Altenholz : Acht Stimmen und ein etwas anderes Weihnachtskonzert

Zum „Mele Kalikimaka“ - „Fröhliche Weihnachten“ auf hawaiianisch - passten auch Sonnenbrillen und Blumenketten, wie Gabriela von Hanneken (v.l.), Susanne Rostock, Sabine von der Wehl und Sabine Klöß bewiesen.
Zum „Mele Kalikimaka“ - „Fröhliche Weihnachten“ auf hawaiianisch - passten auch Sonnenbrillen und Blumenketten, wie Gabriela von Hanneken (v.l.), Susanne Rostock, Sabine von der Wehl und Sabine Klöß bewiesen.

Eight Voices begeistern mit ihrem Programm im Eivind-Berggrav-Zentrum

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08. Dezember 2014, 06:00 Uhr

Zweite Kerze am Adventskranz im Eivind-Berggrav-Zentrum – zweites Advents- respektive Weihnachtskonzert. Nach dem überzeugenden Bach-Konzert am ersten Advent ging es ebenso überzeugend weiter. Allerdings mit einem vollkommen anderen Genre – das diesjährige Weihnachtskonzert der A-cappella-Gruppe „Eight Voices“ unter Leitung von Claus Merdingen stand auf dem Programm, und fast kein Stuhl war in der Kirche mehr frei.

Etwa 50 Weihnachtstitel gehören zum Repertoire des Chors, welche im jährlichen Zyklus wechseln, wobei pro Jahr zwei bis drei Titel neu hinzukommen, wie Claus Merdingen, der die 2002 gegründete Gruppe am E-Piano begleitet und auch die Arrangements schreibt, sagte. Und so kam es, dass die Besucher teils neue Stücke zu hören bekamen, teils aber auch Altbekanntes, wobei es sich dabei um Songs handelte, die man gern jedes Jahr aufs Neue hören kann, ohne dass es langweilig wird. Im Gegenteil: Es sind die Stücke, die den Zuhörer immer wieder mitreißen, ihn zum Mitsingen und zum rhythmischen Klatschen animieren.
Lieder rund um Santa Claus und um Maria, ruhige Stücke wie „X-mas time is here“ oder „Little Altar Boy“, aber auch schwungvoll und teils rockig wie beim „Jingle Bell Rock“, bei Louis Armstrongs „Zat you, Santa Claus“ oder „Santa came in the Spring“, bekanntgeworden durch Benny Goodman. Das Klatschen, Wiegen, Fingerschnippen und angedeutete Tanzen, was bei den „Acht Stimmen“ stets dazugehört, übertrug sich von Anbeginn auf die Zuschauer, wenn auch zaghaft. Beim Klassiker, dem im Latin-Rhythmus gehaltenen spanischen Weihnachtslied „Feliz Navidad“: Es wurde mitgeklatscht und der Refrain gar mitgesungen. Und so liefen die acht Sängerinnen und Sänger zu Hochformen auf, und die Requisiten kamen vermehrt zum Einsatz. Etwa als das Männerquartett (Claus Merdingen, Thomas Pape, Carsten Vollbehr und Tim Strothmann) mit Kochmützen, Schürzen und bewaffnet mit Nudelhölzern die „Weihnachtsbäckerei“ parodierten oder beim in verschiedenen Variationen vorgetragenen „Jingle Bells“ Carsten Vollbehr das rotnasige Rentier Rudolph mimte. Bei „Merry X-mas everyone“ von Shakin’ Stevens kamen Besen und Schaufeln zum Einsatz, und beim hawaiianischen „Mele Kalikimaka“, was „Fröhliche Weihnachten“ heißt, kamen Susanne Rostock, Sabine Klöß, Sabine von der Wehl, Gabriela von Hanneken und Tim Strothmann mit Sonnenbrillen und Blumenketten daher. Und beim „X-mas in New Orleans“ bewies Claus Merdingen, dass er den perfekten Louis Armstrong geben kann – inklusive Trompete, die er ohne das Instrument imitierte.

Es war ein vielschichtiges und buntes Konzert, das den Zuhörer auf humorvolle Art mitnahm auf eine Reise in die Welt bekannter und weniger bekannter Weihnachtslieder. Ein typisches „Eight Voices“-Weihnachtskonzert eben, welches das Publikum, wie am Applaus leicht festzustellen war, wieder einmal begeisterte.


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