Gettorf : Ablösung bei Esel, Flamingo und Co.

Nele Nielsen (l.)steht am Anfang ihres Freiwilligen Ökologischen Jahrs: Kim Flinder gibt letzte Tipps.
Nele Nielsen (l.)steht am Anfang ihres Freiwilligen Ökologischen Jahrs: Kim Flinder gibt letzte Tipps.

Kim Flinder beendet ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr im Tierpark Gettorf. Nachfolgerin Nele Nielsen steht schon in den Startlöchern.

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26. Juli 2018, 05:40 Uhr

Gettorf | Noch einmal das Affengehege ausmisten, noch einmal die Kängurus füttern und noch einmal das Forschercamp leiten – dann ist für Kim Flinder Schluss im Gettorfer Tierpark. Die 19-Jährige hat die letzten 13 Monate ein freiwilliges Ökologisches Jahr im Tierpark absolviert. Am 1. August ist das nun vorbei. „Wenn es klappt, würde ich dann gerne ein Biologiestudium beginnen“, verrät sie. Zuvor steht für die gebürtige Kielerin allerdings noch die Einarbeitung ihrer Nachfolgerin Nele Nielsen an.

Die 18-Jährige beginnt ab dem 1. August ihr FÖJ und greift bereits seit Anfang Juli ihrer Vorgängerin unter die Arme, um so die Abläufe im Tierpark kennen zu lernen. Ihren Schulabschluss hat sie erst seit diesem Jahr in der Tasche. Was sie später einmal beruflich machen will, weiß sie noch nicht. „Das kommende Jahr möchte ich nutzen, um mich etwas zu orientieren“, verrät sie.

Der Umgang mit Tieren ist Nele Nielsen dabei aber nicht fremd. Zuhause kümmert sich die Tierfreundin bereits um ein Pferd und um einen Hund. Zu ihren Aufgaben im Tierpark werden zukünftig zum Beispiel die Unterstützung des „Forschercamps“ für Kinder, das Tiertraining, die Anfertigung von Info-Material, die Pflege des Natur-Erlebnispfades oder Mitmach-Fütterungen gehören.

Kim Flinder wird dem Tierpark aber auch zukünftig erhalten bleiben. „Ich werde weiterhin als Zoolotsin tätig sein und zum Beispiel Kindergeburtstage hier im Park leiten. Außerdem werde ich Besucherfütterungen übernehmen oder Forschercamps anbieten“, so die 19-Jährige.

Was ihr das vergangene Jahr im Tierpark Gettorf persönlich gebracht hat? „Ich bin um einiges erwachsener geworden. Anders als zum Beispiel in der Schule arbeite ich hier nicht nur für mich, sondern auch für andere“, sagt sie. „Auch den Umgang mit Kindern habe ich gelernt und bin zudem offener geworden, da ich bei Fütterungen häufiger vor vielen Zuschauern sprechen musste.“

Das sei auch das Ziel des FÖJs, erklärt Volker Strehlow, Vorsitzender der Tierpark-Fördervereins: „Ich sehe uns so ein bisschen als Verlängerung der Schule. Es ist eben auch noch ein Stück weit Ausbildung.“

Zehn bis zwölf Jugendliche bewerben sich jedes Jahr für das FÖJ im Gettorfer Tierpark. Bewerbungsschluss für den Jahrgang 2019/20 ist Ende Februar kommenden Jahres. Bewerben können sich all diejenigen, die ihre Vollzeitschulpflicht erfüllt und das 27. Lebensjahr bis zum Ende des FÖJ noch nicht vollendet haben werden. Anders als in vielen anderen Einsatzstellen beginnt das FÖJ im Gettorfer Tierpark wegen der Einarbeitungszeit bereits am 1. Juli.

>Mehr Informationen zum FÖJ gibt es im Internet unter www.zoofreunde-gettorf.de/moin/föj/

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