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Eckernförder Zeitung

18. August 2017 | 23:00 Uhr

Adrenalinschub für geschwächte Körper

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Beine sind schwer, der Puls rast. Atmen scheint kaum noch möglich und die Abkürzung durch den Wald ruft laut meinen Namen. Es ist fast dunkel und der Wald scheint heut besonders bedrohlich. Was solls, entweder eine Stunde länger unterwegs, weil man über kurz oder lang doch ins Gehen wechseln muss oder die letzten Meter durch den Wald zurücklegen. Da wird schon nichts passieren, läuft man doch sonst auch bedenkenlos hindurch. Die Bäume werden dichter, der Weg immer länger und das Licht im dunkler. War der Weg nicht sonst kürzer? Es knarrt ein Ast, habe ich da eine Bewegung gesehen? Die müden Beine erfahren plötzlich einen Adrenalinschub. Hatte man vor zwei Minuten noch das Gefühl weiterlaufen wäre unmöglich, rennt man jetzt wie von der Tarantel gestochen. Das Ende des Waldes vor Augen wird nochmal Tempo draufgelegt, bloß raus aus der dunklen Gefahr. Am Waldesrand stell ich erleichtert fest: Ich lebe noch und ich fühle mich gut nach dem ungeplanten Sprint. Unglaublich, was mein vermeintlich geschwächter Körper noch für Reserven bietet.

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von
erstellt am 02.Sep.2013 | 00:33 Uhr

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