24-stunden-Lauf : 8865 Runden beim Spendenlauf

Trotz Regen und Wind – für Anna mit der Startnummer 22 (l.) und Emma mit der Startnummer 71 ist es selbstverständlich, am 24-Stunden-Lauf teilzunehmen.
Trotz Regen und Wind – für Anna mit der Startnummer 22 (l.) und Emma mit der Startnummer 71 ist es selbstverständlich, am 24-Stunden-Lauf teilzunehmen.

24-Stunden-Lauf der Internatsstiftung Louisenlund / Schüler, Mitarbeiter und Lehrer laufen 8865 Runden für Projekte in Afrika und Russland

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16. Juni 2015, 06:51 Uhr

Louisenlund | Runde um Runde, Stunde um Stunde, am Tag, in der Nacht, zunächst bei schwülwarmen Wetter, später bei Regen und Wind – 183 Schüler, Lehrer und Mitarbeiter der Stiftung Louisenlund nahmen am Wochenende am 24-Stunden-Lauf teil. Zum 15. Mal veranstaltete die Stiftung diese Aktion. Ziel ist es, möglichst viele Runden auf dem Sportplatz erlaufen, um zwei Louisenlunder Hilfsprojekte in Gussev (Russland) und Ntarama (Ruanda) zu unterstützen. Dies gelingt der Stiftung, da jeder Teilnehmer im Vorfeld Sponsoren gesucht hat, die pro gelaufene Runde einen festgelegten Betrag spenden. Um das Sponsoring kümmert sich schon seit vielen Jahren Karla Hoppe.

Anna (15) mit der Startnummer 22 und Emma (15) mit der Startnummer 71 sind auf der Bahn. Für die Cousinen aus der 9. Klasse ist es eine Selbstverständlichkeit, an dem 24-Stunden-Lauf teilzunehmen. Noch eine Stunde, dann ist es 13 Uhr, und die 24 Stunden sind vorüber. Während Anna am Sonnabend um 13 Uhr gestartet ist, ging Emma um abends um 22 Uhr auf die Bahn. „Gestern bin ich 30 Runden gelaufen“, berichtet die Kappelnerin, die wie Anna eine so genannte Externe ist. Am Sonntag wollen die beiden Mädchen gemeinsam ihre Runden beenden. „Man macht es nicht nur für einen guten Zweck, man macht es auch für sich selbst“, sagt Anna. Es sei schon cool, bei laufender Musik die Runden zu drehen.

War es beim Start am Sonnabend um 13 Uhr noch unerträglich schwül, so dass der Schulleiter, Dr. Peter Rösner, sich Sorgen um seine Schützlinge machte und sich höchstpersönlich nach der Wasserversorgung erkundigte, regnete es von 16 bis 19.30 Uhr teilweise extrem. Trotzdem sei „die gleiche Teilnehmerzahl unerschrocken auf der Strecke“ geblieben, lobte Harald Zalewski, der für die sportliche Organisation zuständig war. Eng sei es morgens gegen 5 Uhr geworden, so der Sportlehrer. Um diese Zeit sei nur ein einziger Schüler auf der Strecke gewesen. Aber: in den 24 Stunden war immer jemand auf der Bahn.

Am Ende waren es exakt 8865 Runden, insgesamt knapp 3000 Kilometer. Wie viel Geld letztlich an die beiden Projekte gehen, ist noch nicht ganz klar. „Wir sind jetzt dabei die Verträge, die die Firmen mit dem Schülern abgeschlossen haben, auszuwerten“, sagte Harald Zalewski. Da aber mindestens ein Euro pro Runde vereinbart wurden, rechne man mit über 10  000 Euro.

„Vor allem die Hofschüler sind das Herzstück des 24-Stunden-Laufes“, lobte Harald Zalewski das Engagement der Fünft-bis Achtklässler, also der Jahrgänge fünf bis acht. Sie seien am stärksten bei dem Spendenlauf vertreten gewesen.

Die Läufer umkurvten durchschnittlich 48 Mal den Sportplatz. Bei einer Länge von 337 Meter pro Runde seien das im Durchschnitt gut 16 Kilometer. „Mehr als 120 Runden sollte aber niemand laufen“, betonte Zalewski, damit sich keiner übernehme. Schülerin Cosima nahm das ganz genau und beendet ihren Lauf nach 120 Runden und absolvierte in fünfeinhalb Stunden nahezu einen Marathon.

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