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Feuerwehr Güby ganz bürgernah : Achtung: Wasser löscht nicht jedes Feuer

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Tag der offenen Tür und Maifeier bei der Freiwilligen Feuerwehr in Güby / Ehrung für Wolfgang Tirs

Güby | Die Feuerwehr übt zwar nach wie vor eine große Faszination aus, doch wie bei fast allen Ehrenämtern, mangelt es auch dort an Nachwuchs. Aus diesem Grund veranstaltet die Gübyer Feuerwehr einen Tag der offenen Tür rund um das Gerätehaus. Damit auch ja keiner in der Gemeinde den Termin verpasste, fuhr Wehrführer Stephan Koch zu Beginn des Aktionstages durchs Dorf, um die Bürger anzusprechen oder sogar gleich mitzunehmen.

Die Brandschützer hatten ihre Fahrzeuge aus der Halle geholt und so konnten die Besucher die Technik des Tragkraftspritzenfahrzeuges (TSF-W) und des Mittleren Löschfahrzeuges (MLF) kennenlernen. Außerdem hatte das THW aus Louisenlund das Rettungsboot zur Schau gestellt. Das MLF hat die Gübyer Wehr im vergangenen Jahr bekommen. „Es ermöglicht unseren Atemschutzträgern, sich bereits während der Fahrt umzuziehen“, betonte Koch.

Die größte Interesse der Besucher galt aber den Vorführungen. Immer wieder kommt es in Haushalten zu Fettbränden. Meistens ist der Grund derselbe: Fette oder Öle werden überhitzt und geraten in Brand. Der erste Gedanke, der den meisten Menschen durch den Kopf schießen wird ist mit Sicherheit, „einen Eimer Wasser nehmen und auf die Flammen schütten“. Doch Achtung, genau dies kann katastrophale Folgen haben, wie Stephan Koch und Carsten Kuczma eindrucksvoll demonstrierten. Der Löschversuch entzündete ein brennendes Inferno. Wasser verdampft und winzige Tröpfchen brennenden Fetts verbinden sich mit dem Wasserdampf, so dass eine gewaltige Flamme entsteht.

Außerdem heizten die beiden Feuerwehrmänner einer Spraydose so lange ein, bis sie mit lautem Knall und einer hohen Stichflamme explodierte. Ohne den sichernden Käfig wäre das Deo zu einem gefährlichen Geschoss geworden. Eine Warnung an alle Besucher, die schon einmal darüber nachgedacht haben, Spraydosen in ein offenes Feuer zu werfen.

Auf der Maifeier am Abend wurde der stellvertretende Wehrführer Wolfgang Tirs für 25-jährige aktive Mitgliedschaft mit dem Brandschutzehrenabzeichen in Silber geehrt. 

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erstellt am 16.Mai.2017 | 06:47 Uhr

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