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Abrechnung der Gildefeier : 4200 Euro Defizit: Betrübte Gesichter bei der Gilde

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die diesjährige Gildefeier schließt trotz zahlreicher Einsparungen mit einem Minus ab. Um finanziell zu helfen, wird gerade ein Gilde-Förderverein aufgebaut.

Eckernförde | Einmal im Jahr feiert die größte Toten- und Knochenbruchgilde Schleswig-Holsteins, die Borbyer Gilde. Ein Volksfest für Jedermann, ob Borbyer oder Buten-Borbyer, drei Tage erfüllt mit Königsschießen, Musik, Kinderfest und mehr erfreut dann die Bevölkerung. Drei Tage, die aber auch den Vorstand und die vielen Helfer fordern. Lorenz „Lorne“ Marckwardt weiß: „Vör de Gill hett na de Gill“ und begrüßte zur Abrechnungsversammlung im Gemeindehaus Borby zahlreiche Mitglieder und Gäste.

Traditionell wird jede Versammlung mit den obligatorischen drei Schlägen auf das Kloppholt von „Öllermann“ Günter Krause eröffnet. Marckwardt hatte gleich von Anfang an klare Worte parat: „De Vörschrevten ward scharper“, das Gildefest erfordert nicht nur viele ehrenamtliche Helfer, sondern werde immer mehr mit Auflagen wie Sicherheitsmaßnahmen, Erste Hilfe und Schießauflagen bis hin zur Vorlagen von Dokumenten belegt – die Kosten, so Marckwardt, seien deutlich gestiegen. Die Anforderungen erforderten Zeit und zusätzlichen schriftlichen Aufwand. Deutlich wurde das, als Gildeschreiberin Britta Schlegel das Protokoll der Schmeckebierversammlung verlas und Renate Aßmann den Kassenstandbericht bekanntgab: Über 4200 Euro Defizit, und das trotz zahlreicher Einsparungen. Das sorgte für betrübte Gesichter.

Die ehrenamtliche Arbeit der Gilden und das Engagement vieler Helfer, die die Geschichte und die Tradition pflegten, findet nach Ansicht vieler Mitglieder nicht genügend Wertschätzung. Jörg Meyer, ehemaliger Gildeschreiber, weiß um die Problematik: „Uns ist bewusst, das hier Hilfe angesagt ist, aus diesem Grunde haben sich einige Bürger zusammengefunden und arbeiten zur Zeit an den Grundlagen für einen Förderverein, der das Gildefest unterstützen soll.“

Lorne Marckwardt bedankte sich: „Ahn Hölp geiht dat nich, Dank ok an all de Hölpers de jümmers dorbi sünd, ok annerletz to’n RSH Kinnerdag.“ Großes Lob auch für Gilde-Wirt Sefko Feratoski von der Gaststätte Rhodos für seinen steten Einsatz zum Gildefest und Bewirtung zu Versammlungen im Gemeindehaus: „Nu hebbt wi en Borbyer Krog ob de Siet vun Eckernför, dat is ok wat“, sagte Marckwardt.

Am Sonnabend, 3. Oktober findet ab 14 Uhr das Jedermann-Pokalschießen im Schützenhaus an der letzten Pappel statt. Hierzu sind alle interessierten Bürger, also ausdrücklich auch Nicht-Mitglieder der Borbyer Gilde, eingeladen.

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