schulleiterin geht : Abschied von der „Sonnenschein-Schule“

Anke Voermann geht in den Ruhestand.
Anke Voermann geht in den Ruhestand.

Nach zehn Jahren geht Ascheffels Schulleiterin Anke Voermann in den Ruhestand. Ein wechselnder Bildungskurs erschwert die Arbeit an der Schule.

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29. Juni 2015, 04:35 Uhr

In nicht einmal drei Wochen wird Anke Voermann die Grundschule Hüttener Berge in Ascheffel verlassen. 63 Jahre alt ist sie im Februar geworden, Zeit aufzuhören und in den Ruhestand zu gehen, hat die Rektorin gemeinsam mit ihrem Mann Johannes Otten entschieden, der selbst viele Jahre Schulleiter in Borgstedt war und sich seit zwei Jahren vornehmlich um Haus und Garten in Brekendorf kümmert. Jetzt freut sich Anke Voermann, mehr Zeit mit ihren Mann verbringen zu können, beispielsweise für kleine Reisen. Und sie sehtn sich vor allem danach, zur Ruhe kommen.

„Die Nerven sind einfach dünner geworden“, gibt Anke Voermann unumwunden zu. Dabei gehe es gar nicht um die tägliche Arbeit mit den Kindern, die mache weiterhin viel Spaß. Ihre jetzige 2. Klasse abgeben zu müssen, falle ihr sehr schwer. Vielmehr sei es zunehmend anstrengend, den wechselnden Erwartungen der Bildungspolitik gerecht zu werden. Neue Personen in den Behörden brächten regelmäßig Veränderungen und neue Förderkonzepte mit sich, auf die die Schule reagieren müssten. „Schule braucht auch mal Ruhe“, sagt Voermann. Doch die habe es in den 42 Dienstjahren nur selten gegeben.

Am 17. August 1973 nahm Anke Voermann in Kiel an der Pädagogischen Hochschule ihr Grund- und Hauptschulstudium auf. Ihr Referendariat absolvierte sie in Neustadt/Holstein. Nach ihrem zweiten Staatsexamen wechselte sie für ein Jahr an eine Realschule in Viöl, anschließend an die Grund- und Hauptschule nach Rickling, wo sie vier Jahre lang Hauptschüler unterrichtete. Voermanns weitere Station war von 1984 bis 90 die Schule in Trappenkamp. Hier lernte sie auch ihren späteren Mann, Johannes Otten, kennen. Als dieser Schulleiter in Borgstedt wurde, ließ sie sich nach Hohn an die Grund-und Hauptschule versetzen. 2005 übernahm Anke Voermann dann die Schulleitung in Ascheffel.

„Ich habe nie bereut, den Lehrer-Beruf gewählt zu haben“, sagt Anke Voermann. Die Zeit an der Hauptschule in Hohn sei ebenso bereichernd gewesen, wie zuletzt in Ascheffel. „Eine Sonnenschein-Schule“, wie sie sagt. Und tatsächlich sei hier noch vieles in Ordnung. Die Schüler würden noch auf das Wort der Lehrer hören, Eltern seien bereits, sich bei Projekten und Festen einzubringen und auch das Amt als Schulträger habe zur einer modernen Schule beigetragen. Einen Erweiterungsbau hat es gegeben, eine Schulküche, Musikraum, Computer und Beamer. Das könne sie auch ihrem Nachfolger mitgeben. Die neue Schulleitung könne sich sicher sein, dass sie es hier gut haben wird an der Schule.

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