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Eckernförder Zeitung

14. Dezember 2017 | 02:11 Uhr

Lohnert-Gelände : 85 Wohnungen und ein Markt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Auf dem Lohnert-Gelände in der Prinzenstraße sollen ein neues Wohngebiet und ein Verbrauchermarkt entstehen. Der Bauausschuss billigte die Planung. Es sind 85 Mietwohnungen von 60 bis 85 Quadratmetern geplant.

von
erstellt am 10.Jun.2016 | 06:05 Uhr

Eckernförde | Das frühere Betriebsgelände der Baufirma Theodor Lohnert an der Prinzenstraße soll zu einem neuen Wohngebiet mit 85 Mietwohnungen und einem Verbrauchermarkt werden. Die Stadt befindet sich mit dem Investor „auf der Schlussgeraden“, wie Bürgermeister Jörg Sibbel am Mittwochabend im Bauausschuss ausführte. Noch ungeklärt war bis dato nur, ob die Parkplätze oder der Markt direkt an der Straße liegen. Während der Marktbetreiber – dem Vernehmen nach Rewe – darauf pocht, dass die Kunden von der Prinzenstraße direkt die Parkplätze ansteuern können, drängt der Planungs- und Gestaltungsbeirat darauf, die Parkplätze nach hinten zu ziehen und den Markt an die Straßenfront zu setzen. Da dies ein unauflösbarer Konflikt ist, hat die Verwaltung diese Frage der Politik zur Entscheidung vorgelegt – und eine eindeutige Antwort erhalten: Ausnahmslos alle Fraktionen haben sich auf die Seite des Marktbetreibers geschlagen und für die vorgelagerten Parkplätze an der Prinzenstraße ausgesprochen, um nicht zu riskieren, den Markt zu verlieren.

Der Rewe-Markt wird eine Verkaufsfläche von 1300 Quadratmetern haben. Falls die Arbeitsagentur dort neue Räume beziehen möchte, wird der Markt in zweigeschossiger Bauweise errichtet, berichtete Architekt Alexander Ulrich. Leider habe man kein gemeinsames Konzept mit der benachbarten Schlachterei Johannsen und der Bäckerei Haupt finden können, so Ulrich. Für den Marktbetreiber sei es für die Standortwahl entscheidend, dass die Parkplätze direkt an der Straße lägen. Wäre dies nicht der Fall, würde auch kein Markt gebaut werden können, betonte der Architekt. Aufgrund des begrenzten Einzugsbereichs und der Lage mitten in einem gewachsenen Wohngebiet hätte es ohnehin nur wenige Interessenten gegeben.

Aber immerhin gibt es welche, darauf wies Bürgermeister Sibbel eingangs ausdrücklich. Die Stadt habe in den Verhandlungen stets darauf gedrungen, dass der laut Cima-Einzelhandelsgutachten ausgewiesene Bedarf für einen Nahversorger in diesem Bereich auch umgesetzt wird und kein reines Wohngebiet entstehen soll. Das sei dem Investor auch so vermittelt worden.

Zwischen Prinzenstraße, Siemensstraße und der Feldwegsiedlung plant der Investor ein neues Wohngebiet, das über die Siemensstraße erschlossen werden soll. Geplant sind 85 Mietwohnungen zwischen 60 und 85 Quadratmetern und zwei bis vier Zimmern, sagte Architekt Kai Bremer. Die sieben abgestuft zwischen zwei und vier Geschossen konzipierten Wohnhäuser werden versetzt angeordnet und von Grünflächen und Wegen durchzogen. Eines der Gebäude sei dabei eine rein städtebaulich motivierte Planungsoption auf dem Grundstück der Deutschen Annington außerhalb des Lohnertgeländes, sagte Bremer, es sei vollkommen offen, ob es überhaupt gebaut wird. Wenn dies nicht der Fall ist, wird sich auch ein möglicher Konflikt mit der Überbauung des Bolzplatzes auflösen, und wenn doch gebaut wird, werde man auch „eine Lösung finden“, sagte Bremers Kompagnon Eckhard Schmidt gestern auf Nachfrage. Schmidt bezeichnete die Erschließung über eine Teilfläche des Spielplatzes als „unproblematisch“, er erwarte dort keine Beeinträchtigungen, die Spiel- und Bolzfläche werde von der Zufahrt „sinnvoll abgetrennt“. Schmidt verwies zudem darauf, dass die Fahrzeuge der Anwohner in einer Tiefgarage geparkt werden sollen und die Wohnanlage Pkw-frei werde, dadurch ergäben sich zusätzliche Spielbereiche auf dem Gelände. Besucher parken ihre Autos im Zufahrtsbereich.

Die Politik gab dem Gesamtprojekt ihren Segen, über Einzelheiten der Wohnbebauung und der Spielplatz- und Bolzplatzsituation wäre aber noch zu sprechen.

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