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Eckernförder Zeitung

18. August 2017 | 22:57 Uhr

AG soll Internet flottmachen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Gemeindevertretung verweist Mohrberger Weg-Sanierung an Bauausschuss / AG für Internetanschluss

Der Förderbescheid für den Ausbau des Mohrberger Weges im Rahmen des Kernwegeprojektes der EU liegt jetzt vor. Nachdem der Bauausschuss eine Entscheidung über die Ausbauvarianten – Komplettausbau, teilweiser Ausbau oder Ablehnung – vertagt hatte, muss diese Entscheidung nun nachgeholt werden. Die Gemeindevertretung hat den Bauausschuss daher erneut beauftragt, sich mit dem Thema zu befassen.

Der im Bauausschuss formulierte Wunsch, dass vor dem möglichen Baustart eine Straßenausbaubeitragssatzung erlassen sein soll, ist nach Ansicht von Godber Peters, Leiter Abteilung Finanzen im Amt Schlei-Ostsee, nicht zu erfüllen. Die Bauabteilung erarbeite gerade drei Satzungen und sei damit sehr gut beschäftigt. Die Barkelsbyer Satzung noch bis spätestens Mitte November – denn da soll über den Ausbau endgültig entschieden werden – dazwischen zu schieben, sei unrealistisch. Die Satzung müsste zu dem Zeitpunkt rechtlich noch nicht fertig sein, es würde reichen, dass sie vor dem Abschluss einer möglichen Straßensanierung vorhanden ist, um dann die Anlieger an den Ausbaubeiträgen zu beteiligen. Die Entscheidung, ob die Straße komplett unter Einbeziehung von Zuschüssen und Anliegerbeiträgen ausgebaut werden soll oder zunächst nur ein Teilabschnitt in Angriff genommen wird, ist unabhängig von der Satzungsentscheidung, sagte Peters. Der Bauausschuss wurde zudem beauftragt, im Zuge der Beratung über den Mohrberger Weg auch über den Antrag eines Anliegers zu befinden, der vorschlug, nur einen Teil des Verbindungsweges auszubauen.

Akuten Handlungsbedarf machte SPD-Fraktionsvorsitzender Oliver Nießler hinsichtlich der Versorgung mit schnellem Internet in Barkelsby aus. Nießler: „Zwar verfügt Barkelsby über eine Grundversorgung, doch das ist in vielen Fällen nicht ausreichend und schon gar nicht zukunftsfähig“. Er schlug die Bildung einer Arbeitsgruppe vor, die mit Vertretern aus den Fraktionen und unter Zuhilfenahme von externen Fachleuten Ideen und Möglichkeiten einer besseren Internetversorgung erarbeiten sollen. Ergebnisse sollen dann den Gemeindegremien vorgestellt werden, über die dann Beschlüsse gefasst werden können. Unterstützung bekam Nießler von Dr. Andreas Greis und auch Sönke Greve (beide FWB), die auf die Bedeutung des schnellen Internets gerade auch als Standortfaktor für Bürger und Betriebe für den Ort hinwiesen. Man sei fast gezwungen, selbst an einer Lösung zu arbeiten, sonst gerate die Gemeinde ins Hintertreffen, so Greis. Einstimmig wurde die Arbeitsgruppe begründet, die Teilnehmer werden von den Fraktionen noch benannt. Nießler bot sich an, die Gruppe zu leiten. Er hatte im Vorfeld schon recherchiert und festgestellt, dass eine LTE-Lösung nur eine Ergänzung sein könne. Wie bei einem Flaschenhals würde die Leistung bei vielen gleichzeitigen Nutzern des Netzes die Übertragungsraten des Internets über Funk stark einschränken. Damit wäre der Gemeinde vermutlich auch nicht geholfen, so Nießler. Letztlich gehe an Glasfaser wegen der hohen und schnellen Datenleistung vermutlich kein Weg vorbei. Als Beispiel nannte er den Breitband-Zweckverband der südöstlich Eckernfördes gelegenen Ämter. Als ein erster Schritt könnte vielleicht der Verzweigerpunkt im Ort an ein Glasfaserkabel angeschlossen werden. Details, technische Möglichkeiten und auch Aussagen zu den Kosten des Netzausbaus soll aber die Arbeitsgruppe ermitteln.

Als neues Mitglied für die Verbandsversammlung des Wasserbeschaffungsverbands Mittelschwansen wurde Holger Hinrichsen gewählt. Die Wahl wurde nötig, da Bürgermeister Fritz Blaas zum stellvertretenden Vorsitzenden des Verbands gewählt worden war.

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erstellt am 10.Sep.2013 | 06:00 Uhr

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