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Jahrgangstreffen : 74er-Jahrgang begeistert von der neuen Gudewerdtschule

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Früher haben sie Vokabel gepaukt und Mathe gebüffelt und waren von der Schule wohl auch oft genervt. 40 Jahre danach können es 38 Schüler des Abschlussjahrgangs 1974 ganz entspannt sehen – das Jahrgangstreffen hat Ute Schreiber organisiert.

Eckernförde | Auch wenn der eine oder andere so manches Gesicht nicht sofort zuordnen konnte, so hatten sich die 38 Teilnehmer des Jahrgangstreffens nach 40 Jahren jede Menge zu erzählen. Die Organisatorin des Treffens, Ute Schreiber, konnte von ursprünglich 80 Schülern der Klassenzüge 10a-d bis auf vier Adressen alle Mitschüler ausfindig machen und sie für eine Schulbesichtigung mit anschließendem Essen begeistern. Am Sonnabend empfing stellvertretende Schulleiter der heutigen Gemeinschaftsschule, Eike Petersen, die ehemaligen Schüler. Dort, wo die Schüler einst auf asphaltiertem Schulhof ihr Pausenbrot aßen, brachte sie Petersen in der neuen Mensa auf den neuesten Stand. Die einstige Realschule bildet heute von drei zusammengelegten Schulen den Standort „Nord“ und unterrichtet von insgesamt 1000 Schülern rund 600 in den Klasssenzügen 7-10. Nach sieben Jahren Gemeinschaftsschule habe die Schule den Beschluss nicht bereut, so Petersen. Er sehe auch für die Zukunft die Schule am Ort.

Nicht nur die Umgestaltung der Klassenräume mit jeweiligem Gemeinschaftsraum beeindruckte die Teilnehmer, besonders angetan hatten es ihnen die neuen naturwissenschaftlichen Räume. Neben bereits drei fertiggestellten Laboren mit Hightech wie elektronischen Tafeln, den „activboards“, sollen bis zum Herbst noch drei weitere folgen. Die Besichtigung des noch bestehenden alten Chemiesaals rief bei den einstigen Schülern alte Erinnerungen hervor. An einen konnten sie sich alle erinnern: an den stets in weißen Kittel gekleideten Chemielehrer Freudenstein (im Schülerjargon liebevoll „Feuerstein“ genannt), bei dessen strengem Wiederholungsaufruf alle am liebsten unter die Bänke versanken. Auch die gut ausgestattete Lehrküche, Computerräume, Chill-Inn-Raum für die Schüler und besonders der Relax-Raum mit Panoramablick für die Lehrer faszinierten die Besucher. Nach gut zweistündigem Rundgang endete die Führung im Lehrerzimmer, wo die ehemaligen Schüler zur Erinnerung einen Kaffeebecher mit den Initialen der Gemeinschaftsschule erhielten.

Anschließend ging es ins nahgelegenen EMTV-Sportheim, wo bereits drei ehemalige Lehrer warteten. Renate Plett (Deutsch / Sport), Karin Hinz (Deutsch / Englisch) und Wolf-Dieter Reiche (Französisch / Sport) konnten hier das Repertoire an Schülerstreichen und Anekdoten noch ergänzen. „Ein Erlebnis ist mir besonders in Erinnerung geblieben“, gibt Reiche zum Besten. „Auf Klassenfahrt im Berchtesgadener Land war ein Ausflug nach Salzburg geplant. Da Schüler Bodo seinen Kinderausweis vergessen hatte, wurde er an der Grenze für einen Tag vom Lehrer adoptiert. Doch Bodo hatte die Sache zu wörtlich genommen. Bei der Heimkehr begrüßte er meine Frau und Tochter mit: Hallo Mutti, wie geht es denn der Kleinen?“ berichtet er schmunzelnd.

Nachdem für die bereits sieben verstorbenen Mitschüler eine Schweigeminute eingelegt wurde, schwelgten die Teilnehmer bis nach Mitternacht in Erinnerungen. Die meisten Teilnehmer sind ihrer alten Heimat treu geblieben. Die weiteste Anreise hatte Steuergehilfin Sybille Moll, die beruflich in Magdeburg christliche Jugendarbeit leistet. Weniger weit hatte es Evelin Rieger, die als Arzthelferin Eckernförde verließ, sich in Süddeutschland zur Cytologieassistentin weiterbildete, um heute in Kronshagen in der Krebsdiagnostik zu arbeiten.

Aufgrund des großen Zuspruchs wurde beschlossen, das Treffen in fünf Jahren zu wiederholen.


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erstellt am 12.Mai.2014 | 06:13 Uhr

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