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Wasserbeschaffungsverband : Abschied nach 30 Jahren

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Jürgen-Hermann Bornhöft: 30 Jahre Vorstandsarbeit im Wasserbeschaffungsverband Dänischer Wohld.

shz.de von
erstellt am 10.Dez.2016 | 06:13 Uhr

Schwedeneck | „Ich werde es vermissen, ganz bestimmt“, sagt Jürgen-Hermann Bornhöft ein bisschen wehmütig. 26 Jahre war er Verbandsvorsteher und davor vier Jahre Stellvertreter: Nach insgesamt 30 Jahren ehrenamtlicher Mitarbeit im Wasserbeschaffungsverband Dänischer Wohld hat der 76-Jährige aus Borghorst am Donnerstag im Ausschuss sein Amt niedergelegt.

Gegründet wurde der Wasserbeschaffungsverband vom ehemaligen Osdorfer Bürgermeister Otto Ehlers 1956, über die Jahre wurden Rohre in viele der Gemeinden im Wohld verlegt und das Wasserwerk in Krusendorf ausgebaut. „Das Büro war zuerst in der Milchkammer auf dem Hof von Ehlers untergebracht“, erinnert Bornhöft sich. Später sei die Verwaltung umgezogen in die ehemalige Filiale der Kreissparkasse in der Hauptstraße in Osdorf. „Aber es war nicht gut, dass die Theorie und Praxis getrennt waren“, so Bornhöft weiter. 1986 sei er von Vorstandsmitglied Peter Krayenhagen als Kandidat für das Amt des Verbandsvorstehers vorgeschlagen worden. „Aber ich unterlag Dr. Rusch und wurde sein Stellvertreter“, erklärt er. 1990 übernahm er dann den Vorsitz. 1992 wurde die große Werkserweiterung in Angriff genommen: Die Büroräume, Werkstatt, Lager und Sozialräume wurden an das Werk angebaut. 1994 konnte Einweihung gefeiert werden. Laufend wurde am Rohrsystem gearbeitet, Leitungen saniert und 2002 wurde erneut erweitert: Ein zweites Absetzbecken und eine Lagerhalle kamen zur der Anlage noch dazu. Von 2008 bis 2013 wurde die Anlage komplett saniert und zusätzlich mit einer geschlossenen Verdüsungsanlage ausgestattet.

Bornhöft blickt nicht ohne Stolz zurück. Besonders die Erweiterung vor rund 20 Jahren war ein großer Schritt, den er mit dem Verband und seinen Mitarbeitern gegangen ist. „Drei Millionen Euro wurden damals verbaut, zwei davon waren Eigenkapital“, sagt er. Der Wasserpreis blieb trotzdem konstant bei 80 Cent brutto für 1000 Liter Wasser. Erst 2013 wurde er einmal erhöht: auf 1,02 Euro. Das ist nicht viel: „Eine Gießkanne mit zehn Litern kostet einen Cent“, sagt Bornhöft und lacht. Ein Ziel, das Bornhöft immer im Auge hatte, konnte im vergangenen Jahr umgesetzt werden – die Gemeinden Dänischenhagen und Strande kamen als Abnehmer dazu. „Jetzt ist es wirklich fast der ganze Wohld“, erklärt Wolfgang Radke, Bornhöfts Nachfolger aus Osdorf. Er hat bereits zwölf Jahre als Stellvertreter eng mit Bornhöft zusammen gearbeitet und verspricht, auch weiterhin für Kontinuität und Sicherheit zu sorgen.

8500 Hausanschlüsse werden mit dem Wohlder Wasser versorgt, die Wasserfördermenge beträgt 1,45 Millionen Kubikmeter – übrigens durch verbesserte Haustechnik nicht viel mehr als 1990, als es nur 4500 Hausanschlüsse waren. Elf Mitarbeiter sind in der Technik und Verwaltung beschäftigt. „Und das Wasser hier hat eine top Qualität“, ergänzt Marco Koch, der neue Stellvertreter an Radkes Seite. Außer den beiden gehören noch Peter Krayenhagen, Thorsten Mißfeldt, Frank Rogat zum Vorstand. Stellvertreter sind Nils Kruse und neu: Tim Gabrys.

Und wenn Jürgen-Herrmann Bornhöft Sehnsucht bekommt? „Kein Problem“, sagen Radke und Koch: „Er ist bei uns immer willkommen.“

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