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Großer Ansturm : 6000 Besucher beim Tag der Marine

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Rieseninteresse an Fahrzeugen, Einsatzgeräten und Ausrüstungsgegenständen der Marineeinheiten im Eckernförder Stadthafen: Fünf Stunden lang informierten sich rund 6000 Besucher über die Arbeit der Marinesoldaten und marinenaher Einrichtungen.

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erstellt am 15.Aug.2014 | 06:24 Uhr

Die Markierungen auf der Strichliste am Zugang zur „Siegburg“ wurden immer kleiner. Der Andrang beim „Tag der Marine“ gestern im Stadthafen war so groß, dass der junge Matrose clever versuchte, alles auf einem Zettel unterzubringen und dabei immer kleinere Striche machte. Allein 2000 Besucher strömten auf das Hohlstablenkboot des 5. Minensuchgeschwaders, rund 6000 dürften es auf dem gesamten Hafengelände gewesen sein, schätzte Organisator Kapitänleutnant Detlef Kroll die Besucherzahl.

Die Bundeswehr und insbesondere die Marine mit ihren Spezialeinheiten kann personelle Unterstützung gut brauchen. Nach der Abschaffung der Wehrpflicht fehlt es an vielen Stellen an Nachwuchs. In der Sportförderkompanie von Lars Apitz beispielsweise, der immer gute Schwimmer, die auch gut laufen können, sucht. Der Ruderergometer lockte viele Nachwuchssportler wie die Schwestern Cathrin und Simone Haagn aus Wiesbaden an, die 500 Meter zu absolvieren hatten und dies in 2,57 und 2,59 Minuten schafften. Cathrin (14) ist übrigens frischgebackene Deutsche Meisterin im Drachenbootfahren. Nachwuchsmangel herrscht auch bei den Kampfschwimmern. „Ein Teil unserer 220 Dienstposten sind unbesetzt“, sagte Konrad Wolf, Leiter des Personalwerbetrupps. Und wird just von Vivien Appelmans aus Vogelsang-Grünholz angesprochen, die nach ihrem Abitur im kommenden Jahr gerne bei der Bundeswehr studieren möchte und sich eine Ausbildung bei den Kampfschwimmern vorstellen kann. Die sportliche 19-Jährige trainiert gerade intensiv Triathlon und scheut auch nicht die hohen körperlichen Herausforderungen, die keinen Unterschied zwischen Mann und Frau machen. Wobei noch keine der wenigen Frauen ihre Kampfschwimmerausbildung erfolgreich beendet hat – vielleicht schreibt die junge Vogelsangerin ja später Kampfschwimmergeschichte.

An der Pier informieren Soldaten des Seebataillons, Boardingssoldaten und Minentaucher über ihre Aufgaben und weltweiten Einsätze und zeigen ihre dazugehörige Ausrüstung wie die der Boardingsoldaten im Einsatz gegen die Piraten am Horn von Afrika und Einsatzgeräte wie den spektakulären „Igel 4“. Das teilgepanzerte Fahrzeug gehört zur Küsteneinsatzkompanie des Seebataillons und wird in Kampfgebieten wie Afghanistan eingesetzt. Besonders imposant war das neue Löschfahrzeug Z 6 der Stützpunktfeuerwehr, das bis zu 6000 Liter Wasser mit sich führt, über 680 PS verfügt und speziell für den Helikopterlandeplatz angeschafft wurde. Immer wieder bestiegen gerade Kinder das kleine Aufklärungsfahrzeug „Polaris“ der Kampfschwimmerkompanie. Damit erkunden die Kampfschwimmer, die nicht nur im Wasser operieren, küstennahe Gebiete. Im Blickpunkt standen ferner die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger und auch der Gerätekraftwagen des Technischen Hilfswerks, über das der Ortsbeauftragte Michael Marszalek und seine Kollegen informierten. Auch Torpedos und Unterwasserfahrzeuge zur Aufklärung und Minenräumung sowie Roboter zur Kampfmittelbeseitigung lockten den ganzen Tag über viele Besucher an. Und wer seine berufliche Zukunft bei der Truppe sucht, fand ebenfalls kompetente Ansprechpartner.

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