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Gelungener Neubeginn : Aalregatta setzt dickes Ausrufezeichen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die traditionsreiche Eröffnungsregatta der Kieler Woche kehrt bei Kaiserwetter wieder an ihren angestammten Platz im Segler-Kalender zurück. Begeisterung auf See und an Land.

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erstellt am 19.Jun.2017 | 06:03 Uhr

Eckernförde | Pfingsten gehört in Eckernförde wieder allein den Gilden. Die traditionsreiche Aalregatta, die nach dem Bruch zwischen den Kieler-Woche-Veranstaltern und dem Segelclub Eckernförde (SCE) mehrere Jahre lang nicht mehr der Auftakt der Kieler-Woche-Wettfahrten war und vom SCE notgedrungen auf Pfingsten verschoben worden war, ist wieder ins bewährte Fahrwasser zurückgekehrt. Und als wollte Petrus dem Ganzen auch seinen Segen geben, spendierte er der neuen, alten Aalregatta reichlich Wind und Sonne. Bestes Segel- und bestes Feierwetter.

„Schöne Gegend, schöne Atmosphäre“, freute sich die Crew der „Saffier Nitro“ aus Amsterdam nach getaner Arbeit auf der Hafenmeile. Das Schiff des holländischen Yachtentwicklers und Bootsbauers Dennis Hennevanger war gut unterwegs und erreichte gegen 14.30 Uhr als zweites die Ziellinie in Eckernförde. Eine mehr als gelungene Kieler-Woche- und Eckernförde-Premiere für die gut aufgelegten Holländer, die sie entsprechend an Bord und am Hafen feierten. Wie viele andere Crews auch. Nach kurzer Erholungsphase und gemütlichen „Sit-ins“ an Bord ging’s los mit dem „Après-Regatta“-Programm.

Die rund 200 Boote lagen dicht an dicht im Päckchen, die Segler der Pier-entfernt liegenden Boote mussten zunächst ihr „Wegerecht“ bemühen, um von Deck zu Deck Richtung Hafenmeile zu gelangen. Die Stimmung war vollkommen entspannt und schnell mischten sich die Regattasegler unter die vielen Schaulustigen, die zwischen Steindamm, Holzbrücke und Hafenspitze hin- und herflanierten und die Sonne, den Trubel und den Anblick der schnittigen Yachten genossen. Mit den 200 Booten ist die Aufnahmekapazität im Eckernförder Hafen allerdings noch nicht erschöpft. „Ich glaube, dass 400 Boote zum Welcome Race und zur Aalregatta realistisch sind. Wir müssen das jetzt noch ein wenig bewerben, dann werden wir in den kommenden Jahren weiter steigende Zahlen haben“, blickte SCE-Vorsitzender Werner Trapp optimistisch in die Zukunft.

Nicht nur auf See war am Sonnabend viel los, auch an Land wurde den nach Auskunft von Touristik-Geschäftsführer Stefan Borgmann 53  000 gezählten Gästen am Freitag und Sonnabend, darunter auch sehr viele Eckernförder, viel geboten. Maritimes Ambiente allerorten, Livemusik mit der Santana-Tribute-Band „Suntana“ und viele Stände. Unter ihnen auch die „Historische Pfannkuchen Kutsche“ von Silke Voss und Ingo Stollenwerk aus Bollingstedt bei Schleswig. „Das ist bundesweit einmalig“, meinten sie. Vier Jahre lang hätten sie ihr Projekt entwickelt und mit Hilfe eines befreundeten Möbelrestaurators einen Kutschen-Unterbau aus dem Jahr 1908 nach Originalplänen mit einem neuen Aufbau versehen. Die Kutsche ist mit einer Mini-Küche ausgestattet, zum Equipment gehört auch ein mit Holz beheizter, gusseiserner Ofen und 100 Jahre alte Eisenpfannen, in denen leckere Eierpfannkuchen gebraten werden. „Einmalig. Die Pfannkuchen waren spitze, kann man nur empfehlen“, meinten Petra Maier aus Rendsburg und ihre Freundin Astrid Schütz aus Berlin. Der Umsatz ließ allerdings zu wünschen übrig. „Es war eine Premiere für uns, wir müssen jetzt sehen, welche Veranstaltungen zu uns passen“, sagte Silke Voss. Ein Problem für Standbetreiber seien fehlende Parkplätze. Andernorts sei dies besser gelöst, da bekämen die Aussteller Parkplätze zugewiesen, „da müssen wir nicht alle drei Stunden zum Auto gehen und einen neuen Parkschein ziehen.“

Auf der Hafenbühne sorgte „Suntana“ mit den schönsten Santana-Songs für südländische Atmosphäre. Den Welthit „Samba Pa Ti“ hatte sich die Bands für die Begleitung des eindrucksvollen Feuerwerks um 23 Uhr aufgehoben. Ein passender Abschluss für eine wieder rundum gelungene Aalregatta.






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