Abschied nach 300 000 Kilometern

Symbolische Schlüsselübergabe: Martin Wilde (l.) und sein Nachfolger Dr. Hans-Markus Johannsen.
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Symbolische Schlüsselübergabe: Martin Wilde (l.) und sein Nachfolger Dr. Hans-Markus Johannsen.

Martin Wilde wechselt von der Imlandklinik in den Vorstand der Diakonie / Geschäftsführer wird Hans-Markus Johannsen

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29. Mai 2015, 06:39 Uhr

An der Spitze der Imland GmbH steht ein Wechsel an. Neuer Geschäftsführer ist ab dem 1. Juni Hans-Markus Johannsen. Er löst Martin Wilde (47) ab, der nach achteinhalb Jahren in Rendsburg in seine Heimatstadt Flensburg zurückkehrt, wo er eine Position im Vorstand der Diako Flensburg GmbH übernimmt.

Dr. Johannsen war zuletzt geschäftsführender Direktor des Campuszentrums Kiel am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein. Zuvor war der 49-jährige als Geschäftsführer des Evangelischen Krankenhauses Holzminden und davor als Geschäftsführer der Reha Klinik Damp tätig. Der ehemalige Zeitsoldat arbeitete außerdem als Geschäftsführer Organisation und Finanzen für den Wirtschaftsrat der CDU. Nach einer Offiziersausbildung studierte er an der Universität der Bundeswehr in Hamburg Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Controlling, Personal und internationales Management. Der Vater von drei Kindern ist verheiratet und stammt aus Nordhastedt in Holstein.

„Ich freue mich auf die neue Aufgabe. Die imland Kliniken stehen seit Jahren für eine moderne, leistungsfähige Medizin auf höchstem Niveau. Als Geschäftsführer möchte ich dazu beitragen, dass gute Medizin, motivierte Mitarbeiter und wirtschaftliche Solidität auch künftig Hand in Hand gehen“, sagte Dr. Johannsen gestern in einer Feierstunde in Rendsburg.

Sein Vorgänger Martin Wilde hatte die Position seit 2007 inne. Achteinhalb Jahre führte er die Imland Kliniken in Rendsburg und Eckernförde, die Imland Seniorenhäuser in Eckernförde, Jevenstedt und Nortorf sowie den mobilen Pflegedienstes Domobil. „Ich bin seit 20 Jahren in Krankenhäusern tätig, wobei die achteinhalb Jahre hier in Rendsburg die schönsten waren“, zieht Wilde Bilanz. 1994 kam er erstmals als BWL-Student nach Abschluss der Diplomarbeit in die Rendsburger imland Klinik, um mit Bleistift und Stoppuhr die OP-Zeiten zu kalkulieren. „Vermissen werde ich den guten Umgang im Haus miteinander, nicht vermissen werde ich die tägliche Fahrzeit von knapp zwei Stunden“, so der scheidende Geschäftsführer. 300  000 Kilometer habe er in den vergangenen Jahren als Pendler zurückgelegt.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Torsten Schulz ging in seiner Rede auf die großen Projekte der vergangenen Jahre ein. In der Rendsburger Klinik seien eine Lieferapotheke eingerichtet worden und ein Zentrum für Schlaganfall-Patienten, in Eckernförde ein neues Gelenkzentrum. Der Umsatz sei in den vergangenen acht Jahren von 100 auf 150 Millionen Euro gesteigert worden. Allerdings habe die Imland GmbH im vergangenen Jahr ein Defizit von 1,9 Millionen Euro aufgewiesen. Ursachen sieht Schulz in den „Investitionen für die Zukunft“, Tariferhöhungen und die schwierige finanzielle Lage der Senioreneinrichtungen. Schulz machte deutlich, dass während der Dienstzeit von Martin Wilde 200 neue Arbeitsplätze geschaffen und 50 Millionen Euro investiert wurden, davon 20 Millionen Euro aus Eigenmitteln. Die Imland GmbH beschäftigt 2500 Mitarbeiter und ist damit der größte Arbeitgeber im Kreis Rendsburg-Eckernförde.

„Für den Erfolg ist immer das komplette Team verantwortlich“, sagte Torsten Schulz bei der Verabschiedung von Martin Wilde. „Aber alle brauchen einen guten Chef.“ Dem neuen Geschäftsführer Dr. Hans-Markus Johannsen bescheinigte Schulz, dass er das 100-prozentige Vertrauen des Vorstands genieße.

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