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Abrissparty : Abrissparty: schleppender Start, ausgelassener Abend

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Vor dem Abriss der Feuerwehr-Fahrzeughalle wurde an Ort und Stelle noch mal richtig gefeiert. Aufgrund des Fußballspiels kamen zahlreiche Gäste verspätet.

shz.de von
erstellt am 19.Mai.2014 | 08:00 Uhr

Anfang Juni wird die über 50 Jahre alte Fahrzeughalle der Eckernförder Feuerwehr abgerissen und durch eine moderne ersetzt. Der Eckernförder Round Table nutzte die Gunst der Stunde, um zu einer ihrer bewährten Abbruchpartys einzuladen. Round Table (RT)-Präsident Timo Matthiesen: „Wir hatten nur zwei Wochen Zeit für die Organisation, aber nach der perfekten Vorbereitung durch die Feuerwehr läuft alles sehr, sehr gut.“

Die Halle wurde komplett geräumt und vorbereitet, die Kameraden beteiligten sich mit Ordnungs- und Aufräumdienst. „Großes Lob“, so Matthiesen. Alle Gewinne gingen an RT-Projekte, allein 2000 Euro ist für die Jugendfeuerwehr Eckernförde bestimmt. Dass die Party dann schleppend begann, lag einzig und allein an der unfreiwilligen Event-Doppelbelegung des Samstagabends: Irgendwie war da wohl Fußball im Spiel ...

Die rund 700 Gäste kamen später als sonst, haben aber blitzschnell umgeschaltet von „Hau rein die Pille“ auf „Nicht lang schnacken, Kopf in’n Nacken“ und konnten sich voll und ganz auf die Musik von DJ Florian Hinz und die Lichteffekte von Roberto Jonas einlassen.

Klaus Jaich, Anke Janssen und Sonja Sifferlien amüsierten sich: „Wir waren um halb zehn hier, da war es noch ziemlich leer. Ab elf wurde es voller, und jetzt ist es klasse. Die Musik ist richtig gut.“ Auch die Gruppe um Monika Grosenick hat ihren Spaß: Auf einem Bistrotisch bildet sich ein großes Herz aus den kleinen beliebten Partyschnäpschen mit Feigen- und Lakritzgeschmack. Die sieben Freunde beteuern einhellig, dass sie alle Fläschchen selbst geleert haben, auch wenn man es ihnen überhaupt nicht anmerkt. „Wir haben vorher gut gegessen.“ Ihre Meinung: Ein super Abend, auch wenn sie anfangs ein bisschen besorgt gewesen wären. „Wir dachten, hier wäre tote Hose, auf gut Deutsch gesagt. Wir wussten aber, dass Fußball läuft. Jetzt ist es absolut toll, die Stimmung ist super.“ Das kann Matthiesen nur bestätigen. Er stellt wieder einmal fest, dass die Eckernförder nette, gelassene Partygäste sind und verschwindet emsig hinter dem Getränketresen, wo im Akkord ausgeschenkt, kassiert, geräumt, volle Kisten geholt und Leergut geschleppt wird.

Erika Nagorny am Rande der Tanzfläche macht sich so ihre eigenen Gedanken: Mir fehlt die Individualität, auch im Eckernförder Nachtleben. Es gibt so tolle, tanzbare Musik, Soul, Funk oder mal Café del Mar-Sachen. Eckernförde fehlen einfach die Einflüsse, die Studentenstädte so lebendig machen.“ Warum sie hier sei? Sie lacht: „Gruppenzwang“ Und Monika Grosenick kommentiert noch einmal die wachsende Fläschchensammlung der fröhlichen Runde: „Letztendlich geht es ja um einen guten Zweck, das muss man unterstützen.“



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