zur Navigation springen

Jubiläum : 35 Jahre: Jugendfeuerwehr lässt die Schläuche rollen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Jugendfeuerwehr Gettorf besteht seit 35 Jahren. Feier mit „Spielen ohne Grenzen“ verregnet, aber fröhlich.

Gettorf | Solange sie selber das Kommando „Wasser marsch“ geben, ist alles okay. Wenn Petrus das Kommando gibt und dies dann auch noch während der Veranstaltung zum 35-jährigen Jubiläum auf dem Sportplatz am Sander Weg, ist es schon etwas ärgerlich für die Mitglieder der Gettorfer Jugendfeuerwehr und ihre Gäste.

Am 23. Juni 1981 wurde die Gettorfer Jugendwehr gegründet. Am Sonnabend, fast auf den Tag genau, wurde das Jubiläum mit „Spielen ohne Grenzen“ gefeiert. Nicht nur Mitglieder etlicher Jugendfeuerwehren aus dem gesamten Kreis waren gekommen, auch aus der Partnerstadt Marlow in Mecklenburg-Vorpommern war eine Gruppe der dortigen Jugendfeuerwehr angereist. Gemeinsam mit den Betreuern der Freiwilligen Wehr Gettorf, hatten sich die Jugendlichen einiges an Spielen einfallen lassen. Vom Bobby-Car-Parcours über ein Würfelspiel und Balken sägen bis hin zum Schlauchkegeln oder zum Stapeln von Kisten in – den Gesetzen der Gravitation zum Trotz – der Waagerechten, galt es für die Mitglieder und ihre Gäste insgesamt 25 Aufgaben zu meistern. Auch feuerwehrtypische Aufgaben gehörten dazu, wie das Ankuppeln wasserführender Armaturen an eine Tragkraftspritze. Beim Balkensägen musste eine geschätzt drei Zentimeter dicke Scheibe vom Ast abgesägt werden. Julian Wentorf von der Altenholzer Wehr bewies viel Augenmaß und sägte exakt drei Zentimeter vom Ast.

Wenige Treffer hingegen gabs beim Schlauchkegeln, bei dem es galt einen zusammengerollten Schlauch durch einen Wurf auszurollen und die Kegel zu treffen und wobei sich erwies, dass ein Schlauch eben unberechenbarer ist als eine Kugel. Auch Georg Gramke von der Altenholzer Wehr, der die Jugendlichen begleitete, versuchte es außer Konkurrenz. Für ihn galt ebenso: Knapp daneben ist auch vorbei.

Die regenbedingte Unterbrechung am späten Vormittag nahmen alle gelassen hin und nutzen die Zeit um sich mit Krustenbraten im Brötchen zu stärken. Bürgermeister Jürgen Baasch empfand den Regen als „ärgerlich“. „Die Jugendlichen haben sich unheimlich viel Mühe gemacht“, so Baasch. Organisiert hatten die Spiele die Jugendlichen selbst mit Unterstützung ihrer Betreuer und, wie Wehrführer Frank-Andreas Greggersen betonte, „hochmotiviert“. Und hochmotiviert bei der Bewältigung der verschiedenen Aufgaben waren alle. Die drei besten Teams wurden am Ende mit Pokalen belohnt. Den ersten Platz, dessen Pokal vom Bürgermeister gesponsert wurde, belegte die Jugendwehr Rieseby, den Pokal für den zweiten Platz, den Wehrführer Greggersen beisteuerte, ging an die Rendsburger und den dritten Platz, und damit den Pokal der Gettorfer Jugendfeuerwehr, nahmen die Kameraden aus Büdelsdorf mit nach Hause.

Die Gründung der Jugendfeuerwehr geht auf eine Initiative der beiden mittlerweile verstorbenen Gründungsjugendwarte Hans-Dieter Brocks und Wolfgang Fürst zurück und wurde vom heutigen Ehrengemeindewehrführer Hans-Christian Sacht unterstützt. Sinn war es, so Greggersen, neben der Schaffung eines Angebots für Jugendliche auch rechtzeitig für Nachwuchs zu sorgen und die Kids spielerisch an den Dienst in der Feuerwehr heranzuführen. Waren es bei Gründung 50 Mitglieder hat sich die Zahl im Laufe der Jahre bei etwa 30 eingependelt, zurzeit sind 28 Mitglieder aktiv. Neben Pflichtdiensten und Leistungsprüfungen stehen auch Ausflüge, Orientierungsfahrten und -märsche der zehn- bis 17-jährigen, die mit 18 Jahren in die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr wechseln. „Etwa 50 Prozent sind allgemeine Jugendarbeit, die andere Hälfte ist technische Ausbildung“, so der Wehrführer. Im Gegensatz zu einigen anderen Wehren ist den Gettorfern das Wort „Nachwuchssorgen“ unbekannt. „Wir haben da keine Probleme, haben sogar eine Warteliste“, sagte Frank-Andreas Greggersen.
>www.feuerwehr-gettorf.de

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 27.Jun.2016 | 06:58 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen