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Reitsport : „5 vor 12“ – IG Reitwege fehlen Mitglieder und Sponsoren

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Interessengemeinschaft Reitwege Schwansen braucht dringend Unterstützer / Mitglieder Versammlung am 19. April in der Amtsaußenstelle Vogelsang-Grünholz.

von
erstellt am 15.Apr.2016 | 06:07 Uhr

Holzdorf | Reiten in Schwansen – ein Genuss sagen Freunde des Reitsports. Im Sattel eines Pferdes durch Wiesen, entlang von Wäldern und mit Blick auf Ostsee und Schlei reiten, ein Erlebnis für Reiter. Zahlreiche sind auch Mitglied in der Interessengemeinschaft Reitwege (IG Reitwege) Schwansen, die für die Reiter inzwischen ein 30 Kilometer langes Reitwegenetz organisiert hat. Durch Anpachtung von teils nur wenigen Hundert Meter langen Wegverbindungen entlang von Feldern, Wäldern oder über Privatwege, ist es ihnen gelungen, die Attraktivität der Region und auch die Sicherheit für die Reiter zu erhöhen. Davon sind Dr. Thomas Wagner und Peter Tramm, Vorsitzende der IG-Reitwege, überzeugt. Und die IG könnte für die Reiter zahlreiche weitere Verbindungen und Rundreitwege ermöglichen. Angeboten werden ihnen immer wieder attraktive Strecken, berichtet Wagner als erster Vorsitzender. Doch die IG hat keine Mittel mehr. Jede neue Wegverbindung ist mit Kosten verbunden. Entweder kostet es jährliche Pacht oder es fallen Instandsetzungskosten an, um den Weg herzurichten. „Es ist 5 vor 12“, müssen Wagner und Tramm feststellen.

Die Ausgaben für immer mehr Pachtstrecken übersteigen inzwischen die Einnahmen der IG. Zu wenige Reiter werden Mitglied und erwerben für nur 30 Euro im Jahr die Legitimation, das Reitwegenetz der IG-Reitwege zu nutzen. Die Zahl liegt seit Jahren konstant bei 100 Plaketten, die ausgegeben werden, sagt Peter Tramm. Wieviele die Wege illegal nutzen, können sie nicht sagen, das werde auch nicht kontrolliert, so Wagner. Innerhalb von zehn Jahren konnten die Organisatoren das Reitwegenetz nahezu verdoppeln. Um das in fast 20 Jahren aufgebaute Erfolgsmodell zu erhalten, werden dringend Sponsoren, Spender und mehr Mitglieder gebraucht. Reiter sollten bedenken, dass sie ausgestattet mit der Jahresplakette der IG, legal auf den Reitwegen unterwegs sind. Sie müssten dann nicht mehr wild Wege nutzen, sagt Tramm.

Dabei betonen die Verantwortlichen, die die Arbeit ehrenamtlich ausüben, dass die Gemeinschaft überregional tätig ist. Ihr Bemühen ist es, dass in den Kerngemeinden Schwansen jeder Reiter vor Ort einen Einstieg in die Reitwege hat, so Tramm. Daher können die beiden auch nicht verstehen, warum sich einige von ihnen um Unterstützung angeschriebene Gemeinden sträuben, die IG etwas zu fördern. Angefragt werden die Gemeinden, die durch das Reitwegenetz verbunden werden. Das sind Damp, Dörphof, Holzdorf, Thumby, Waabs und Winnemark. „Die Unterstützung dient ganz klar dem Reittourismus allgemein, der auf jeden Fall eine Bedeutung in Schwansen hat“, sagt Wagner.

Daher ruf die IG auch die vielen privaten Urlaubsvermieter auf, die ihren Gästen Unterstellmöglichkeiten für ihre Pferde bieten, Monatskarten zu erwerben. Die gibt es erst seit dem Vorjahr, wie Wagner berichtet. Sie kosten für einen Monat 10 Euro, angesichts der Kosten des Reitsports extrem wenig, wie Tramm ergänzt. Erhältlich sind die Marken, mit der es auch eine Übersichtskarte der eingezeichneten Wege gibt, beim Vorstand. Dort gibt es auch Infos zur Möglichkeit des Sponsorings.

Über den aktuellen Stand wird bei der Mitgliederversammlung am Dienstag, 19. April, 19.30 Uhr, im Sitzungszimmer der Amtsaußenstelle in Vogelsang berichtet. Dabei wird der Vorstand auch feststellen, dass für die Pflege der Reitwege die jeweiligen Nutzer in der Region zuständig sind. Die IG organisiert nur die Vernetzung und vermittelt die Anpachtung der Wege. Würde sie auch die Reitwege pflegen, wäre mit einem Jahresbeitrag von vielleicht 200 Euro zu rechnen, den aber keiner will, betonen die Vorsitzenden.

 

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