Bürgerehrung in Kosel : Acht Goldschätze bereichern Kosel

Die Goldschätze der Gemeinde Kosel wurden von Hartmut Keinberger (5.v.l.) und Ulrike Rammer (3.v.r.) geehrt: Herbert Gädke, Birgit Kloth, Bernd Jacobsen, Rita Bley, Emanuel Simon, Karsten Lassen und Michael Schlör. Es fehlt:Claus Delfs.
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Die Goldschätze der Gemeinde Kosel wurden von Hartmut Keinberger (5.v.l.) und Ulrike Rammer (3.v.r.) geehrt: Herbert Gädke, Birgit Kloth, Bernd Jacobsen, Rita Bley, Emanuel Simon, Karsten Lassen und Michael Schlör. Es fehlt:Claus Delfs.

Jahresempfang: Gemeinde Kosel ehrt acht verdiente Bürgerinnen und Bürger / Positiver Rückblick auf das Jahr 2017

shz.de von
15. Januar 2018, 06:45 Uhr

Kein Platz mehr frei im Koseler Hof. Der Saal füllte sich schnell, über 120 Gäste der vier Schleidörfer Kosel, Bohnert, Missunde und Weseby kamen zum Neujahrsempfang der Gemeinde und stießen mit Bürgermeister Hartmut Keinberger und der Gemeindevertretung auf das neue Jahr an. Im Mittelpunkt stand die traditionelle Ehrung der „Goldschätze“. Stimmungsvoll sorgte die Gruppe „Querfeldein“ für einen festlichen musikalischen Auftakt.

Der Ausschuss für Jugend, Sport und Soziales unter der Vorsitzenden Ulrike Rammer hatte die Aufgabe, die Bürgerinnen und Bürger auszuwählen, die sich besonders für die Gemeinde engagiert haben. Die Wahl fiel auf Rita Bley und Birgit Kloth. Beide setzen sich über ihre Arbeit in der Kindertagesstätte hinaus für Aktionen ein, darunter das Laternelaufen, Basteln in der Freizeit und den Verkauf auf dem Weihnachtsmarkt sowie die Teilnahme an der Kindergilde.

Herbert Gädke, Bernd Jacobsen und Claus Delfs leiten seit 1999 in ihrer Freizeit die AWG Bohnert. Dazu zählen die Instandhaltung aller Anlagen, die Wartung, Inspektion und Instandsetzung des unterirdischen Abwassernetzes. Michael Schlör ist der „Mann für alle Fälle“. Wird er benötigt, ob bei der Pflege der Grünanlagen oder ähnlichem, ist er immer sofort zur Stelle. Karsten Lassen engagiert sich für die Kinder in der Gemeinde. Die Fahrt nach Tolk, zu den Karl-May- Festspielen oder eine Kanufahrt auf der Koseler Au – Lassen übernimmt die Organisation. Eine wichtige Schnittstelle zur französischen Partnerstadt La Mézière ist Emanuel Simon, unermüdlich setzte er sich für die Kontakte ein. Aus den Händen von Ulrike Rammer und Bürgermeister Keinberger erhielten sie den Kosel-Becher mit süßem Gold.

Neben der Auszeichnung gab es auch einen umfassenden Rückblick von Hartmut Keinberger auf das Erreichte im vergangenen Jahr. So wurde eine Spundwand in Missunde gesetzt und eine Steinaufschüttung am Schleiufer in Bohnertfeld vorgenommen, da die Straße schon unterspült war. Als bedenklich werde der Anstieg des Meeresspiegels bei Kielfot und in Weseby gesehen. Erfreulich sei hingegen die ausgezeichnete Badewasserqualität an den Badestellen Weseby und am Bültsee. Der Ausbau der B76 habe außerdem an den Nerven der Gemeinde gezerrt. Keinberger sagte zu, dass er sich für den nächsten Bauabschnitt für eine Umleitung durch Kochendorf einsetzen werde, um den Dorfkern zu entlasten. Viel Applaus erntete der Bürgermeister für den Ausblick, dass gemeindeeigene Flächen als blühende Flächen für Insekten, insbesondere Bienen, bepflanzt werden sollen. Ein großer Meilenstein sei der Ausbau des schnellen Internets in der Gemeinde. Im Rahmen der Kabelverlegungsarbeiten konnten einige Fußwege neu gepflastert werden. Gleichzeitig wurden die Straßenlaternen im unteren Schwansenweg auf die Fußwegseite verlegt und erneuert. In der Gemeinde gibt es rund 20 Kilometer Tiefbauarbeiten für 1,8 Millionen Euro. Bis Anfang März sollen alle Vertragskunden der Schleswiger Stadtwerke mit schnellem Internet versorgt sein. Der Bürgermeister dankte den aktiven Vereinen und Verbänden sowie dem Pächterpaar des Koseler Hofes, Viola und Frank Spaack. Keinberger: „Ihr alle tragt dazu bei, dass wir eine vitale, lebendige Gemeinde sind mit vielen Angeboten. Hier lässt es sich gut leben, ich bin stolz, Bürgermeister in dieser Gemeinde zu sein.“

Was wäre ein Neujahrsempfang in Kosel ohne eine Sketch-Einlage von Annelene Lausen und Edith Grünauer? Sie gehört einfach dazu. Gekonnt nahmen sie die Gäste mit ins „Nichtstun“ und hatten die Lacher auf ihrer Seite. Für ein paar Minuten Sinnlichkeit und Heimatgefühl sorgte Edith Grünauer mit ihrem Gedicht „Kosel“. Schon jetzt freut sich die Gemeinde auf den Schleidörfertag am 8. Juli mit einem Straßenflohmarkt in Missunde und der über die Region hinaus beliebten Kunstausstellung „Unter dem Himmel von Bohnert.“


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