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Eckernförder Zeitung

18. Oktober 2017 | 13:43 Uhr

Abschied : 6000 Stunden Ehrenamt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Nach 25 Jahren Einsatz beim DRK Altenholz zieht sich Else Lutz zurück.

shz.de von
erstellt am 19.Dez.2013 | 06:23 Uhr

Ein Vierteljahrhundert stellte Else Lutz dem Altenholzer Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt (AWO) ihre ehrenamtliche Hilfe zur Verfügung. Im 85. Lebensjahr wurde es nun Zeit, ihre Aufgaben an den „Nachwuchs“ abzugeben. „Wir können gar nicht genug schätzen, was du alles für uns und die Allgemeinheit getan hast“, betont Hildegard Schaper.

Anfangs hätte die Ortsvereinsvorsitzende nicht verstehen können, warum die rüstige Rentnerin zum Jahresende aufhören möchte, doch dann nahm sie das Veranstaltungsbuch zur Hand. „Am 6. Dezember 1988 war Else erstmals als Verantwortliche für den Mittagstisch eingetragen. Seitdem stand sie jeden Freitag drin – 25 Jahre lang.“ Im Mai 1990 kamen dann die Dienste beim Seniorenkaffee hinzu. Außerdem war sie regelmäßig bei den Haussammlungen dabei, um Spendengelder zu bekommen und betreut täglich eine Dame aus der Wohnanlage. „Sie geht für sie einkaufen oder besucht sie einfach so zum Klönschnack. Es ist sagenhaft, was diese Frau alles gemacht hat.“ Als Freund von Zahlen, hat Hildegard Schaper einmal gerechnet. Würde man für das wöchentliche Mittagessen vier Stunden veranschlagen, wären das schon 5200. Die Kaffeenachmittage, Sammlungen und Hausbesuche dazu gezählt, käme man auf mindestens 6000 Stunden. Bei einem Stundenlohn von 10 Euro, hätte Else Lutz somit gut 60 000 Euro für die AWO erarbeitet und erntete großen Applaus. Das war der Altenholzerin doch eher unangenehm, denn sie hätte immer gerne geholfen. Sorge, wie sie die zusätzliche freie Zeit künftig nutzen wird, bestünde nicht: „Mein Mann und ich unternehmen immer sehr viel. Da kommt keine Langeweile auf.“

Und auch, wer ihre Aufgaben übernehmen wird, ist kein Problem. Elsbeth Struck schloss sich zwar erst vor wenigen Monaten der AWO an, ist aber gerne bereit zu helfen. „Ich habe sie mir gleich gekrallt“, gesteht Hildegard Schaper lachend. Die fünffache Mutter ist als staatlich geprüfte Hauswirtschaftsgehilfin bestens vorbereitet. „Ich weiß zwar noch nicht genau, worauf ich mich eingelassen habe, aber kochen kann ich“, sagt die 59-Jährige mit einem Augenzwinkern. Die Ortsvereinsvorsitzende ist begeistert: „Schön, dass Du noch so jung bist. Dann kannst Du uns ja auch 25 Jahre erhalten bleiben.“

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