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Jubiläum bei Osdorfer Sportverein : 60 Jahre mit Spaß in Bewegung

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Osdorfer Sportverein feiert mit Kommers und Festball. Der Vorsitzende, Bernhard Wölki, wirft einen Blick zurück, hat aber auch die Zukunft des Vereins im Auge.

Osdorf | Am 22. Juni 1956 traf sich die Gründungsversammlung des Osdorfer Sportvereins (OSV) im Saal von Dibberns Gasthof an der Noerer Straße – genau 60 Jahre später, am Mittwoch, 22. Juni, lädt der Vorstand wieder in denselben Saal ein: Um den runden Geburtstag des Vereins zu feiern. Dass die Feier und auch der Festball, der am Sonnabend, 2. Juli, steigen soll, am Gründungsort stattfinden werden – daran bestand nie ein Zweifel. „Dibberns Gasthof ist unser Vereinslokal“, sagt der Vorsitzende Bernhard Wölki.


Die Anfänge im Vereinslokal


Die Entwicklung des Vereins war immer eng mit dem Gasthof verbunden: In den ersten Jahren wurde im Saal Tischtennis gespielt und, als 1959 die Schützensparte gegründet wurde, auch geschossen. „Aber die Schützen haben schnell und in Eigenleistung ihre Schießstände gebaut“, berichtet Wölki weiter, eine Anlage, die auch heute noch zu den größten im Kreisgebiet zählt.

Auch der Sportlerball, der beim OSV traditionell als „Tanz in den Mai“ gefeiert wird, ist woanders nicht vorstellbar. Viele Jahre führten die Sparten, zum Beispiel die Turner (siehe Fotos), zu dieser Gelegenheit etwas vor.

Das ist heute nicht mehr so, aber an anderer Stelle beweist der OSV große Kontinuität. „Bei uns gilt das ungeschriebene Gesetz, dass Vorstandsposten frühestens nach zehn Jahren abgegeben werden dürfen. Und dann auch nur, wenn ein Nachfolger vorgestellt werden kann“, erzählt der Vorsitzende schmunzelnd.


Die Vorsitzenden des OSV


Die meisten haben das auch geschafft. Martin Nissen, inzwischen verstorben, war der erste Vorsitzende und blieb das „nur“ für fünf Jahre. Das mag dran gelegen haben, dass er den Posten auch mehr zufällig bekam, wie er Bernhard Wölki einmal verraten hatte: Der Osdorfer Lehrer Günther Dumcke, der heimlich als Vater des Sportvereins gilt, hatte zur Gründungsversammlung einberufen. Da sich in der Runde der 28 Gründungsmitglieder aber niemand fand, der den Vorsitz übernehmen wollte, wurde beschlossen, die Entscheidung dem Zufall zu überlassen – dem nächsten, der den Saal betreten sollte, wurde der Posten ans Herz gelegt. Nissen nahm an. 1961 übernahm Hans Ohms. Er brachte es auf 22 Jahre, Ernst Heinrich Staack führte den Verein acht Jahre, Bernhard Wölki blieb zehn Jahre dabei. Sein Schwager Joachim Iwers war bis 2013 Vorsitzender, dann übernahm Wölki das Amt erneut.


Die Entwicklung des OSV


Wölki ist 1963 eingetreten. „Funktion: Mitglied der Knabenmannschaft“ steht auf der sorgfältig gepflegten Karteikarte. Er hat noch erlebt wie in dem Klassenzimmer unter dem heutigen Vereinsheim geturnt wurde. Die erste große Investition wurde mit der Anlage des Sportplatzes 1960 getätigt. Die Gründung des Schulverbands 1966, der in diesem Jahr ebenfalls Jubiläum feiert, war notwendig, um die Sporthalle bauen zu können. Sie entstand 1967 und war damals eine der ersten im Altkreis. „Klein, aber fein – leider ein bisschen zu klein, wie sich später herausstellte“, erklärte Wölki weiter.

1972 wurde die Flutlichtanlage in Eigenleistung installiert. „Das war die erste in Schleswig-Holstein“, sagt der Vorsitzende. Sogar die Landesauswahl habe deshalb ein Spiel in Osdorf ausgetragen. 1984 ist – wiederum in Eigenleistung – das Sport- und Jugendheim entstanden. Mit rund 50 Helfern haben Walter Thiessen, Fritz Lüthje, Ernst Heinrich Staack und Bernhard Wölki in insgesamt 3000 Arbeitsstunden den Dachboden über den Schulklassen ausgebaut. 1987 wurde der neue Sportplatz, 1992 die Tennisanlage eingeweiht.


Der Sportverein heute


Rund 800 Mitglieder zählt der Osdorfer Sportverein heute. Die größte Abteilung ist die der Turner: 320 Mitglieder halten sich beim Kinderturnen, Akrobatik, Gymnastik, Aerobic, Zumba und Yoga fit. Danach folgen die Sparten Fußball, Tischtennis und Tennis und die Schützen. Beim Handball besteht seit 2008 eine Spielgemeinschaft mit Gettorf. Die Altherren-Mannschaft erfreut sich mit rund 70 Mitgliedern großer Beliebtheit. Ebenso sind die Senioren eine unternehmungslustige Truppe. Beliebt sind auch die Herbstfreizeit für Kinder von acht bis zwölf Jahren sowie der Laternenumzug und die Faschingspartys für Groß und Klein.

Bernhard Wölki hat als Vorsitzender alle Hände voll zu tun. Der ehemalige Verwaltungsbeamte legte sogar seine Ämter als Kommunalpolitiker nieder, um Interessenkonflikte zu vermeiden. Denn für die Pläne, am A-Platz der Liga-Mannschaft Toiletten einzubauen und eine Flutlichtanlage ebenfalls an diesem Platz anzubringen, hofft er auf die Unterstützung der Gemeinde.


Der Kommers und der Ball


Zum dem Kommers werden 140 geladene Gäste erwartet. „Wir möchten uns bei allen für den OSV ehrenamtlich Tätigen bedanken“, sagt der Vorsitzende. Das seien immerhin 90 Personen, also mehr als zehn Prozent aller Mitglieder. Dazu kommen Gäste aus Vereinen und Verbänden, der Politik und der Nachbarvereine. Zu den Gründungsmitgliedern gehören Klaus Boyke, Hansi Hammerich, Wilfried Hamann, Bernd Siemsen und Dieter Staack, ebenso wie Ernst Heinrich Staack und Klaus Bandholt. Ernst Heinrich Staack ist der einzig Verbliebene Funktionsträger aus der Gründungsversammlung – er war damals Kassenprüfer. Noch im Gründungsjahr eingetreten und daher ebenfalls seit 60 Jahren im Verein sind Harald Sellhorn und Hannelore Mißfeldt, geborene Bieder.

Neben dem Empfang lädt der OSV alle anderen Mitglieder, Freunde und Interessierten zum großen Festball am Sonnabend, 2. Juli, 20 Uhr ein. Der Kartenvorverkauf bei Dibberns Gasthof hat bereits begonnen, für die Musik wird Ilona Schulz sorgen.

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erstellt am 11.Jun.2016 | 05:43 Uhr

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