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Hotel Mango’s : 62-Betten-Hotel: Baubeginn im Sommer

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Familie Franz investiert vier Millionen Euro in einen Vier-Sterne-Hotelneubau neben dem Mango’s. Die Eröffnung ist für den Sommer 2018 geplant.

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erstellt am 11.Mai.2017 | 06:47 Uhr

Eckernförde | Vier Sterne für Eckernförde mit einem Realisierungsgrad von über 80 Prozent? Die Grafik auf der gestrigen Wirtschaftsseite über die geplanten Hotelansiedlungen in Schleswig-Holstein trifft den Nagel auf den Kopf. Henning Franz und seine Tochter Claudia werden auf dem Mango’s-Gelände in der Berliner Straße ein Vier-Sterne-Hotel mit 31 Zimmern und 62 Betten errichten. Das bestätigte Familie Franz gestern auf Anfrage unserer Zeitung. Nach dreijähriger Planungsphase mit diversen Schwierigkeiten und Verzögerungen liegt nun die Baugenehmigung für das dreigeschossige Hotel mit Staffelgeschoss vor. „Wir werden im Sommer mit dem Bau beginnen und unser neues Hotel ein Jahr später im Sommer 2018 eröffnen“, sagte der Eckernförder Gastronom und Discothekenbetreiber Henning Franz. Geleitet wird das neue Haus von seiner Tochter Claudia, die bereits erfolgreich das Mango’s Strandhotel mit 33 Zimmern und angeschlossener Gastronomie und Saal führt. Architekt ist der Eckernförder Stefan Rimpf.

Die Lage ist mit dem unverbaubaren Meerblick und dem Strand direkt vor Augen einerseits sehr privilegiert, andererseits wegen der beidseitig direkt am Haus entlangführenden Bundesstraße und der seeseitig vierstelstündlich frequentierten Bahnlinie auch keine reine Freiluft-Idylle. Doch Vater und Tochter wollen für die Hotelgäste mit konsequent zur See ausgerichteten Zimmern und schallabsorbierenden Fenstern das Optimum an Ruhe, Erholung und Komfort ermöglichen. Die 31 Zimmer sind zwischen 26 und 36 Quadratmeter groß und mit allen geläufigen Annehmlichkeiten ausgestattet. Im Staffelgeschoss können die Gäste sich fit halten und von der Sauna direkt auf die Ostsee blicken. Alle Zimmer sind mit Balkon oder Terrasse ausgestattet und verfügen über Meerblick. Gefrühstückt wird im bestehenden Strandhotel, im Saal wird ein Büfett aufgebaut. Die Fassade des neuen Hotels wird in farblicher Anlehnung an das in diesem Jahr seit 120 Jahren bestehende Strandhotel (früher „Seegarten“) mit einem hellen, gelben Ziegelstein in moderner Optik aufgemauert. Zum Strand hin wird eine große Terrasse angelegt. Geparkt wird rund um das Hotel und auf dem mit zusätzlichen Stellflächen versehenen Grundstückszipfel zwischen B 76 und Bahnlinie.

Obgleich noch kein Stein auf dem anderen steht, gibt es schon Buchungen für beide Hotels. So hat ein großer Chor aus den Niederlanden im Oktober 2018 sowohl das Mango’s Strandhotel als auch das neue Hotel komplett gebucht, sagt Hotelchefin Claudia Franz. Vater Henning rechnet in der Anfangszeit vorsichtig mit einer ganzjährigen Auslastung von 65 Prozent. Familie Franz investiert rund vier Millionen Euro in das Zukunftsprojekt. Zehn Vollzeitstellen werden in dem neuen Hotel geschaffen.


Exer: Hotel oder Apartments?


Hotelpläne gibt es nach wie vor auch für den ebenfalls direkt am Strand gelegenen Exer zwischen Stadthotel und Meerwasserwellenbad. Das bestätigte der Geschäftsführer der Eckernförde Touristik und Marketing GmbH (ETMG), Stefan Borgmann. Bei diesem Projekt sei eine Realisierung im Gegensatz zum Mango’s aber noch keine beschlossene Sache. Nach den ersten Interessensbekundungen mehrerer Hoteliers in den Vorjahren gebe es nach wie vor mehrere Interessenten, sagte Borgmann. Bevor man jedoch in konkrete Verhandlungen einsteige, solle zunächst in den zuständigen Fachausschüssen der Stadt über die gewünschte Nutzung des Exers gesprochen und dann in der Ratsversammlung entschieden werden. So sei neben dem Bau eines neuen Hotels in einer Größenordnung um die 100 Zimmer beispielsweise auch der Bau eines neuen Apartmenthauses vorstellbar, wie es von der ETMG bereits erfolgreich an der Hafenspitze betrieben werde. Borgmann rechnet noch in diesem Jahr mit einer politischen Entscheidung, anschließend könnten sich Investoren und Planer bei der Stadt bewerben. Der Bau einer Seebrücke durch die Stadt sei derzeit übrigens keine Investitionsvoraussetzung für die interessierten Hotelbetreiber mehr.

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