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Geld zurück : 444 Mitglieder erhalten in diesem Jahr Geld zurück

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

175 Jahre Feuerversicherungsverein / Rückerstattung statt Feier / Heute Mitgliederversammlung im Hubertushof

Der „Hüttener Feuerversicherungsverein von 1840“ feiert in diesem Jahr sein 175-jähriges Bestehen. „Wir verzichten auf eine Feier anlässlich des Jubiläums und zahlen stattdessen in diesem Jahr 25 Prozent Beitragserstattung auf alle Verträge, auch auf Neuverträge“, berichtet Bernd Vollertsen, der im elften Jahr den Vorsitz des Vereins inne hat. Auf der Mitgliederversammlung am kommenden Mittwoch wird der Vorstand Erfreuliches berichten können. „Wir sind sehr gesund“, gibt Vollertsen bereits im Vorfeld bekannt. Mit Rücklagen von 450 000 Euro sei der Verein gut aufgestellt und auch im vergangenen Geschäftsjahr sei wieder ein Gewinn von 13 000 Euro erwirtschaftet worden. In Kombination mit der gesetzlich verankerten Rückversicherung sei eine optimale Absicherung gewährleistet. Aktuell verfügt der Verein über 444 Mitglieder und 605 Verträge mit einer Gesamtversicherungssumme von 41  000  000 Euro.

Die Historie ist genau dokumentiert. Geschäftsführer Kurt Möller (83) veröffentlichte 2006 eine Chronik, sozusagen eine Zeitreise durch die Geschichte des „Hüttener Feuerversicherungsvereins von 1840“. Die Versicherung ist eine Gilde, das heißt, genossenschaftlich organisiert. Die Gründungsurkunde sei leider verloren gegangen, bedauert der Chronist, doch Protokolle ab 1848 seien verfügbar. In den ersten Jahren des Vereins kümmerte sich ein Couratair (damalige Bezeichnung für Geschäftsführer) namens Dreeßen aus Fleckeby um alle Belange, weiß Kurt Möller aus seinen Recherchen. Der zweite Geschäftsführer, der sein Amt von 1849 bis 1892 inne hatte, war der Organist und Lehrer Gotthard Jakob Heinrich Thedsen aus Bünsdorf. Seit 1991 ist Möller bereits im Amt und in der Historie des Vereins erst der siebte Geschäftsführer. „Schon mein Großvater war in der Hüttener Feuerversicherung, mein Vater natürlich auch und so rutschte ich ganz automatisch da rein“, berichtet Möller schmunzelnd.

Bereits 1850 hatte der Verein 610 Mitglieder mit einer Gesamtversicherungssumme von 707 000 Reichstalern. Es gab damals keine Kasse mit Rücklagen. „Nach jedem größeren Feuer wurde unter allen Mitgliedern gesammelt“, weiß Möller. Auf diese Weise kam die Summe für die Begleichung des Schadens zusammen. 1892 spaltete sich der Verein auf. Es entstanden der Hüttener Versicherungsverein von 1892, der auch andere Sparten versicherte und der Hüttener Feuerversicherungsverein von 1840. Inzwischen versichert die Gilde nicht nur Ernte, Vieh und Inventar gegen Feuer, sondern ist auch eine verbundene Hausrat- sowie Glasversicherung. „Es ist ein super Produkt“, zeigt sich der Vorsitzende Bernd Vollertsen begeistert. „Wir kennen unsere Mitglieder, sind kulant und regulieren schnell. Außerdem zahlen wir keine Provisionen an Makler, müssen kein Gebäude unterhalten und arbeiten ehrenamtlich. Dafür gibt es grundsätzlich eine Beitragsrückerstattung, wenn der Verein Gewinn erwirtschaftet hat“. Mit einem Tarif für junge Leute und einer Jubiläumspostkartenaktion möchte der Verein neue Mitglieder werben, um dem schleichenden Mitgliederschwund entgegen zu wirken.

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Mitgliederversammlung heute um 19.30 Uhr im Gasthaus „Hubertushof“ in Borgstedt
> Infos unter www.die-huettener.de





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