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Badestellen im Test : 63 Badestellen erhalten die Bestnote

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

An 75 Orten im Kreis untersucht die Verwaltung regelmäßig die Wasserqualität / Drei davon schneiden schlecht ab

von
erstellt am 25.Mai.2016 | 07:20 Uhr

Die Vorfreude steigt – auf laue Sommernächte, auf Eisbecher, grillen im Garten und auf ausgiebiges Schwimmen. Für ungetrübten Badespaß sind derzeit Mitarbeiter des Kreises im Einsatz. Sie entnehmen den 75 Badestellen im Kreis Rendsburg-Eckernförde Wasserproben. Die Ergebnisse werden rechtzeitig zum Beginn der Badesaison am 1. Juni vorliegen.

„Wir untersuchen die Gewässer auf die Indikatorkeime Escherichia coli und Intestinale Enterokokken. Sie geben Hinweise auf eine fäkale Verunreinigung durch Warmblüter, zum Beispiel durch eine angrenzende Kuhweide“, erklärt Wolfgang Tismer, Hygienekontrolleur beim Kreis. Für die Entnahme der Proben gelten strenge Regeln: „An der Stelle muss das Wasser mindestens einen Meter tief sein. Die Probe nehmen wir dann aus 30 Zentimetern Wassertiefe.“ Das werde immer auf diese Weise gemacht. „So sind die Badestellen vergleichbar“, sagt Wolfgang Tismer.

Entnommen wird jeweils ein Viertelliter Wasser. Außerdem notieren die Kontrolleure den PH-Wert und die Temperatur des Wassers, Lufttemperatur, Windrichtung und -stärke, Badebetrieb und Seegang. Außer der Probe vor der offiziellen Badesaison werden zwischen dem 1. Juni und dem 15. September vier weitere entnommen. Werden Werte überschritten, gibt es eine Nachkontrolle. Sind auch deren Ergebnisse zu schlecht, wird ein Badeverbot erteilt. „Das wird erst aufgehoben, wenn zwei aufeinanderfolgende Proben unterhalb des kritischen Wertes liegen“, erklärt Wolfgang Tismer das Vorgehen.

Von den 75 Badestellen im Kreis seien drei als kritisch zu bewerten. Dies sind die Gemeindebadestelle in der Habyer Straße in Groß Wittensee und die Gemeindebadestelle in Westensee. Beide sind zuletzt mit „ausreichend“ bewertet worden. Die Badestelle Götheby in Fleckeby hat drei Jahre in Folge mit „mangelhaft“ abgeschnitten. Seit vergangenem Jahr ist sie deshalb in der Neubewertung. „Auf die drei Gewässer haben wir ein verstärktes Augenmerk“, sagt Tismer. Die schlechten Noten bedeuten jedoch nicht, dass die Wasserqualität an den Stellen zurzeit zu wünschen übrig lässt. Sie beruhen auf einer statistischen Berechnung, die auf Wasserproben der vergangenen vier Jahre zurückgreift. Schlechte Werte, auch wenn sie nur vereinzelt auftreten, können die Note Tismer zufolge schnell verschlechtern. Bei akuten Gesundheitsgefahren leite die Verwaltung hingegen sofort Schritte zum Schutz der Badegäste ein, so werde etwa ein befristetes Badeverbot ausgesprochen.

Tismer kann aber auch verkünden, dass 63 Badestellen als „ausgezeichnet“ gelten, vier werden mit „gut“ bewertet und für fünf neue gibt es noch keine Einstufung. Mit 75 Badestellen liegt der Kreis auf Platz eins in Schleswig-Holstein. Nirgends im Land gibt es mehr offizielle Möglichkeiten, ins kühle Nass zu hüpfen. „31 der Badestellen liegen an der Ostsee, der Rest befindet sich im Binnenland“, weiß der Hygienekontrolleur.

Die Ergebnisse der Wasserproben, die nach der Entnahme im Labor untersucht werden, liegen nach etwa 48 Stunden vor. Sie werden vor Ort ausgehängt, wobei sich die Qualität des Wassers in der Anzahl von vergebenen Sternen widerspiegelt – je mehr Sterne, umso besser die Gewässerqualität. „Per QR-Code auf dem Aushang kann man die tagesaktuellen Ergebnisse auf unserer Internetseite abrufen“, berichtet Tismer.

Bis es soweit ist, müssen allerdings noch einige Proben entnommen und untersucht werden. Und dann kann das ungetrübte Badevergnügen im Kreis Rendsburg-Eckernförde für dieses Jahr beginnen.

> Eine Übersicht der Badestellen sowie deren Bewertung findet sich auf der Internetseite des Kreises unter www.kreis-rendsburg-eckernfoerde.de unter dem Menüpunkt „Wirtschaft und Tourismus“.

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