zur Navigation springen

Nicolai-Strasse : Abriss: Grünes Haus schafft schmalste Baulücke der Stadt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das Grüne Haus wird heute abgerissen. An gleicher Stelle in der St.-Nicolai-Straße baut der Kirchenkreis ein modernes Gebäude. Unter anderem soll die Jugendarbeit wieder aufleben.

Die Tage des Grünen Hauses sind gezählt: Heute beginnt der Abriss der Stätte für kirchliche Jugendarbeit an der St.-Nicolai-Straße 21. An gleicher Stelle gibt es jedoch Ersatz. Es entsteht ein neues Grünes Haus mit moderner Ausstattung und mehr Platz als vorher.

Damit habe die unglückliche Situation ein Ende, sagte Propst Sönke Funck gestern. Das Grüne Haus wurde Anfang 2011 geschlossen. Damals wurde festgestellt, dass dem Mitte des 19. Jahrhunderts errichteten Bau der Einsturz drohte. Damit ging auch die inzwischen 30-jährige Ära des Jugendtreffs im Grünen Haus zu Ende: Die Jugendlichen zogen in das Hinterhaus an der Gartenstraße 9 um.

„Das Grüne Haus hat eine gute Tradition. Uns war es wichtig, wieder einen Ort für die Jugendarbeit zu bekommen“, sagte Funck. Künftig werden die Jugendlichen ihm zufolge jedoch weniger sich selbst überlassen, sondern begleitet. Nach der Fertigstellung im Mai oder Juni 2014 werde das Grüne Haus weiterhin von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde und dem Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde mit einer Kofinanzierung der Stadt betrieben. Dann wird laut Funck wieder ein Mitarbeiter für die Jugend eingestellt. Auch Streetworkerin Heike Peuster findet ihren Platz im neuen Grünen Haus, ebenfalls der Eine-Welt-Laden.

Die Architekten Manuela Hanke und Jochen Schulze setzen zwei bis drei Wochen für den Abriss an. Das Haus wird in Handarbeit von oben nach unten abgetragen. „Mit rund 3,20 Meter Breite ist es die schmalste Baulücke der Stadt“, sagte Manuela Hanke. Deshalb sei es schwierig, an die Baustelle heranzukommen. Zudem sei der Zugang nur über die St.-Nicolai-Straße möglich. „Das Vorhaben ist eine logistische Herausforderung“, so Schulze.

Das neue Gebäude bietet etwa 30 Quadratmeter mehr Platz. Es schließt den Innenhof zum Hinterhaus an der Gartenstraße fast komplett, gleicht die unterschiedlichen Höhen der beiden Bauten aus und bekommt ein nutzbares Dachgeschoss für Büros. Das Gebäude werde zwar höher, überrage das Nachbarhaus jedoch nicht, so Manuela Hanke. Im Erd- und ersten Obergeschoss wird das neue Haus an das Hinterhaus angeschlossen.

Während der Bauzeit bleibt auch die Anlaufstelle an der Gartenstraße 9 geschlossen. Der Neubau kostet laut Sönke Funck 500 000 Euro. Davon übernimmt die Aktiv-Region 106 000 Euro und das Sozialministerium einen Anteil von 25 000 Euro. Den Rest trägt der Kirchenkreis, ermöglicht durch den Verkauf von Liegenschaften, etwa der Freizeitstätte Bistensee.

zur Startseite

von
erstellt am 26.Aug.2013 | 19:40 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen