zur Navigation springen
Eckernförder Zeitung

22. September 2017 | 15:33 Uhr

Pferdesport : 8,0 als höchste Wertnote

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die 15-jährige Elena Klagges gewann auf Quantessa die zweite Wertung des Schwansen-Cups in Damp.

Der Reitclub Damp hatte zu seinem Reitertag eingeladen, der zugleich die zweite Station des Schwansen-Cups im Springen und in der Dressur jeweils auf E- und A-Niveau war. 35 Paare gingen bei der Stilspringprüfung der Klasse A* an den Start, darunter auch sieben Ponys. Neun Hindernisse, darunter eine Kombination, hieß es zu überwinden, für jede Vorstellung wurden von den Richterinnen Karin Jürgensen und Inge Voßeler Wertnoten von 0 bis 10 vergeben. Der Ritt von Elena Klagges auf Quantessa (Reitclub Damp) überzeugte die Jury und wurde mit einer 8,0 belohnt – die höchste Wertnote der Prüfung.

Richterin Karin Jürgensen erläutert die wichtigsten Kriterien, die Pferd und Reiter zu erfüllen haben: „Wichtig ist das Gleichmaß, die Linienführung, dass das Pferd an den Hilfen ist und der Reiter elastisch in der Bewegung mitgeht und beim Springen nicht stört. Die Siegerin hat diese Kriterien gut erfüllt.“

Nicht nur Jürgensen, auch Jenny Gonnell, die dieses Jahr nicht im Richterwagen saß, sondern als Trainerin fungierte, bewertet diese Kriterien: „Als Richter achtet man auf die Linienführung des Reiters, das gewählte Grundtempo, die passende Absprungdistanz und natürlich auf Sitz und Einwirkung des Reiters. Ich persönlich achte viel auf das Tempo und das passende Anreiten der Hindernisse. In erster Linie muss nach der Reitlehre gerichtet werden, aber trotzdem hat jeder seinen eigenen Geschmack. Und man darf nicht vergessen, alle sind nur Menschen und man lässt sich auch manchmal vom ersten Eindruck leiten.“

Doch bevor Ross und Reiter in die große Veranstaltungshalle einritten, wurde der Parcours vor Prüfungsbeginn von allen Teilnehmern zunächst, wie üblich, zu Fuß beschritten, um Wege und Distanzen unter die Lupe zu nehmen. „Der Parcours war kein Null-Acht-Fünfzehn- Parcours, die Linienführung war anspruchsvoll und die Reiter mussten die Hindernisse konsequent anreiten können und zügig reiten, sonst gab es Zeitfehler“, erklärt Jürgensen.

Auch Siegerin Elena Klagges nahm bei der Besichtigung alles genau unter die Lupe, konnte dabei dieses Mal sogar wichtige Tipps von Trainer Christian Thiesen, bei dem sie seit einem Jahr trainiert, mitnehmen wie sie verrät: „Er hat mir mit auf den Weg gegeben, ordentlich durch die Ecken zu reiten, um eine gute Distanz zum Sprung zu bekommen und das Pferd gerade zu halten. Außerdem hatte ich mir vorgenommen, leichten Sitz zu zeigen und cool zu bleiben. Im Parcours musste ich aufpassen, dass Quantessa nicht zu schnell wird.“ Gesagt, getan. Das Duo absolvierte den Parcours fehlerfrei und rhythmisch. Das wurde mit einer 8,0 belohnt. Hiermit konnte die 15-Jährige ihre ersten Punkte beim Schwansen-Cup sichern: „Ich nehme am Cup teil. In Loose hatte ich keine Zeit, reite aber die nächste Station in Kosel am kommenden Wochenende und das Finale in Waabs.“

Mit dabei, als mentale Stütze und Turnierhelferin, ist Mutter Cristina, die immer eine Hand für die Pferde frei hat und weiß, wie wichtig Ausdauer im Pferdesport ist: „Elena ist sehr zielstrebig und fleißig, hat ein gutes Auge und reitet leidenschaftlich gerne.“ Doch nicht nur Mama und Tochter sind mit von der Partie, auch Sohn Frederic, der in der gleichen Prüfung wie seine Schwester an den Start ging. Mit einer souveränen Runde kam er auf den dritten Rang. Das ist mittlerweile für Elena aber ganz normal: „Früher war es Konkurrenz, heute helfen wir uns gegenseitig und geben uns Tipps.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen