Pastorin verlässt Owschlag : Abschied vom Pastorat mit Wehmut und Vorfreude

Neue Aufgabe: Familie Warnemünde, Kristina Warnemünde, Sohn Paul, Tochter Ida und Ehemann Lars (v. li.) verlässt das Pastorat in Owschlag und zieht nach Sierksdorf.
Neue Aufgabe: Familie Warnemünde, Kristina Warnemünde, Sohn Paul, Tochter Ida und Ehemann Lars (v. li.) verlässt das Pastorat in Owschlag und zieht nach Sierksdorf.

Kristina Warnemünde wechselt von Owschlag nach Sierksdorf / Empfang und Gottesdienst am Sonntag

shz.de von
09. Januar 2015, 06:23 Uhr

Owschlag | Die Umzugskartons sind gepackt. Am 20. Januar zieht Pastorin Kristina Warnemünde nach Sierksdorf. „Es waren sechs schöne und lehrreiche Jahre für mich. Es ist eine tolle und sehr offene Gemeinde. Ich durfte mich als Berufsanfängerin erproben und bin sehr dankbar, wie wir hier aufgenommen worden sind“, erzählt die 37-jährige Pastorin.

Gemeinsam mit ihrem Ehemann Lars und den beiden Kindern Paul (9) und Ida (7) zog die Seelsorgerin im Februar 2009 ins Pastorat. Nach dreijähriger Probezeit bewarb sich Warnemünde 2012 auf die Pastorenstelle. Sie habe sich sehr wohl gefühlt in Owschlag, betont die Pastorin. Die Zusammenarbeit mit Verbänden, Vereinen und Gemeinde sei sehr gut und vertrauensvoll gewesen. Auch habe sie sehr gern mit den Kollegen in der Region zusammengearbeitet. So klingt auch ein wenig Wehmut an, wenn die Pastorin an den Abschied denkt. „Es ist ein Netzwerk entstanden, das weit über berufliche Freundschaft hinausgeht. Ich habe viel Unterstützung erfahren.“

Die Aufgabenliste der Pastorin ist lang. Ein Schwerpunkt waren die Gottesdienste. „Ich möchte, dass die Gottesdienste schön sind“, erklärt Warnemünde. Alt und Jung sollen sich angesprochen fühlen. Als neue Form habe sie monatlich einen meditativen Gottesdienst und einmal jährlich einen Tauferinnerungsgottesdienst eingeführt. Ein weiterer Schwerpunkt stellten die Amtshandlungen wie Taufen, Trauungen und Beerdigungen, sowie die Seelsorge für die 2400 Mitglieder starke Kirchengemeinde dar. Auch der Konfirmandenunterricht gehörte zu den Aufgaben. Ob Kirchenmäuse, Kinderbibeltag oder der Kontakt zu den Teamern, die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hat Warnemünde Freude bereitet.

Die Gemeindenachmittage und den Kontakt zu den Senioren empfand die engagierte Pastorin als bereichernd. Einen großen Teil ihrer Zeit habe allerdings auch die Verwaltungsarbeit in Anspruch genommen. Außerdem sei sie für den Internetauftritt der Kirchengemeinde sowie den Gemeindebrief zuständig gewesen.

Nun ist es jedoch Zeit für etwas Neues. Familie Warnemünde hat die Lust auf eine Veränderung gepackt. In Sierksdorf habe sie am Ende ihres Studiums vor zwölf Jahren ein Praktikum gemacht und es habe ihr damals dort sehr gut gefallen. So blicke sie nun voller Vorfreude auf ihr neues Aufgabengebiet. „Wir arbeiten als Team. Ich bin dort zuständig für die Seniorenarbeit, die Zusammenarbeit mit dem Kindergarten und für die Urlauberseelsorge“, freut sich Warnemünde. Die Familie werde in das Pastorat direkt am Ostseestrand ziehen. „Und eine Jahreskarte für den Hansapark haben wir auch schon“, sagt die Theologin.

Am Sonntag, 11. Januar, um 15 Uhr, feiert die Gemeinde den Verabschiedungsgottesdienst für Kristina Warnemünde in der Erlöserkirche. Im Anschluss folgt ein Empfang. Ein Nachfolger für die scheidende Pastorin ist noch nicht gefunden.

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