetrieb zu geben.

Jenny Matthiesen ist eine von ihnen. Ihre Motivation: „Ich möchte, dass nicht nur über uns, sondern mit uns geredet wird. Schön, dass das Forum Moderne Landwirtschaft uns dabei unterstützt, in Berlin mit den Menschen in den Dialog zu kommen und ein gutes Stück über unsere Arbeit aufzuklären. Ich freue mich aber auch darauf, besser zu verstehen, was den Verbrauchern in den Städten auf dem Herzen liegt und was sie sich von der Landwirtschaft wünschen.“

Zwei Tage fuhr sie dafür in die Bundeshauptstadt. Am ersten Tag wurde sie in einer Schulung fit für den Dialog mit dem Verbraucher gemacht. Am zweiten Tag, dem 27. Januar, war sie dann als Agrar-Scout den ganzen Tag auf dem Erlebnisbauernhof, hat bei Führungen aus ihrer Berufs-Praxis erzählt und interessierten Besuchern ihre Fragen beantwortet.

Der ErlebnisBauerhof ist moderne Landwirtschaft zum Schauen, Schmecken und Fühlen. Mehrere Erlebnis-Stationen von rund 60 Organisationen und Unternehmen aus der Agrarbranche geben authentische Einblicke, wie heute Tiere gehalten, Pflanzen produziert, Dünger ausgebracht und weitere innovative Technologien eingesetzt werden. Ziel des Formates ist es, den Dialog zwischen Bürgern und modernen Landwirten zu stärken, insbesondere im städtischen Raum.


Über die Agrar-Scouts

Seit Januar 2016 bestärkt das Forum Moderne Landwirtschaft in Berlin Landwirte und Agrarstudenten mit einem Training darin, auf Verbraucher zuzugehen, sich ihren Fragen zu widmen und mit ihnen in einen gemeinsamen Dialog über die Landwirtschaft zu treten. Auf jede professionelle Schulung folgt immer mindestens ein Praxis-Tag auf einer Veranstaltung im städtischen Raum. Mehr als 350 Agrar-Scouts sind heute regelmäßig im Einsatz. Mehrere Zehntausend Gespräche mit Verbrauchern wurden bereits geführt.




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