Segeln : 46. Eck-Days: Rennschnecke wird Gesamt-Fünfter

An der Luvmarke achteten die Segler genau darauf, möglichst keinen Meter zu verschenken.
An der Luvmarke achteten die Segler genau darauf, möglichst keinen Meter zu verschenken.

Die Segler mussten an beiden Regattatagen mit sehr unterschiedlichen Bedingungen klar kommen. Ein Leidtragender davon war SCE-Nachwuchsmann Fritz Schaarschmidt, der am Sonntag einen möglichen zweiten Platz einbüsste.

shz.de von
03. Juni 2014, 06:00 Uhr

Mit knapp fünf Windstärken aus Nordwest stimmten die Bedingungen für die 31 Nordischen Folkeboote, um in der 46. Auflage die traditionellen Eck-Days des Segelclubs Eckernförde auszusegeln. Nicht ganz 1,5 Seemeilen lagen die Bahnmarken auseinander, auf deren Strecke bei dem vorherrschenden Wind von den Seglern neben Taktik auch Gewicht und Körpereinsatz gefordert wurde. War beim ersten Start noch die Startschiffseite an der Startlinie bevorzugt, sorgte die Neuausrichtung der Linie ab dem zweiten Start der insgesamt drei Wettfahrten des Tages dafür, dass nicht wirklich eine Seite in der Gunst der Segler stand. „Wir hatten teilweise Winddrehungen bis zu 30 Grad“, berichtet Co-Wettfahrtleiter Walter Sperlich. Im Vorteil war, wer sich mit den Strömungsverhältnissen bei der vorherrschenden Windrichtung auf der Eckernförder Bucht auskannte. Wider Erwarten reichte der lange Kreuzkurs zur Luvtonne nicht aus, um das Teilnehmerfeld entsprechend auseinanderzuziehen. Enge Manöver mit knappen Bootsabständen wurden daher von den Juroren Klaus Laschinsky und Eckard Ruh sehr genau beobachtet. Regelverstöße hielten sich dabei in Grenzen. „Von den Folkebootseglern angeregt, hatten wir vor einiger Zeit eine Regelschulung durchgeführt, das hat dabei geholfen“, resümiert Laschinsky. Gut schlug sich die SCE-Nachwuchscrew mit Fritz Schaarschmidt auf der „Rennschnecke“, die zeitweilig in den Wettfahrten das Feld anführte, sich dann jedoch Altmeister Ulf Kipcke (Kieler Yachtclub) geschlagen geben musste. „Uns fehlt noch die Erfahrung, auch war es für uns ungewohnt, das Feld anzuführen“, gesteht Schaarschmidt, der seit 2008 mit seiner Crew aktiv ist und sich dabei kontinuierlich in die Spitze vorgesegelt hat. Der Ruderbruch eines Teilnehmers ohne Fremdverschulden war dann auch keines Protestes würdig, sorgte jedoch für den Einsatz der DGzRS, die den Teilnehmer vorzeitig in den Hafen schleppten.

Ganz anders der Folgetag: Windstärke um 1 bis 2 Bft aus Süd und eine Strömung, die leicht gegen den Wind lief, sorgten zunächst für zwei Frühstarts mit Gesamtrückruf, als einige Boote unerwartet über die Startlinie drifteten. Auch wenn der Kurs deutlich kürzer als am Vortage war, stellte die einzige Wettfahrt des Tages zwar keine körperliche Anstrengung dar, zwang die Teilnehmer jedoch mit Taktik und Gefühl ihr Können auf die Bahn zu bringen. Winddrehungen, stellenweise leichte Brisen, wenn andere in einem Flautenloch lagen, wirbelten das Feld durcheinander, sodass sich das Endergebnis im Vergleich zum Vortag deutlich unterschied. Dies wurde auch Schaarschmidt zum Verhängnis, der zuletzt mit einem 22. Platz, den in Reichweite liegenden zweite Platz an Walther Furthmann (Yachtclub Strande) abgeben musste, und am Ende Gesamt-Fünfter wurde. Souverän mit zwölf Punkten Vorsprung wurde Ulf Kipcke mit Crew Gesamtsieger, der amtierende Deutsche Meister Andreas Blank musste sich mit Rang vier zufrieden geben.

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