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Dorfjubiläum : 825 Jahre– Bürger frischen die Bünsdorfer Chronik auf

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Gemeinde feiert mit Dorffest Jubiläum

von
erstellt am 02.Sep.2015 | 06:23 Uhr

In den vergangenen 25 Jahren hat sich die Gemeinde Bünsdorf stetig gewandelt. Aus dem landwirtschaftlich geprägten Dorf wurde ein neuer Lebensort vor allem für junge Familien mit Kindern. Vieles von dem, was sich verändert hat, ist in der neuen Dorfchronik dokumentiert, die Bürgermeister Jens Kühne anlässlich des 825-jährigen Dorfjubiläums am Sonnabend präsentierte. Die neue Chronik sei ein Rückblick auf diese 25 Jahre und eine Ergänzung der Festschrift zum 800-jährigen Bestehen der Gemeinde im Jahr 1990. „Und gleichzeitig der wichtigste Teil heute im Festprogramm“, begrüßte er die Gäste auf der Liegewiese am Wittensee. Viele Bünsdorfer seien bereit gewesen, in ihren Beiträgen die Geschichte des Dorfes seit der 800-Jahrfeier fortzuschreiben.

Den ganzen Tag über feierte die Gemeinde am See, ergänzt durch Aktionen an mehreren Stellen im Dorf. Dazu gehörte auch eine Fußgängerrallye, die an zuvor mit Informationstafeln versehenen historischen Gebäuden vorbeiführte. So unter anderem auch an der Alten Meierei gegenüber der Badestelle. In dem Gebäude ist heute unter anderem der Kindergarten untergebracht. Insgesamt zwölf Tafeln hatte die Chronistin Cornelia Kröger entworfen, die es bei der Rallye „abzuarbeiten“ galt.

Erstmals Erwähnung fand Bünsdorf als Bunestorp im Bericht des Rodungsbauern Gottschalk in Holstein in seiner im Jahr 1189 erlebten Vision. Da es kein bestimmtes Gründungsdatum der Gemeinde gibt, dient dieser Bericht mit der traurigen Geschichte über einen Kindermord in der Gemarkung Bunestorp als zeitliche Einordnung für die Entstehung der Gemeinde im Jahr 1190. Jahrhundertelang bestimmte die Landwirtschaft das dörfliche Geschehen und Landleben. 17 Höfe wurden 1990 noch gezählt. Heute sind es laut der neuen Chronik nur noch sechs, die als Familienbetriebe im Ort bewirtschaftet werden. Dafür hat sich das Dorf zu einem beliebten Ferien- und Wohnort für Familien entwickelt.

Bis heute gilt das im Jahr 2000 fertigstellte Neubaugebiet Aukamp aufgrund seiner naturräumlichen Lage als das Wunder von Bünsdorf, für das in den 1990er Jahren lange Zeit keine Bebauung für möglich gehalten wurde. Zu den weiteren kommunalpolitisch großen Projekten der vergangenen 25 Jahre zählen neben der Erschließung des Aukamps die Dorferneuerung 1989 sowie die Dorferneuerung im Zuge der ländlichen Struktur- und Entwicklungsanalyse ab 1996.

Nach dem Verlust großer Teile der dörflichen Infrastruktur zählt der Kindergarten heute mit zur elementaren Bereicherung der Dorfgemeinschaft. Ebenso wie die vielen aktiven Vereine, die Angebote der Kirchengemeinde Bünsdorf besonders für die Senioren, die Feuerwehr und die Landjugendgruppe. Trotz Zuzugs junger Familien ist der demographische Wandel ein ernstzunehmendes Thema in der Gemeinde. Im Rahmen von Workshops zum Masterplan Daseinsvorsorge des Amtes Hüttener Berge haben die Bünsdorfer einige Ideen entwickelt, um ihre Gemeinde zukunftssicher sowie weiterhin lebens- und liebenswert zu gestalten.

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