Zuweisungsquote erhöht : 38 Asylbewerber suchen Schutz und Neuanfang in Eckernförde

In die leerstehenden Wohnungen im Schulweg sollen vorübergehend Asylbewerber einziehen.
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In die leerstehenden Wohnungen im Schulweg sollen vorübergehend Asylbewerber einziehen.

Eckernförde muss mehr Asylbewerber aufnehmen, die Quote hat sich fast verdreifacht: Statt 13 muss die Stadt 38 Asylbewerber aufnehmen. Die Unterbringung ist gesichert, vor allem die Kinder sollen in Kitas und Schule integriert werden und Deutsch lernen.

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13. November 2013, 06:19 Uhr

Die Zahl der in Eckernförde untergebrachten Asylbewerber hat sich in diesem Jahr verdreifacht. Gleichwohl bleibt die Zahl trotz der höheren Zuweisungsquote mit 38 Asylbewerbern (vorher 13) überschaubar. Derzeit sind sie in der Ostlandstraße 122-124 auf dem Gelände der Obdachlosenunterkünfte untergebracht, berichtete Bürgermeister Jörg Sibbel am Montagabend im Sozialausschuss. Da diese Unterkunft „langfristig nur eingeschränkt geeignet“ sei, habe man mit dem Sanierungsträger für die Nooröffnung, der Big Städtebau aus Kronshagen, vereinbart, die leerstehenden Wohnungen im Schulweg/ Ecke Reeperbahn als Übergangsquartiere für Asylbewerber zu nutzen. Zudem stehe die Stadt auch in Gesprächen mit dem Gemeinnützigen Wohnungsunternehmen (GWU), sagte der Bürgermeister. Als Herkunftsländer gab Sibbel Libanon, Tschetschenien, Syrien und Serbien an. Als wichtig stufte Sibbel neben der Versorgung mit Wohnraum die Integration vor allem der Kinder ein. Ihnen würden Kita-Plätze zur Verfügung gestellt, und in der Fritz-Reuter-Schule werde ein Förderprogramm Deutsch angeboten. Wichtig sei es, dass sie die Sprachbarrieren überwinden. Angesichts der unruhigen Lage in den Herkunftsländern rechnet der Bürgermeister auch für 2014 mit einer ähnlichen, wenn nicht höheren Zuweisungsquote. Ziel sei es, die Asylbewerber im Stadtgebiet zu verteilen.

Dr. Heinrich Berbalk (Bürger-Forum) regte an, Kontakt zu den Asylbewerbern aufzunehmen, um ihnen das Einleben zu erleichtern. Er sehe immer wieder „tieftraurige Menschen“ durch die Straßen gehen, und niemand kümmere sich um sie. „Es wäre schön, wenn wir etwas auf die Beine stellen könnten“, sagte Berbalk, der beispielsweise an eine regelmäßige Betreuung der oft traumatisierten Asylbewerber denkt.

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