Green Screen : 3D-Kuppelkino beim Naturfilmfestival

Voll motiviert: Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Green-Screen-Festivals posierten am Mittwoch beim ersten Helfertreffen in diesem Jahr für ein Gruppenfoto.
Voll motiviert: Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Green-Screen-Festivals posierten am Mittwoch beim ersten Helfertreffen in diesem Jahr für ein Gruppenfoto.

Weltneuheit beim 9. Naturfilmfestival im Kinozelt am Hafen / Preisverleihung in diesem Jahr in der Stadthalle

shz.de von
22. Mai 2015, 06:06 Uhr

Eckernförde | Das muss der Hammer sein: Erstmals wird in diesem Jahr beim Internationalen Naturfilmfestival Green Screen vom 10. bis 14. September ein 3D-Fulldome eingesetzt. Das ist eine Art 360-Grad-Kino für 30 bis 50 Besucher, das Filme in 3D abspielt. Green Screen hat sich für diese Weltpremiere mit dem Helmholtz-Institut zusammengetan, das während des Festivals mit einem Forschungsschiff in den Hafen kommt. An der Promenade wird das Kinozelt aufgebaut, in das sich die Besucher mit 3D-Brillen legen und einen von Daniel Opitz produzierten acht Minuten dauernden Film über Meeresströmungen quasi zum Anfassen sehen können. Dieser Film soll alle 20 Minuten wiederholt werden.

„Das ist eine absolute Weltneuheit“, verkündete Green-Screen-Mitarbeiter Carsten Füg am Mittwochabend beim ersten Helfertreffen in diesem Jahr. Wieder haben sich über 100 Freiwillige gefunden, um als Filmvorführer, Ticketverkäufer, Moderatoren, Gala-Organisatoren oder Techniker ihre Dienste der grünen Sache zu widmen. Die meisten von ihnen waren dabei, als das Team um Geschäftsführer Marcus Behrens und seine Mitarbeiter Maike Juraschka und Carsten Füg sowie Fördervereinsvorsitzende Ulrike Lafrenz ins Stadthallenrestaurant eingeladen hatten. Neben der aufwändigen Technik müsse allein der Film atemberaubend sein: „Daniel Opitz hat zwei Jahre an den acht Minuten gearbeitet.“

Das Green-Screen-Festival hat also wieder Neues zu bieten – auch organisatorisch. Denn statt des bisherigen eineinhalbstündigen Vorführtakts werden künftig alle zwei Stunden um 10, 12, 14, 16 und 18 Uhr Filme gezeigt. Dafür wird es keine Pause mehr zwischen 13 und 15.30 Uhr geben. „Dadurch können wir zehn Vorstellungen mehr geben“, so Carsten Füg aus dem Festivalbüro.

Die Preisverleihung, die schon dreimal im Kuhhaus auf Gut Altenhof stattgefunden hat, soll in diesem Jahr wieder in die Eckernförder Stadthalle zurückkehren. Der Grund ist ein ganz pragmatischer: Das Kuhhaus ist zu groß. Jährlich mussten Eintrittskarten verschenkt werden, um den Saal nicht halbvoll erscheinen zu lassen. Das soll jetzt nicht mehr so sein. Im Gegenteil: Künftig sollen auch die Helfer keine kostenlosen Eintrittskarten mehr erhalten, sondern eine Ermäßigung um die Hälfte. Allerdings sollen sie als erste die Möglichkeit erhalten, sich anzumelden.

Zwar haben sich schon über 100 Helfer gemeldet – teilweise sogar aus Hessen und Berlin – dennoch kann das Festivalteam stets noch mehr Freiwillige beschäftigen. Wer Lust hat zu helfen, kann sich im Büro in der Frau-Clara-Straße 18 melden, Tel. 04351/470  043. Für alle Helfer wurde ein neuer Helferbereich auf der Webseite www.greenscreen-festival.de eingerichtet. Dort gibt es Informationen über die Veranstaltungen im ganzen Jahr und an welcher Stelle noch Hilfe benötigt wird.

Die Begeisterung bei den Helfern war deutlich zu spüren, auch Bürgervorsteherin Karin Himstedt und Bürgermeister Jörg Sibbel haben ihre Unterstützung deutlich gemacht (siehe Seite 7). Jetzt hofft Green Screen auf viele Eckernförder, die dem Förderverein beitreten und dem Festival mit einem Jahresbeitrag von 40 Euro (60 Euro Partnermitgliedschaft) helfen. Denn nach wie vor ist das Festival stark auf Spenden angewiesen. Ulrike Lafrenz, die neue Vorsitzende des Fördervereins, formulierte es bei ihrer Ansprache so: „Eigentlich müsste jeder Eckernförder Mitglied im Förderverein sein.“

Das Programmheft mit einer Übersicht über die rund 100 Filme des kommenden Festivals wird Mitte Juli erscheinen.

> www.greenscreen-festival.de

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