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Handball-Kreisoberliga : Abstiegskampf war und bleibt Trumpf

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Gettorfer TV und der MTV Dänischenhagen konnten den Ligaverbleib erst kurz vor dem Saisonende feiern. Beide Teams suchen dringend neue Spieler.

Gettorf | Klassenerhalt geschafft – Mission erfüllt. So einfach ist die abgelaufene Saison für den Gettorfer TV und dem MTV Dänischenhagen in der Handball-Kreisoberliga Förde der Männer zusammenzufassen. Beide Teams hatten sich keine höheren Ziele gesteckt, da die personelle Situation keine größeren Ambitionen zuließ. In der kommenden Spielzeit geht es für beide Mannschaften nun darum, neue Spieler dazuzubekommen. Besonders in Dänischenhagen ist ein größerer Umbruch zu erwarten, und auch die Suche nach einem neuen Coach ist noch nicht abgeschlossen.

 

Gettorfer TV

In der Weihnachtspause hatte der Mannschaftsrat, bestehend aus den verblieben erfahrenen Spielern, angeregt, dass ein Abstieg in die Kreisliga sinnvoll sein könnte. „Dort könnten sich unsere jungen Spieler wohl besser entwickeln“, erklärt Führungsspieler Steffen Augspach. Doch etwas überraschend kam gerade aus der Reihe der Nachwuchsspieler der Wunsch, in der Kreisoberliga zu bleiben. Dadurch änderte sich in der zweiten Saisonhälfte die Gettorfer Startaufstellung. Die Youngsters bekamen weniger Spielzeiten. Die Routiniers mussten es richten, um irgendwie noch die nötigen Punkte für den Klassenerhalt einzufahren. Ein Schlüsselspiel war dabei die Heimpartie gegen den starken Vizemeister aus Heikendorf. Nach dem 26:26 folgten drei weitere Siege, darunter das Gettorfer „Husarenstück“, wie es Augspach nennt, mit dem Auswärtserfolg über den TSV Klausdorf. Zudem gab es Pflichtsiege gegen die direkte Abstiegskonkurrenz aus Mielkendorf/Molfsee und Kronshagen III. „Je länger die Saison dauerte, desto besser sind wir geworden“, bilanziert Augspach. Sein Blick richtet sich jetzt aber schon in die Zukunft. Trainer Jan Strunk wird wohl auch in der kommenden Spielzeit zur Verfügung stehen, es gilt nun aber, „den Kader sowohl qualitativ als auch in der Breite zu verbessern“, sagt Augspach. Besonders auf der Torhüter-Position gibt es beim GTV nach dem Abgang von Jonas Goos (Auslandsaufenthalt) großen Handlungsbedarf. „Wir suchen aber noch auf jeder Position“, bekräftigt Augspach, dass potentielle Neuzugänge in Gettorf gerne gesehen sind. Dass es neue Spieler – auch junge Talente – in Gettorf packen können, haben die Youngster Brian Lübker und Bjarne Jöhnk bewiesen, die als junger A-Jugendjahrgang bereits im Herrenteam ihre Erfahrungen sammelten und voll integriert sind, wie Augspach bestätigt. Eines ist aber schon Monate vor der kommenden Saison klar: Auch 2015/16 wird es für den GTV lediglich darum gehen, die Klasse zu halten.

 

MTV Dänischenhagen

Als Vizemeister lange Zeit gegen den drohenden Abstieg zu spielen, war sicherlich nicht im Sinne des MTVD. Doch vor der Saison hatten fünf gestandene Leistungsträger den Verein verlassen, dafür kamen talentierte Youngsters dazu. Doch denen fehlte eben in einigen Spielen die nötige Konstanz. „Bezeichnend für unsere Saison war das Spiel in Flintbek. Da haben wir zwölf Minuten vor dem Ende mit sechs Toren geführt und noch mit vier verloren“, sagt Trainer Per Bartz, der in der kommenden Spielzeit nicht mehr die Herrenmannschaft coacht. Der Impuls dazu kam aus der Mannschaft, doch das Team und Bartz brachten die Saison vernünftig zu Ende. Dennoch wird es beim MTVD einen größeren Umbruch geben. Dieser könnte unter Jens Grabowski als neuen Trainer eingeleitet werden. „Er wäre für den MTV eine sehr gute Option“, sagt Abteilungsleiterin Dorte Wenn. Endgültig zugesagt hat Grabowski, der in den Neunzigern selber in der MTV-Ligamannschaft spielte und aktuell die Damen des TSV Kronshagen III betreut, aber noch nicht. Mit Clemens Walte (Foto) und Tom Kattwinkel werden zwei junge Spieler den Verein verlassen. Lars Doose wird in die zweite Mannschaft gehen und bei Sven Vollbehr, Patrick Holzer und Mike von der Burg stehen berufliche Veränderungen an, sodass es nicht unwahrscheinlich ist, dass auch sie zukünftig nicht mehr dabei sein werden. Daher sucht auch der MTV dringend nach Neuzugängen.

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erstellt am 15.Apr.2015 | 06:00 Uhr

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